Zwischen all den Reiseberichten, die ich noch nachzuholen habe, ein paar Impressionen von einem gemütlichen Spaziergang mit Brigitte und Sabrina an der Donau und durch den Prater in Wien. Nach den warmen Sonnentagen am Beginn des Oktober kündigte sich die übliche Witterung für diese Jahreszeit an. Hoffentlich Regen, den wir so dringend brauchen.

Diese Wandbild steht laut Beschreibung für Vatersein, den Generationenwechsel, die Weitergabe von Wissen und Zusammenhalt bzw. Liebe (symbolisiert auch durch das kleine rote Herz auf der Maske der Figur). Es ist im September 2024 im Rahmen des Calle Libre Street Art Festivals entstanden.


Am gegenüber liegenden Ufer die charakteristischen Daubelhütten, die von der tief stehenden Sonne kräftig beleuchtet werden. Diese Hütten sind eine Wiener Besonderheit und haben eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Man findet sie an verschiedenen Abschnitten der Donau und der Donauinsel.

Das ist das Wiener Stadtwappen aus der Kaiserzeit an der Fassade des ehemaligen Getreidespeichers am Handelskai 269 (1020 Wien), in dem sich heute das Hotel Hilton Vienna Danube Waterfront befindet.
Der Speicher (1911-13 erbaut) galt seinerzeit als hochmoderner Funktionsbau zur Sicherung der Lebensmittelversorgung Wiens. In den 1980er-Jahren wurde der historische Backstein- und Stahlbetonbau umgebaut und als Hotel neu eröffnet.


Das Wandgemälde wurde an der Südwand des Wohnblocks Eveline-Andrlik-Hof in der Leopoldstadt (Stadion) angebracht. Das rund 350 m² große Kunstwerk wurde von den Künstlern Georg Schuchlenz, Jonas Günter Fliedl und Emilio Epstein geschaffen. Es wurde zu etwa 90 % mit dem Pinsel gemalt und zu 10 % gesprayt.

Am Weg entdeckten wir diese Fassadengestaltungen als vergrößertes Kunstwerke wie aus einem Kinder-Malbuch.

Zum Abschluss noch „Street-Art“ als „humorvolle Provokation“, die die Aufmerksamkeit von Sabrina erregt hat. Strikte Hierarchien, Bürokratie und Fremdbestimmung erzeugen oft Zwänge, Resignation und schlechte Laune. Die Anspielung zur Anarchie (im Sinne von Herrschaftsfreiheit, nicht Gesetzlosigkeit) auf diesem Bild bricht diese starren Formen auf. Sie lädt dazu ein, im Moment zu leben und die Fülle des Daseins zu feiern. Die „gute Laune“ ist hier die dyonysische Lebensfreude (Nietzsche) – das unbändige Ja zum Leben trotz oder gerade wegen der Abwesenheit vorgegebener Regeln.
Ein grosses Dankeschön an Sabrina für den herrlichen Brunch, den wir bei ihr geniessen durften. Ein toller Start in den Herbst mit ihr.