Von Kautokeino nach Jokkmokk

In zwei Tagesetappen geht es von Kautokeino über Vittangi und Gällivare nach Jokkmokk. Vom Campingplatz mit dem Arctic-Krokodil geht zu einem gut ausgestatteten Rastplatz ein paar Kilometer nördlich von VIttangi am Lannan-Kokkajärvi bis zum Skabram Camping drei Kilometer westlich von Jokkmokk.

Wir steuern einen Rastplatz am Silisjávri (69,60812° N, 23,49183° O) an. Der See liegt etwa 334 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine Fläche von rund 7,1 km². Hier befinden wir uns 10 km nördlich zur finnischen Grenze. Wir fahren in diesen beiden Tagen von Norwegen durch Finnland bis Schweden.

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Juhls’ Silbergalerie In Kautokeino

Ein Besuch mit einem glitzernden Effekt

Klassischerweise stellten die Samen (die Ureinwohner Lapplands), die oft als Rentierzüchter nomadisch lebten, ihren Silberschmuck lange Zeit nicht selbst her. Sie erwarben Silber im Tauschhandel aus Russland, dem Baltikum oder Südskandinavien. Silber hatte in ihrer Kultur einen extrem hohen Stellenwert – es war Zahlungsmittel, Statussymbol und Schutzamulett.

Regine Juhls (eine Deutsche) und Frank Juhls (ein Däne) kamen in den 1950er Jahren unabhängig voneinander als Auswander:innen nach Kautokeino, um das raue Leben im Norden kennenzulernen. Sie verliebten sich ineinander und in die Kultur.

Da es im Ort niemanden gab, der den traditionellen Schmuck der Samen reparieren konnte, baten die Einheimischen die beiden um Hilfe, da sie handwerklich und künstlerisch geschickt waren.  Aus dieser improvisierten Reparaturwerkstatt entstand 1959 die erste Silberschmiede der Finnmark. 

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Das Leuchtfeuer am Ende des Kontinents – Slettnes Fyr

Hier mit einem weissen Rentier im Vordergrund

Der Leuchtturm wurde zwischen 1903 und 1905 errichtet, um den Seeweg zwischen Honningsvåg und Vardø sicherer zu machen.  
Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die deutschen Besatzungstruppen den Turm als Beobachtungsposten. Beim erzwungenen Rückzug der Wehrmacht im Herbst 1944 (Taktik der „verbrannten Erde“) wurde die gesamte Station gesprengt. Nur die untere Hälfte des gusseisernen Turms überstand die Detonation.  
In den Jahren 1945 bis 1948 wurde die Anlage wiederaufgebaut. Da man den beschädigten Turm reparierte, statt ihn komplett zu ersetzen, ist Slettnes Fyr heute der einzige verbliebene gusseiserne Leuchtturm in der gesamten Finnmark – alle anderen zerstörten Türme der Region wurden nach dem Krieg aus Beton neu errichtet. 

Weiter bei unserem Spaziergang am Ende des Kontinents

Mehamn und ein Cafê im nördlichsten Christmasmuseum der Welt

Unser nächstes Ziel ist der Ort Mehamn, den wir nur von unseren Hurtigrutenreisen als nördlichsten Hafen der Schiffsreise kennen. Vom Børselvfjell, wo wir die Nacht verbrachten schlängelte sich die Strasse 888 entlang der Mehamnelva zum Fischerort Mehamn an der Barentsee auf der Nordkinn-Halbinsel.

Auf der Suche nach einem Cafê bevor wir unsere Geocachingtour hier starteten landeten wir im nördlichsten Weihnachtsmuseum der Welt. Hier findet man über 27.000 Weihnachtsartikel, Weihnachtsmann-Figuren (Nisser) und Festtagsdekorationen. Es gilt damit als die größte bekannte private Sammlung dieser Art weltweit.
Am Vorabend war hier auch das Public-Viewing vom Spiel der norwegischen Fussballnationalmannschaft und die Nacht dauerte bis 5 Uhr früh. Der Wirt war noch ziemlich mitgenommen und wir bekamen zwei Tassen Cappucicno aus einem kleinen Kaffeeautomaten.

Weiter auf unserer Tour durch Mehamn

Eine Nacht am Børselvfjell im arktischen Sommer

Wir fahren Ilfjord aus in Richtung der Nordkyn-Halbinsel nach Mehamn. Das Børselvfjell ist einer der zwei großen Pässen (neben dem noch höheren Ifjordfjellet), die wir dabei überqueren müssen, Der Pass erreicht seinen Scheitelpunkt auf einer eher mäßig wirkenden Höhe von lediglich 176 Metern über dem Meeresspiegel (moh.). Trotz der geringen absoluten Höhe liegt die gesamte Passage aufgrund der extremen nördlichen Breite weit über der arktischen Baumgrenze.

Bei einem abendlichenSpaziergang über das Fjell gegen 21:00 Uhr machten wir diese Fotos. Wir hörten nur das Pfeifen des Windes, das Rauschen vom Wasser am See und das Zwitschern einzelner Vögel.

Für den See Fan ich die Bezeichnungen Tårnvika und Krokvik.

Die Gegend hier ist eine weite, baumlose Tundra- und Hochebene. Sie ist geprägt von karger, rauer arktischer Vegetation, steinigen Böden und freiem Blick auf die umliegenden weiten Hügelketten.

