Die Lüneburger Heide im Nordosten Niedersachsens bildet das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas. Sie erstreckt sich im Dreieck zwischen Hamburg, Bremen und Hannover.
Die Heideblüte findet traditionell zwischen Anfang August und Mitte September statt (Faustregel: 08.08. bis 09.09.) wir waren mit unseren Rädern in der Heide auf der „Behringer Heidetour – Radtour 19“ in der Heide unterwegs. Ein 22 km langer Radweg, wo wir einige Geocaches und wichtige Landschaftshighlights erreichten.
Die Besenheide (Calluna vulgaris), oft auch einfach Heidekraut genannt, ist die prägende Pflanzenart der Lüneburger Heide. Der wissenschaftliche Name leitet sich vom griechischen Wort kallynein ab, was „reinigen“ oder „fegen“ bedeutet – ein Hinweis darauf, dass aus ihren verholzten Zweigen früher Besen gebunden wurden.
Auf unserer Fahrt südwärts machen wir in Gävle Station. Wir wollen uns die Füße vertreten, wie es so schön heisst, und nehmen die Angebote von Geocacher:innen der Stadt in Anspruch.
Das Kunstwerk stellt eine Beschützerfigur dar. Der mythologische Hintergrund beruht auf der Erzählung eines fiktiven Riesen namens Gavle, der mit seinem Speer eine Furche in das Land zog. Durch diese Kerbe entstand der Fluss Gavleån, der das Landesinnere mit dem Meer verband und so den Grundstein für die Stadt Gävle legte.
Die Skulptur ist 6 Meter hoch und bringt rund 1,5 Tonnen auf die Waage. Sie steht auf einer Landzunge direkt am Fluss Gavleån, unmittelbar vor dem Konzerthaus Gävle. Das Werk wurde von dem schwedischen Glaskünstler und Bildhauer Bertil Vallien entworfen und gemeinsam mit dem Kunstschmied Lars Larsson umgesetzt.
Unsere Tour führt uns entlang des Gavleån. Er ist ein rund 30 Kilometer langer Fluss im Osten Schwedens, der mitten durch das Zentrum der Stadt Gävle fließt und dort im Bottnischen Meerbusen mündet. Obwohl er relativ kurz ist, überwindet der Fluss einen Höhenunterschied von etwa 62 Metern. Für die Industrialisierung der Stadt lieferte er die notwendige Energie.
Vor vier Jahren besuchten wir die Stadt Hudiksvall und die schwedische Ostseeküste, wo wir öfters auf frühere Spuren ehemaliger Eisenprokution stießen.
Abriss der Kohleöfen Im Jahr 1923 begann der Abriss der Kohleöfen. Der Kohleofen links ist der einzige, der noch steht und der einzige, der im ganzen Land übrig geblieben ist. Für den Betrieb des Hochofens wurden gewaltige Mengen Holzkohle benötigt, die in den umliegenden Wäldern von Köhlern hergestellt wurden.
Der Verkohlungsprozess dauerte in einem der kleineren, 1857 erbauten Kohleöfen durchschnittlich 41 Tage. Allein das Hinzufügen von Holzkohle dauerte 3½ Tage. Die eigentliche Verkohlung dauerte 19–20 Tage, die Abkühlphase weitere 16 Tage, bevor die fertige Holzkohle schließlich entnommen werden konnte, was zwei Tage in Anspruch nahm. Der Ofen fasste etwa 300 m³ Holzkohle. Die später gebauten Holzkohlemeiler waren größer und fassten etwa 560 m³ Holz. Die Verkohlung in diesen Öfen dauerte 30 Tage und die Abkühlung über drei Wochen. Das Holz abgemessen, ergab etwa 80 % Holzkohle zurück.
Wir starteten am Womo-Stellplatz beim Hafen bei der Schlossruine (Stegeborgs slottruins).
Der Stegeborg Rundslinga (Stegeborg-Rundweg) ist ein beliebter, malerischer Rundwanderweg in der schwedischen Provinz Östergötland (nahe Söderköping). Er führt durch abwechslungsreiche Schärenlandschaften, Mischwälder und bietet beeindruckende Ausblicke auf die Bucht Slätbaken.
Mit dieser Beschreibung des Wanderweges im Kopf, starten wir nach einem gemütlichen und ausgiebigen Outdoor-Frühstück. Es geht etwas bergauf zum ersten Aussichtspunkt.
