In einem Artikel lassen sich unsere Erlebnisse in Helsinki gar nicht zusammenfassen. Jetzt einmal zu Kunst und Kultur. Ein grosser Park ist nach ihm benannt. Busreise kommen hier Tourist:innen vorbei, um sich das Denkmal anzusehen.
Jean Sibelius gilt als einer der bedeutendsten Komponisten Finnlands und ist einer der wenigen, die über die Grenzen ihrer Heimat hinaus berühmt wurden. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem durch sein Violinkonzert d-Moll op. 47 sowie seine sinfonischen Dichtungen bekannt, in denen er u. a. Themen aus der finnischen Sagenwelt und Mythologie verarbeitete, wie z. B. aus dem Nationalepos Kalevala.
Personen wurden mittels KI wegretuschiert
Das Denkmal wurde von der Künstlerin Eila Hiltunen entworfen und 1967 eingeweiht. Das Denkmal besteht aus über 600 hohlen Stahlröhren, die zusammen wie eine Orgel wirken und die kreative musikalische Schaffenskraft Sibelius symbolisieren Es befindet sich im Sibelius–Park im Stadtteil Töölö.
Wenn man seine Zusammenfassung über seine Lebensgeschichte liest. Ein Mann voll innerer Zerrissenheit, Zweifel und Schaffenskraft. In Favoriten gibt es bei uns eine Sibeliusszrasse.
Wir fahren mit der Metrolinie M1 vom Campingplatz ca. 15 Minuten zur Station am Hauptbahnhof. Brigitte hat am Abend vorher mit Reiseführer und Stadtplan eine erste Besichtigungsroute zusammengestellt. Gleichzeitig nutzte sie auch das Geocachingangbot der örtlichen User:innen bei der Planung.
Der Bahnhof ist der zentrale Knotenpunkt des Nah- und Fernverkehrs in der Region Helsinki und ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Er wurde von Eliel Saarinen entworfen und 1919 eröffnet. Das Gebäude besteht fast vollständig aus finnischem Granit und ist für seine markante Turmuhr sowie die Statuen am Haupteingang bekannt. Sein Stil verbindet nationale Romantik mit Elementen des Jugendstils. Täglich passieren etwa 200.000 Menschen den Bahnhof, was ihn zu einem der meistbesuchten Gebäude Finnlands macht.
Die drei Schmiede – ein Tribut an die Arbeit?
Der Hintergrund von Bürogebäuden und Strassen Leben wurde wegretuschiert.
Felix Nylund wählte drei Bronzestatuten, die auf einem Granitblock stehen, und soll finnische Handwerkskunst und Widerstandsfähigkeit darstellen. Die Einschläge von Granatsplittern während des Krieges wurden hier bewusst nicht entfernt. In einem Artikel von World City Trail steht:
Die drei Schmiede sind nicht nur Figuren der Arbeit, sondern repräsentieren auch das breitere Ethos der Arbeiterklasse, das für die Entwicklung Finnlands entscheidend war. Ihre Darstellung ist ein Zeugnis für die Würde der Arbeit, ein Konzept, das in der finnischen Gesellschaft sehr geschätzt wird… Diese Liebe zum Detail lädt den Betrachter dazu ein, über die harte Arbeit und die Aufopferung nachzudenken, die ihrem Handwerk zugrunde liegen.
Im Frühjahr 2020, während der COVID-19-Pandemie, wurde den drei Schmieden ein Mund-Nasen-Schutz angelegt und eine Nachbildung des Coronavirus auf den Amboss der Statue gelegt, sodass es wirkte, als zerschlügen die Schmiede das Virus. In der Weihnachtszeit bekommen sie die typische Weihnachtsmannhaube. Ich selbst habe einmal einen Tag in einer Kunstschmiede gearbeitet, wo ich mir als „Geburtstagsgeschenk zum 50er ein Schwert schmieden durfte. Solch stolze männliche Figur gab ich sicherlich nicht ab, sondern war anschliessend fertig vom Hämmern und Schleifenund ichkonnte dabei oft einen Federhammer nutzen.
Auf unserem Weg nach Helsinki machen wir Station in Ekenäs, Offiziell ist die Stadt Ekenäs zweisprachig mit Schwedisch als Mehrheits- und Finnisch als Minderheitssprache. Auf Finnisch heisst die Stadt Tammisaari. Anfang 2009 vereinigte sich Ekenäs mit Karis und Pohja zur neugegründeten Stadt Raseborg.
