Wir besuchen Gamla Uppsala in zwei Durchgängen. Zuerst informieren wir uns über die Grabhügel und später nach einer Stärkung das Museum.Die Texte haben wir aus den örtlichen Beschriftungen entnommen und mittels App übersetzt.
Die isländische Ynglinga-Saga aus den 1230er Jahren erzählt von der Ynglinga-Dynastie. Die Ynglingas waren Könige, die von Freyr abstammten. Er soll um die Geburt Christi gelebt und Gamla Uppsala zu einem Königssitz gemacht haben.
In den 1930er Jahren wurden die königlichen Hügel auf die Jahrzehnte um 500 n. Chr. datiert.
Das Grab links wurde Freyrs Hügel genannt, und das vor Ihnen Odins Hügel – heute nennen wir es den Mittleren Hügel und den Osthügel. Beide wurden 1846-1847 ausgegraben, der Mittlere Hügel nur teilweise. Im Osthügel wurde von der Seite ein Tunnel in den Kernhügel mit der Bestattungsurne gegraben.
Skatan (Skatans fiskeläge) ist eines der ältesten und bekanntesten Fischerdörfer an der schwedischen Ostseeküste (Höga Kusten / Bottensee). Es liegt in der Provinz Västernorrland, etwa 30 Kilometer südlich der Stadt Sundsvall.
Im nahegelegenen Standplatz machten wir für eine Nacht Pause bei unserer Rückfahrt in den Süden. Wir suchten das Restaurant und die Fischräucherei des Ortes und entdeckten eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Ortes und ihrer Einwohnerinnen.
Die Ausstellung in der Alten Netzhütte im Hafen von Skatan ist eine lokale Kultur- und Historienausstellung über das Leben der Fischer und die Entstehung des Ortes. Bereits in den 1990er-Jahren begann eine Forschungsgruppe im Dorf, alte Fotografien, Tonbandinterviews mit Zeitzeugen und historische Dokumente zu sammeln.
Oben links: Strömming bearbeitet in Skata nach einem großen Fang um 1935. Fr.v. Selma Thorell, Åke Björklund, Sven Bergström, Hilda Vahlberg, Birger Nilsson, Anny Zetterberg, Elis Vikström, Johanna Månberg, Selmer Nordström, Elis Romberg, Svea Bergström, Elin Romberg, Elsy Vikström, Anna Vikström, Birger Vikström und Sixten Nilsson Rechts daneben: Jonas Bergström mit seinem Hechtfang, darunter ein wirklich großer Hecht. Rechts darunter: Stolze junge Fischer mit einem großen Hecht am Bootshaus der Familie Sjöberg in Myrbodarna. Links: Donald Sjöbom (geb. 1943) und Göran Sjöberg (geb. 1945). Foto aufgenommen um 1950. Links mitte: Erik Höglin (geb. 1851) vor seiner Fischerhütte in Dosan. Foto aufgenommen in den späten 1920er Jahren. Links unten: Foto aufgenommen um 1950. Busfahrer Oskar Jansson hat sich eine Auszeit vom Busfahren genommen und ist mit seiner Frau Ester zum Fischen auf See.
Vom Skabram Camping fahren wir nach Jokkmokk, ca. 3 km, mit dem Rad, um den einzigen Geocache des Ortes zu heben. Gemütlich radeln wir durch die Stadt zum Museum. Es ist das schwedische Hauptmuseum für die Kultur der Samen sowie Spezialmuseum für die Natur und Geschichte der skandinavischen Gebirgsregion (Fjäll) und des UNESCO-Weltkulturerbes Laponia. Der Name Ájtte stammt aus der lulesamischen Sprache und bedeutet „Vorratsspeicher“.
Die vielseitigen Ausstellungen beleuchten das Leben im Samiland (Sápmi), traditionelles Handwerk (Duodji), die Rentierzucht, Kleidung, Sprache sowie historische Glaubensvorstellungen. Das Museum hat auch viele interaktive Beteiche für Kinder und Erwachsene. Leider waren einige außer Betrieb. Es gibt eine englische Beschriftung der Ausstellungsgegenstände und man kann sich einen deutschsprachigen schriftlichen Guide ausleihen.