Die Brücke führt auf die Insel Slottsholmen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich Norrkrog. Eine Fähre verbindet die beiden Orte halbstündlich.
Dieser Baum war komplett von der Eichenmoosflechte überzogen.. Trotz des Namens handelt es sich botanisch gesehen nicht um ein Moos, sondern um eine Symbiose aus einem Schlauchpilz und Grünalgen. Wo sie vorkommt ist eine besondere Luftgüte vorhanden, denn sie wächst nicht bei Luftverschmutzung. Eichenmoosextrakt enthält Inhaltsstoffe wie Atranorin und Evernion, die starke Kontaktallergien auslösen können. Die Nutzung in Kosmetika wird daher ih der EU streng begrenzt und reguliert. Früher wurde die Flechte genutzt, um Wolle in warmen Gelb-, Braun- und Grün-Tönen zu färben.
Im Jahr 1888 wurde Sundsvall durch einen verheerenden Stadtbrand fast vollständig zerstört. Beim anschließenden Wiederaufbau entschied man sich, die Innenstadt komplett aus Stein neu zu errichten (das heutige historische Zentrum Stenstan). Um die neu erbaute Stadt symbolisch vor zukünftigen Katastrophen und neuem Feuer zu schützen, wurde der Drache als Schutzpatron und Wächter etabliert.
Seit 1999 verwandelt sich die Innenstadt von Mai bis September in eine Open-Air-Galerie: Dutzende lebensgroße Drachenstatuen aus Glasfaser werden von lokalen Unternehmen gesponsert und von regionalen Künstlern individuell bemalt. Jede Figur erzählt eine eigene Geschichte – von Motiven aus Natur und Kultur bis hin zu modernen Firmendesigns.
Beim Rundgang in der Stadt bemerkten wir, dass die lustigen Drachenfiguren gerne als Fotomotiv mit Kindern genutzt werden.
Während unserer Fahrten, Radtouren und Wanderungen sind wir auf der Suche nach diversen Geocaches. Die meisten Besitzer:innen dieser Geocaches wählen dafür Orte, die für landschaftlich schön, historisch interessant oder einen persönlichen Bezug haben. Ein paar dieser Orte stellen wir in diesem Blogbeitrag vor.
Der Norsjöån ist ein kleinerer Fluss in der Gemeinde Norsjö in der nordschwedischen Provinz Västerbottens län. Wie viele Flüsse in der schwedischen Holzindustrie-Region wurde auch der Norsjöån in der Vergangenheit für das Flößen von Baumstämmen gereinigt, begradigt und von großen Felsblöcken befreit.
In den mittleren Abschnitten des Flusses wurden Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt, um den natürlichen Lebensraum für Fische (wie Forellen und Äschen) und Wassertiere wiederherzustellen. Die Pflanze könnte ein Wiesenbocksbart sein.
Flechten – Birken – Repparfjordelva – Harald Hofseth – ein mysteriöses Flugfeld – Voggeneselva
Wir starten in Olderfjord mit einem Tankstellenstopp und nutzen hier auch die Gelegenheit wieder einmal AdBlue nachzutanken. Brigitte hat am Vortag jene Geocaches rausgesucht, wo in der Nähe auch ein Parkmöglichkeit für unser Womo vorhanden ist. Dabei nutzen wir auch die vorhandenen Pfade, um möglichst schonend mit der Natur umzugehen. Den Müll, den wir mitnehmen können, entsorgen wir in den nächsten Mülltonnen – die Spuren der Zivilisation sind vielfältig.
Caperaflechte
Ich bin kein Flechtenexperte, aber von den Fotos die mir bei der Auswahl zur Verfügung standen, habe ich mich für diese Art entschieden. Sie wächst meist auf Bäumen und in der Tundra auf kalkarmen Böden. Flechten in der Kälte der Finnmark nur Bruchteile eines Millimeters pro Jahr wachsen, kann ein handtellergroßer Fleck auf dem Boden oder Stein locker 100 Jahre oder älter sein. Wenn man die Flechte anfasst, fühlt sie sich bei trockenem Wetter oft ganz brüchig und papierartig an – sobald es im Norden aber regnet oder neblig wird, saugt sie sich voll, wird elastisch und beginnt sofort mit der Photosynthese. Ein echter Überlebenskünstler auf dem kargen Tundraboden!
