Schloss Kastelholm der „Schlüssel zu Schweden“

Bei unserer Weiterfahrt auf den Ålandinseln besuchen wir Schloss Kastelholm. Beim Eingang werden wir auf deutsch begrüßt. Der Portier war als Kind vor 53 Jahren 10 Monate in Wien, weil seine Mutter dort beruflich tätig war.

Dieses Bild stammt aus einer Broschüre. In Finnland gibt es nur wenige Schlösser, deshalb ist Kastelholm nicht nur touristisch sondern auch historisch wichtig. Sie ist auch die einzige Burg auf den Ālandinseln.

Die Burg wurde Ende des 14. Jahrhunderts (ca. 1384) erbaut und diente über Jahrhunderte als strategisch wichtiger Außenposten des schwedischen Reiches. Sie wurde im Laufe der Zeit mehrfach belagert, erweitert und im Jahr 1745 durch einen verheerenden Brand weitgehend zerstört.

Kastelholm erlebt seine Blütezeit. In historischen Schriften wird die Festung oft als „Schlüssel zu Schweden“ bezeichnet, da sie ein unverzichtbarer Vorposten zur Verteidigung Stockholms war. Sie wird mehrfach belagert (unter anderem 1507 von den Dänen) und von König Gustav Vasa stark ausgebaut. Vasa nutzt die umliegenden Wälder exklusiv für königliche Jagdausflüge.

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Mariehamn II

Wir nutzten unseren Aufenthalt am Campingplatz in Mariehamn auch für den ersten Wäschetag. Nach vier Wochengehen die textilen Vorräte langsam aus. Dazwischen immer wieder Rad – Geocaching – Touren.

Die Pommern am Westhafen von Mariehamn

Am Campingplatz haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, die erstmals mit einem Camper unterwegs sind. Beide sind bereits seit über 30 Jahren beieinander und testen einmal das Camper:innenleben. Er hat schon einiges hinter sich gebracht. Er hat mit dem Fahrrad den gesamten amerikanischen Kontinent von Anchorge in Alaska bis Feuerland in Südamerika durchquert. Nach diesem Urlaub fliegt er sofort nach Kirkenes, um mit den Fahrrad bis Portugal zu fahren.

Da gehen wir es in Mariehamn gemütlicher an. Eine unserer Stationen beim Geocaching war diese Büste.

Die Witwe Gustava Andersson, geboren in Vardó, leitete ab 1883 22 Jahre lang das Seemannsheim in Mariehamn, das bis 1904 in ihrem Nachbarhaus untergebracht war. Das Heim war für die Seeleute, die auf ihre Anheuerung, ihre Offiziersernennung oder die Abfahrt zu den Segelschiffen warteten, von großer Bedeutung. Gustava genoss hohes Ansehen und war bei ihren Gästen sehr beliebt, die ihr sogar den Spitznamen „Stava-Tante“ gaben. (Info von der Tafel nebenan)

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Mariehamn und die Attacke der Seeschwalbe

Unsere erste Tour in Mariehamn findet bei wechselhaften Wetter statt, sodaß wir weiter entfernte Ziele nicht anpeilen. Wir wechseln zwischen der Ost- j d Westküste und nutzen das Angebot der heimischen Geocacher:innen, die uns interessanten Punkten führen. Mariehamn ist das Verwaltungszentrum der Ålandinseln, Sitz des Lagtings (Parlaments der autonomen Provinz Åland) und liegt auf der Hauptinsel Fasta Åland.

Panoramaaufnahme der Westküste

Museum oder Bootswerft – hier wurden in den letzten Jahrzehnten 30 verschiedene Holzboottypen gebaut. Wir treffen um ca. 11:00 ein. Mein erster Weg ist in einen Shop, um Postkarten und Briefmarken zu erwerben. dann nutzen wir die Stationen eines Adventure Labs,

In der gesamten Seefahrtsgeschichte Ålands

waren die Lotsen sehr wichtig, damit Schiffe die tausenden Gebiete des Archipels sicher passieren konnten. Heute werden sie mit modernen Booten zu den Schiffen geschickt. Hier ist ein Beispiel eines älteren Lotsenbootes aus Nyhamn.

Bei der fünften Station mussten wir für die Lösung zur Kapelle (das weiße Gebäude am Bild oben). Wie aus dem Nichts wurden wir plötzlich von Küstenseeschwalben attackiert. Aus Island wissen wir, dass die Schwalben hemmungslos zupacken und einen verletzen können. Beim Rückweg von der Kapelle sehen wir die Ursache des Angriffs. Ein Schealbenpaar brütet hier mitten am Weg ihre Eier aus.

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Grisslehamn – im „Warteraum“ auf die Fähre

Nach einer sehr kurzen Fahrt von Camping Bergby erreichen wir Grislehamn über die Trästabron (Trästabrücke) auf der Insel Väddo an der Ostseeküste des Ålandmeer. Bereits 2019 wählten wir diesen Ort als Ausgangspunkt für unseren Besuch der Åland Inseln.

Für unsere Tour durch den Ort nutzten wir die längere regenerierte Zeit am späteren Nachmittag.

Drei Themen beschäftigten uns bei dem Rundgang. Besonders präsent waren die Ereignisse der ehemaligen Postbootroute.

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Rad-Geocaching-Tour nach Hallstavik

Wir radeln nach Hallstavik, ca. 13 km entfernt vom CP Bergby. Bei der Hinfahrt machen wir einen Umweg durch die schwedische Waldlandschaft, aber wie gesagt, Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Hallstavik gehört zur Gemeinde Norrtälje und liegt etwa 60 km nordöstlich von Uppsala.