Die traditionelle Kleidung der Samen – auf Nordsamisch Gákti (auf Schwedisch Kolt) genannt – ist weit mehr als nur ein praktisches Kleidungsstück für die Arktis. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Identität und funktioniert wie ein visueller Pass: Anhand der Farben, Schnittmuster, Bänder
und Verzierungen lässt sich erkennen, aus welcher Region, welcher Familie und sogar ob die Ursprünglich wurde die Tracht aus Rentierleder hergestellt (Pesk für den harten Winter). Heute besteht sie meist aus blauem, schwarzem oder rotem Wollstoff, manchmal auch Seide oder Samt für festliche Anlässe. Blau ist dabei in vielen Regionen die vorherrschende Grundfarbe. Entlang der Kanten, des Kragens und der Ärmel verlaufen farbenfrohe Bänder in Rot, Gelb, Grün und Blau. Die Anordnung und Breite dieser Bänder verrät genau, zu welchem samischen Sippen- oder Heimatgebiet (Sida) die Person gehört.Person verheiratet ist.
Unser nächstes Ziel ist der Ort Mehamn, den wir nur von unseren Hurtigrutenreisen als nördlichsten Hafen der Schiffsreise kennen. Vom Børselvfjell, wo wir die Nacht verbrachten schlängelte sich die Strasse 888 entlang der Mehamnelva zum Fischerort Mehamn an der Barentsee auf der Nordkinn-Halbinsel.
Auf der Suche nach einem Cafê bevor wir unsere Geocachingtour hier starteten landeten wir im nördlichsten Weihnachtsmuseum der Welt. Hier findet man über 27.000 Weihnachtsartikel, Weihnachtsmann-Figuren (Nisser) und Festtagsdekorationen. Es gilt damit als die größte bekannte private Sammlung dieser Art weltweit. Am Vorabend war hier auch das Public-Viewing vom Spiel der norwegischen Fussballnationalmannschaft und die Nacht dauerte bis 5 Uhr früh. Der Wirt war noch ziemlich mitgenommen und wir bekamen zwei Tassen Cappucicno aus einem kleinen Kaffeeautomaten.
Wir fahren mit der Metrolinie M1 vom Campingplatz ca. 15 Minuten zur Station am Hauptbahnhof. Brigitte hat am Abend vorher mit Reiseführer und Stadtplan eine erste Besichtigungsroute zusammengestellt. Gleichzeitig nutzte sie auch das Geocachingangbot der örtlichen User:innen bei der Planung.
Der Bahnhof ist der zentrale Knotenpunkt des Nah- und Fernverkehrs in der Region Helsinki und ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Er wurde von Eliel Saarinen entworfen und 1919 eröffnet. Das Gebäude besteht fast vollständig aus finnischem Granit und ist für seine markante Turmuhr sowie die Statuen am Haupteingang bekannt. Sein Stil verbindet nationale Romantik mit Elementen des Jugendstils. Täglich passieren etwa 200.000 Menschen den Bahnhof, was ihn zu einem der meistbesuchten Gebäude Finnlands macht.
Die drei Schmiede – ein Tribut an die Arbeit?
Der Hintergrund von Bürogebäuden und Strassen Leben wurde wegretuschiert.
Felix Nylund wählte drei Bronzestatuten, die auf einem Granitblock stehen, und soll finnische Handwerkskunst und Widerstandsfähigkeit darstellen. Die Einschläge von Granatsplittern während des Krieges wurden hier bewusst nicht entfernt. In einem Artikel von World City Trail steht:
Die drei Schmiede sind nicht nur Figuren der Arbeit, sondern repräsentieren auch das breitere Ethos der Arbeiterklasse, das für die Entwicklung Finnlands entscheidend war. Ihre Darstellung ist ein Zeugnis für die Würde der Arbeit, ein Konzept, das in der finnischen Gesellschaft sehr geschätzt wird… Diese Liebe zum Detail lädt den Betrachter dazu ein, über die harte Arbeit und die Aufopferung nachzudenken, die ihrem Handwerk zugrunde liegen.
Im Frühjahr 2020, während der COVID-19-Pandemie, wurde den drei Schmieden ein Mund-Nasen-Schutz angelegt und eine Nachbildung des Coronavirus auf den Amboss der Statue gelegt, sodass es wirkte, als zerschlügen die Schmiede das Virus. In der Weihnachtszeit bekommen sie die typische Weihnachtsmannhaube. Ich selbst habe einmal einen Tag in einer Kunstschmiede gearbeitet, wo ich mir als „Geburtstagsgeschenk zum 50er ein Schwert schmieden durfte. Solch stolze männliche Figur gab ich sicherlich nicht ab, sondern war anschliessend fertig vom Hämmern und Schleifenund ichkonnte dabei oft einen Federhammer nutzen.
Das Krone Gefängnis, Vita Björn (Weißer Bär), in Kastelholm wurde in 1784 gebaut, und wurde bis 1975 als Untersuchungsgefängnis benutzt, bis es durch eine neue Anlage ersetzt wurde. Wirnutzen den Text, der uns am Eingang zur Verfügung gestellt wurde. Die doppelseitigen Erklärung haben wir kopiert und nutzen sie auszugsweise für unseren Eintrag.