Etwas außerhalb des Zentrums im Wald nahe Dragsvik befindet sich das größte Massengrab Finnlands. Hier wurden die rund 3.000 Opfer des Lagers von 1918 verscharrt. Im Sommer 1918 waren hier im Lager zeitweise fast 8.700 Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen eingepfercht, es waren etwa 11% aller gefangenen Roten. Mehr dazu hier…
Direkt neben der Gedenkstätte zu den Opfern des Gefangenenlagers in Ekenäs (Tammisaari) wurde 2009 eine Ausstellung eröffnet. Brigitte und ich, haben versucht soviel an Informationen von den finnisch- und schwedischsprachigen Tafeln für uns zu gewinnen. Die Finnische Arbeiterpartei wurde 1899 in Åbo auf einer Versammlung von Gewerkschaftsvertretern gegründet. Auf der Versammlung in Forssa im Jahr 1903 wurde die Arbeiterpartei in Sozialdemokratische Partei Finnlands umbenannt. Bei dieser Gelegenheit wurde ein sozialistisches Programm verabschiedet. Mehr dazu…
Am Hafen von Ekenäs
Ekenäs ist auf Grund der Lage und des Schärengartens heute ein beliebtes Seglerrevier. Der heutige Gasthafen war früher ein wichtiger Bestandteil zur Ernährung der Bevölkerung als Fischereihafen.
Karesuando (finnisch: Karesuvanto, nordsamisch: Gárasavvon) liegt 300 km nördlich des Polarkreis am Muonio älv. Der Fluss bildet die natürliche Staatsgrenze zwischen Finnland und Schweden.
Rechts die schwedische Kirche
Wir durchfahren eine tundraartigevLanschaft, die anfangs von niedrigen Birken geprägt ist. Je weiter südlich wir kommen, umso mehr Nadelbäume sehen wir. Das nasse Wetter der letzten Tage waren „Festtage“ für unsere Lieblingsbegleiter hier in diesem Gebiet. Die Moskitos erfreuen sich der wundersamen Vermehrung. Wir checken ein am nördlichsten Campingplatz in Schweden.
Wir nehmen die Schotterpiste zurück von Kätkavaara und treffen in Loue auf die E75, weiter auf der 927 (Arpelantie) und Strasse 21 südwärts in Skandinavien. In Tornio fahren wir über die finnische-schwedische Grenze und sehen als erstes eine riesige IKEA-Filiale mit hunderten Autos und vielen Wohnmobilen zum Einkauf mittags am Sonntag. Westwärts weiter treffen wir erstmals auf den Kalixälven dem wir auf der BD 744 bis Kamlunge folgen.
Zur Entspannung und zum besseren Kennenlernen meiner Umgebung schnappe ich mir meine Kamera und gehe und paar Meter. Beim betrachten der Welt um mich folge ich manchmal dem Ratschlag von Sonja R. Betrachte die Welt von oben – WIE EIN VOGEL – betrachte die Welt heftig, wütend und zornig – WIE EIN STIER – betrachte die Welt von unten – WIE EINE AMEISE. Nun ein paar Fotos dazu.
Wir rollen gemütlich über eine Schotterpiste zum Campingplatz in Kätkävaara. Da die Strasse kaum Schlaglöcher hat und sehr wenig Verkehr ist, können wir entspannt uns auf den CP freuen. Immer wieder sehen wir am Straßenrand riesige weiße Transparente mit einem Elch und der Aufschrift Elchsafari.
Wir suchen uns hinter der Lodge ein gemütliches Plätzchen für die nächsten beiden TageWeiterlesen →
Wir starten mittags vom CP „Wild Lapland“ (66°14′49.9″N 24°54′10.12″E) und es geht sofort ein kurzes Stück steil bergauf. Die Station, wo ab September die Nordlichtsafari stattfindet, lassen wir rechts liegen. Wir landen bei einem riesigen Geröllfeld.
Der gelben Markierung folgen wir über die Steinwüste.Weiterlesen →
Nach dem Stone Age Center geht es weiter nordwärts in das Rentierzüchtergebiet das beginnende Lappland. Prompt präsentieren sich auch einige Exemplare auf der Fahrt zum Campingplatz.
Wir tauchen ein in die Natur Lapplands. Lange gerade Straßen, Kiefern, Föhren, Birkenwälder und natürlich unsere treuen BegleiterInnen der nächsten Tage, Gelsen. Der Campingplatz liegt am Kivarinjoki, der in den Kivarinjärvi fließt.
Wir wählen eine Route, die uns von den Küstengebieten mehr in das Landesinnere von Finnland bringt. Über Kiiminiki überqueren wir den gleichnamigen Joki und schwenken auf die Straße 849 nordwärts. Am Waldrand sehen wir das erste Rentier unserer Reise, fast schwarz und es knabbert gemütlich an Blättern von einem Busch. Nach dem Passieren zahlreicher Baustellen heben wir in Yli-li den Cache Tervetuloa Yli-Iihin – GC4F4EX von H&O<3. Bald darauf treffen wir in Kierikkikeskus beim Stone Age Center ein.