Juhls’ Silbergalerie In Kautokeino

Ein Besuch mit einem glitzernden Effekt

Klassischerweise stellten die Samen (die Ureinwohner Lapplands), die oft als Rentierzüchter nomadisch lebten, ihren Silberschmuck lange Zeit nicht selbst her. Sie erwarben Silber im Tauschhandel aus Russland, dem Baltikum oder Südskandinavien. Silber hatte in ihrer Kultur einen extrem hohen Stellenwert – es war Zahlungsmittel, Statussymbol und Schutzamulett.

Regine Juhls (eine Deutsche) und Frank Juhls (ein Däne) kamen in den 1950er Jahren unabhängig voneinander als Auswander:innen nach Kautokeino, um das raue Leben im Norden kennenzulernen. Sie verliebten sich ineinander und in die Kultur.

Da es im Ort niemanden gab, der den traditionellen Schmuck der Samen reparieren konnte, baten die Einheimischen die beiden um Hilfe, da sie handwerklich und künstlerisch geschickt waren.  Aus dieser improvisierten Reparaturwerkstatt entstand 1959 die erste Silberschmiede der Finnmark. 

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Das Leuchtfeuer am Ende des Kontinents – Slettnes Fyr

Hier mit einem weissen Rentier im Vordergrund

Der Leuchtturm wurde zwischen 1903 und 1905 errichtet, um den Seeweg zwischen Honningsvåg und Vardø sicherer zu machen.  
Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die deutschen Besatzungstruppen den Turm als Beobachtungsposten. Beim erzwungenen Rückzug der Wehrmacht im Herbst 1944 (Taktik der „verbrannten Erde“) wurde die gesamte Station gesprengt. Nur die untere Hälfte des gusseisernen Turms überstand die Detonation.  
In den Jahren 1945 bis 1948 wurde die Anlage wiederaufgebaut. Da man den beschädigten Turm reparierte, statt ihn komplett zu ersetzen, ist Slettnes Fyr heute der einzige verbliebene gusseiserne Leuchtturm in der gesamten Finnmark – alle anderen zerstörten Türme der Region wurden nach dem Krieg aus Beton neu errichtet. 

Weiter bei unserem Spaziergang am Ende des Kontinents

Mehamn und ein Cafê im nördlichsten Christmasmuseum der Welt

Unser nächstes Ziel ist der Ort Mehamn, den wir nur von unseren Hurtigrutenreisen als nördlichsten Hafen der Schiffsreise kennen. Vom Børselvfjell, wo wir die Nacht verbrachten schlängelte sich die Strasse 888 entlang der Mehamnelva zum Fischerort Mehamn an der Barentsee auf der Nordkinn-Halbinsel.

Auf der Suche nach einem Cafê bevor wir unsere Geocachingtour hier starteten landeten wir im nördlichsten Weihnachtsmuseum der Welt. Hier findet man über 27.000 Weihnachtsartikel, Weihnachtsmann-Figuren (Nisser) und Festtagsdekorationen. Es gilt damit als die größte bekannte private Sammlung dieser Art weltweit.
Am Vorabend war hier auch das Public-Viewing vom Spiel der norwegischen Fussballnationalmannschaft und die Nacht dauerte bis 5 Uhr früh. Der Wirt war noch ziemlich mitgenommen und wir bekamen zwei Tassen Cappucicno aus einem kleinen Kaffeeautomaten.

Weiter auf unserer Tour durch Mehamn

Mit einem Fuß in Norwegen und Finnland

Am Ortsende von Utsjoki befindet dich die Brücke über die/den Tanaelva / Tenojoki). Er bildet auf einer Länge von 256 Kilometern (von insgesamt 348 km, wenn man den Quellfluss Kárášjohka mitzählt) die natürliche Grenze zwischen Norwegen und Finnland. 

Foto von der Brücke ausserhalb Utsjoki

Für die indigene Bevölkerung, die Samen, ist der Fluss seit Jahrtausenden die Lebensgrundlage.
Auf dem Tenojoki sieht man oft die typischen, langen und schmalen Holzboote. Sie wurden speziell entwickelt, um die flachen, aber extrem strömungsreichen Abschnitte und Stromschnellen zu bewältigen. Die Samen entwickelten über Jahrhunderte eigene, nachhaltige Fangmethoden wie das pato (Wehrfischerei) und das Treibnetzangeln vom Boot aus, die streng reglementiert und tief in der lokalen Kultur verankert sind.

weiter am Tenojoki