Im Gefängnis sind vier Zellen eingerichtet, welche die aufeinanderfolgenden Zeitperioden repräsentieren: 1800, 1850, 1900 und 1950. Der Flur in der Mitte war ursprünglich eine Wachstube, konnte jedoch, wenn die Notwendigkeit bestand, als Zelle verwendet werden.
In diesem Zimmer sind Fesseln und Fußschellen aus verschiedenen zeitlichen Perioden zu sehen. Die mit langen Kettengliedern sind eine ältere Variante, und die mit runden Kettengliedern sind neuere. Die Hand-Fesseln mit Schrauben sind die älteste. Am Fenster sind verschiedene Werkzeuge zu sehen, um den Gefangenen das Eisen anzulegen oder abzunehmen.
Das Rechtssystem und die Art und Weise wie Gesellschaften mit verurteilten Menschen umgehen ist für mich immer ein Spiegelbild und einer der Gradmesser für die Qualität dieser Gesellschaft. Klar ist, dass es auch hier historische und soziale Entwicklungen zu berücksichtigen gibt. In Ländern wie den Iran, die USA, China und Russland als Beispiele, wo die Todesstrafe vollzogen wird, halte ich nach wie vor unzivilisiert und sie haben ein möderisches Rechtssystem. Aber auch die letzten Ereignisse in österreichischen Gefängnissen sind höchst aufklärungswürdig.
Kein Rollen, kein Fliegen, sondern in Hochgeschwindigkeit Schweben – die Magnetschwebebahn „Transrapid“ erregt unser Interesse. Ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes am Reisemobile-Stellplatz in Lathen befindet sich die ehemalige Firma, wo die Bahn entwickelt und gebaut wurde. Heute steht am Rande der langsam verfallenden Industrieruine ein ehrenamtlich geführtes Museum, das auf die Errungenschaften der hier geschaffenen technologischen Entwicklung hinweist. Die letzten Meter dorthin wandern wir entlang eines ehemaligen Teilstücks der Schwebebahn.
Chinesische Ingeneur:innen haben die Technik weiter entwickelt und der Transrapid Shanghai (Shanghai Maglev) ist eine Magnetschwebebahn-Strecke, die auf 30 km von der Station Longyang-Straße (in einem Außenbezirk Shanghais, die zum Shanghai Pudong International Airport führt.
„Noch in den 1880er Jahren beschränkte sich die Nutzung der nordwestdeutschen Moore in der Hauptsache auf Schafweide, Torfgewinnung und Buchweizenanbau mittels Brennkultur. Die Torfgewinnung geschah zumeist für den eigenen Bedarf; für den Verkauf wurde nur in solchen Mooren Torf gewonnen, die nicht zu weit von Städten und Dörfern entfernt lagen. Versuche, dem Torf ein größeres Absatzfeld zu schaffen, um ihn etwa für den Eisenbahnbetrieb oder für die Industrie zu verwerten, scheiterten aufgrund der Konkurrenz durch die Kohle.
Weite Teile des Emslandes waren ohne befestigte Straßen; im Winter waren die Sand- und Moorwege oft wochenlang unpassierbar. Die Bausubstanz vieler Häuser in den Mooren bestand aus wiederverwendeten Holzbalken alter Häuser und Lehm, das Dach aus bemoostem Stroh oder Erdplaggen.
Nach unseren diversen Knieoperationen nutzen wir als erste Gelegenheit Graz als Zielort für einen einwöchigen Aufenthalt mit dem Wohnmobil. Inspiriert vom Kulturangebot der steirischen Kultur-Lots:innen des VÖGB gestalten wir u s ein Programm mit Kultur – Geschichte – Geocaching und Erholung..
Wir machen eine Zwischenstation in Skara um unsere Vorräte aufzufüllen. Nach dem zweiten Frühstück besuchen wir das Freilichtmuseum, das zum Västergötlandsmuseum gehört. Am Gelände befinden sich ca. 30 Objekte, die während der Woche jetzt im August nur teulweise zugänglich waren.
Die Windmühle wurde vermutlich 1861 erbaut und gilt als das letzte seiner Art in Västergötland. Bei dem Sägewerk handelt es sich um eine Einblatt-Gattersäge, die mit Windkraft betrieben wurde.
Brigitte ist ein wahrer Fan von Freilichtmuseen. Ich denke am liebsten würde sie sich gerne in die jeweilige Zeit „zurückbeamen“, um die Menschen und den Betrieb des Gebäudes zu erleben. Oft wird mir mein Alter bewusst, wenn ich Dinge aus meiner Jugend in der Landgemeinde erkenne.