Da die Entfernungen in Lappland gigantisch sind und die samische Bevölkerung sehr verstreut lebte, war der sonntägliche Gang zur Kirche im 18. und 19. Jahrhundert eine halbe Weltreise. Die Menschen reisten oft tagelang mit Booten oder Rentierschlitten an.

Um vor Ort zu übernachten, bauten sich die einzelnen Samenfamilien eigene kleine Holzhütten direkt in der Nähe der Kirche. Genutzt wurden sie vor allem an großen kirchlichen Feiertagen, aber auch, um Märkte zu besuchen, Steuern zu zahlen oder Gerichtsverfahren zu führen.

Die Kirchhütten sind alte Gebäude im Besitz samischer Familien. Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände eine Gerichtshütte (heute ein Souvenirladen) und die Hütte des Vogts (heute ein Cafê mit guten Waffeln) Die Hütten waren bis Mitte der 1940er Jahre in Gebrauch und einige wurden zwischendurch an andere Orte versetzt. An ihren ursprünglichen Standorten befinden sich die Gerichtshütte und die Hütte des Katecheten Holmberg. Die Kirchhütten stehen unter dem Schutz der finnischen Denkmalschutzbehörde (Museovirasto).
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