Wir waren hier völlig auf uns allein gestellt, es gab keinen Handyempfang und manchmal ein Fahrzeug am Weg nach Mehamn oder Ilfjord. Im Holzbauwerk rechts von uns gab es eine behindertengerechte Toilette (Plumpsklo), die wöchentlich gereinigt wurde, und windgeschützte Sitzgelegenheiten mit einer Feuerstelle. Das Holz musste man selbst mitbringen.

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Mit einem Fuß in Norwegen und Finnland

Am Ortsende von Utsjoki befindet dich die Brücke über die/den Tanaelva / Tenojoki). Er bildet auf einer Länge von 256 Kilometern (von insgesamt 348 km, wenn man den Quellfluss Kárášjohka mitzählt) die natürliche Grenze zwischen Norwegen und Finnland. 

Foto von der Brücke ausserhalb Utsjoki

Für die indigene Bevölkerung, die Samen, ist der Fluss seit Jahrtausenden die Lebensgrundlage.
Auf dem Tenojoki sieht man oft die typischen, langen und schmalen Holzboote. Sie wurden speziell entwickelt, um die flachen, aber extrem strömungsreichen Abschnitte und Stromschnellen zu bewältigen. Die Samen entwickelten über Jahrhunderte eigene, nachhaltige Fangmethoden wie das pato (Wehrfischerei) und das Treibnetzangeln vom Boot aus, die streng reglementiert und tief in der lokalen Kultur verankert sind.

weiter am Tenojoki

Gast in Guovdageaidnu – Koutokeino – Kautokeina

In dieser Region werden vier Sprachen gesprochen. Die erste Ortsbezeichnung ist in Nordsamisch – die zweite finnisch oder kvenisch – die dritte norwegisch.
Die kvenische Sprache (kvenisch: kvääni) ist eine ostseefinnische Sprache, die von den Kvenen gesprochen wird, den Nachkommen finnischer Einwanderer in Nord-Norwegen. Seit April 2005 ist Kvenisch nach intensiven Diskussionen in Norwegen als eigene Sprache anerkannt. Kvenisch ist nah verwandt mit Meänkieli in Schweden und mit nordfinnischen Dialekten. 

Kautokeino von der Kirche aus – Bevölkerungsdichte: 0,3 Einwohner pro qkm

In Alta entschieden wir uns Richtung schwedische Küste aufzubrechen. Die Wetterkapriolen des Atlantik mit den teilweise täglichen sehr ausgiebigen Regenfällen reichten uns und wir brauchten eine Veränderung. Also machten wir uns auf den Weg nach Schweden zur Ostseeküste.

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Bygdetun – Gamle Bardu

Ein Geocache von Macsimal – Gamle Bardu – GC1CA69 brungtbuns zum Freilichtmuseum in Bardu . Am Parkplatz direkt neben der E6 – 68.80908/18.1827 – sind wir das erste Auto. Wir werden recht herzlich Willkommen geheißen und bekommen von der Leiterin des Museums das Angebot für eine Führung und eine Portion Kaffee. Dafür zahlen wir eine Eintrittsgebühr von umgerechnet € 5.-

Das ist das Haupthaus, wo auch die früheren Besitzer der Hofanlage wohnten. Die letzte Besitzerin wohnt jetzt oberhalb des Museum in einem typisch norwegischen Holzhaus.

Die dauerhafte Besiedlung der Gemeinde Bardu begann erst am Ende des 18. Jahrhunderts. Das Gebiet wurde vor allem mit Menschen aus den ostnorwegischen Gegenden Østerdalen und Gudbrandsdalen und später auch aus Trøndelag besiedelt. Dadurch wurde sowohl der Dialekt als auch die Ortsnamen und Gebäude stark von den in den Herkunftsgebieten gebräuchlichen Traditionen geprägt.
Bei der Führung erwähnte die Leiterin, dass viele alleinstehenden Frauen hierherkamen und sich mit Männern der Gegend verheirateten.

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Die Gedenkstätte in Sommerset

Von April 1943 bis Mai 1945 starben über 2.000 Menschen an den Folgen der Zwangsarbeit, um das Großprojekt der Nazis in Norwegen zu vollenden: den Bau der Nordlandbahn und der Polarbahn. Die meisten von ihnen waren sowjetische Kriegsgefangene.

Die Flucht aus Kalvik war eine der umfangreichsten Fluchten von Gefangenen aus einem deutschen Gefangenenlager im Norwegen der Besatzungszeit. Fast 50 Häftlinge waren daran beteiligt. 11 Häftlinge wurden bei dieser Flucht erschossen, während 12 Häftlinge es über den Berg nach Schweden schafften! 

Quellenhinweise und mehr Informationen im Artikel auf Rote Spuren.

Beim Fykanvaten

Nach dem Durchfahren des 7624 m langen Svartisentunnel, der 1986 gebohrt wurde, machen wir am Fykanvaten einen Stopp, um uns die Füsse zu vertreten und dabei ein paar Geocaches zu heben.

Aufgenommen vom Parkplatz bei N66.7928/E13.99887

Über uns thront das Glomfjellet. Hier startet auch ein Wanderweg in das Kvitsteindalen. Einen Einblick in die Schönheit des Fjell gewährt uns der Bericht im Blog von Stefans Tour Und Top-Tourblog. Beim Heben der Geocaches von hatlestad – GC76PNJ (Fykanvatnet) und GC76PQK (Parkering Fykan) lesen wir bei den Infotafeln, dass hier Felszeichnungen gefunden wurden.

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