Durch die extremen Bedingungen – schwere Schneelasten im Winter, eisige Winde und der Permafrost im Boden – wachsen die Birken oft nicht gerade nach oben. Sie sind niedrig, knorrig, tief verzweigt und windgepeitscht, was den Wäldern ein fast märchenhaftes, uriges Aussehen verleiht.
Bei den Bäumen handelt es sich meist um die Moor-Birke auf Norwegisch Fjellbjørk). Sie bildet die klimatische Waldgrenze zur arktischen Tundra. So widerstandsfähig diese Wälder gegen Kälte sind, so anfällig sind sie für einen winzigen Bewohner: die Raupen des Birkenspanners (fjellbjørkemåler).
In zyklischen Abständen (etwa alle zehn Jahre) kommt es zu Massenvermehrungen. Die Raupen fressen dann im Hochsommer ganze Hektare des Waldes komplett kahl. Große, grau-braune Flächen aus scheinbar abgestorbenen Stämmen sind die Folge.
Zwar erholen sich die Birken oft nach einigen Jahren wieder, doch der Klimawandel begünstigt mildere Winter, wodurch sich die Schädlinge weiter nach Norden und in höhere Lagen ausbreiten können.
Der Leuchtturm wurde zwischen 1903 und 1905 errichtet, um den Seeweg zwischen Honningsvåg und Vardø sicherer zu machen. Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die deutschen Besatzungstruppen den Turm als Beobachtungsposten. Beim erzwungenen Rückzug der Wehrmacht im Herbst 1944 (Taktik der „verbrannten Erde“) wurde die gesamte Station gesprengt. Nur die untere Hälfte des gusseisernen Turms überstand die Detonation. In den Jahren 1945 bis 1948 wurde die Anlage wiederaufgebaut. Da man den beschädigten Turm reparierte, statt ihn komplett zu ersetzen, ist Slettnes Fyr heute der einzige verbliebene gusseiserne Leuchtturm in der gesamten Finnmark – alle anderen zerstörten Türme der Region wurden nach dem Krieg aus Beton neu errichtet.
Unser nächstes Ziel ist der Ort Mehamn, den wir nur von unseren Hurtigrutenreisen als nördlichsten Hafen der Schiffsreise kennen. Vom Børselvfjell, wo wir die Nacht verbrachten schlängelte sich die Strasse 888 entlang der Mehamnelva zum Fischerort Mehamn an der Barentsee auf der Nordkinn-Halbinsel.
Auf der Suche nach einem Cafê bevor wir unsere Geocachingtour hier starteten landeten wir im nördlichsten Weihnachtsmuseum der Welt. Hier findet man über 27.000 Weihnachtsartikel, Weihnachtsmann-Figuren (Nisser) und Festtagsdekorationen. Es gilt damit als die größte bekannte private Sammlung dieser Art weltweit. Am Vorabend war hier auch das Public-Viewing vom Spiel der norwegischen Fussballnationalmannschaft und die Nacht dauerte bis 5 Uhr früh. Der Wirt war noch ziemlich mitgenommen und wir bekamen zwei Tassen Cappucicno aus einem kleinen Kaffeeautomaten.
Da die Entfernungen in Lappland gigantisch sind und die samische Bevölkerung sehr verstreut lebte, war der sonntägliche Gang zur Kirche im 18. und 19. Jahrhundert eine halbe Weltreise. Die Menschen reisten oft tagelang mit Booten oder Rentierschlitten an.
Um vor Ort zu übernachten, bauten sich die einzelnen Samenfamilien eigene kleine Holzhütten direkt in der Nähe der Kirche. Genutzt wurden sie vor allem an großen kirchlichen Feiertagen, aber auch, um Märkte zu besuchen, Steuern zu zahlen oder Gerichtsverfahren zu führen.
Die Kirchhütten sind alte Gebäude im Besitz samischer Familien. Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände eine Gerichtshütte (heute ein Souvenirladen) und die Hütte des Vogts (heute ein Cafê mit guten Waffeln) Die Hütten waren bis Mitte der 1940er Jahre in Gebrauch und einige wurden zwischendurch an andere Orte versetzt. An ihren ursprünglichen Standorten befinden sich die Gerichtshütte und die Hütte des Katecheten Holmberg. Die Kirchhütten stehen unter dem Schutz der finnischen Denkmalschutzbehörde (Museovirasto).