Dominiert wird der Ort von der Papierfabrik Hallsta, die ein Teil des Geschäftsbereichs Holmen Paper ist. Die Fabrik verfügt über zwei Papiermaschinen, die TMP-basiertes Papier für verschiedene Endverbrauchersegmente, z.B. Bücher und Zeitschriften, produzieren. Der Ort selbst ist eine riesige Arbeiter:innensiedlung mit den dafür notwendigen Dienstleistungen.

Auffällig sind die weißen Skulpturen in der Ortsmitte, wo wir nicht genau wissen, sollen grosse Hunde oder kleine Eisbären darstellen.

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Die Oldtimer am Schloss in Vadstena mit der Hl. Birgitta

Nach einer heftigen Regentour sind wir am Vännern in Östergötland in Vadstena am Womo-Stellplatz am Yachthafen gut angekommen. Zeitweise regnet es nach wie vor sehr heftig. Von oben kommt Wasser – vor u s der riesige Vännern See – neben uns das Wasserschloss mit seinem Burggraben. Trotzdem wagen wir einen ersten Spaziergang Arm in Arm unter einem großen GPA-Regenschirm eng aneinander geschmiegt. Da soll einer sagen, dass Fegen nicht romantisch wäre.
Am nächsten ist alles anders. Während der Morgenstunden haben heftige Windböen eine Wetterveränderung angekündigt. ausserdem fehlte das rhythmische Klopfen der Regentropfen. Nach dem Indoor-Frühstück starteten wir unsere Geocaching-Besichtigungstour.

Blick auf Vadstena vom Leuchtturm aus bei der Hafeneinfahrt

Eine Hauptattraktionen des Ortes ist das Wasserschloss. Schloss Vadstena wurde im Auftrag von Gustav Wasa in den Jahren 1545–1620 erbaut. Schloss Vadstena zählt zu den am besten erhaltenen Wasaburgen (gemeinsam mit Schloss Gripsholm und Schloss Kalmar) und ist die „eigentliche“ Renaissanceburg Schwedens.

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Kunst – Arbeitswelt und ein Freilichtmuseum in Ljungby

Wir sind wieder zurück in Schweden. Nach einer Fährfahrt (Puttgarden – Rødby Havn), einer Übernachtung auf einem tollen Stellplatz Solbakken und der Überfahrt auf der Öresundbrücke, verbringen wir zwei Nächte in Ljungby.

Die erste Station ist der Hembyggsparken eine Art Freilichtmuseum, das auch gleichzeitig Veranstaltungszentrum ist.

Ryggstuga A stammt aus Åbjörnaboda und wurde dem Ljungby Hembyggsförening geschenkt. Diese Hütte wurde später mit einer Dachbodenhütte aus Tryggsberg zur Högloftstuga zusammengelegt. Ryggstuga B stammt aus Torset und erhielt 1930 ihren heutigen Standort.

Auf der Bühne des Freilichtmuseum probte gerade eine Schulklasse ein Musikstück. Es war super anzusehen wie die Lehrer:innen versuchten dem Ganzen etwas Schwung zu geben und die Kids mit selbst gebauten Schlaginstrumenten zusätzlich „Pepp“ verliehen.

Das Denkmal von Astrad und Götrad, die angeblich die ersten Einwohner von Ljungby waren. Dieses Denkmal entdeckten wir in der Innenstadt.

Ljungby bekam 1936 Stadtrechte. 1953 zerstörte ein Brand große Teile von Ljungbys Innenstadt. Die beim Wiederaufbau im modernen Stil errichteten Gebäude werden auch heute noch stark diskutiert.

Heute interessierte mich wie wird Arbeit in einer Industriestadt künstlerisch im öffentlichen Raum dargestellt. Ein paar interessante Beispiele fanden wir.

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Fedderwardersiel – mein erstes Fischbrötchen und unsere erste Strandbar

Nach den Emslagern gönnten wir uns einen „Erholungstag“ an der Nordseeküste in Fedderwardersiel. Während der Anreise hörten wir im Radion auf „Bremen 1“ öfters die Warnung vor sehr starken, gewittrigen Regenschauern in Verbindung mit Sturmböen. Von diesen Wetterkapriolen blieben wir verschont, aber das Wetter zeigte sich von der wechselhaften Seite.

Diese Aufnahme nach der Ankunft zeigt gut das Wetter.

Der Hafen Fedderwardersiel wurde im Jahre 1823 als Handelshafen eröffnet. Zwischen 1840 und 1890 war der Hafen an der Außenweser von Bedeutung – Schiffe aus ganz Europa und Afrika liefen hier ein. 
Ende des 19. Jahrhunderts verlor der Handelshafen an Bedeutung, da Güter jetzt mehr auf der Straße transportiert wurden.

Einige Menschen verließen darauf Fedderwardersiel, während andere versuchten ihren Lebensunterhalt mit der Fischerei zu verdienen. So entwickelte sich im Laufe der Zeit die Schleppnetzfischerei. Diese wird noch heute von hier ansässigen Fischern betrieben. 8Die Beschreibung der Ownerin zum Adventure Lab).

Beim Rundgang am nächsten Tag mussten wir zwar mehrmals vor dem Regen uns unter regendichtere Plätze zurück ziehen. Die Regenschauer waren meist heftig dauerten aber nur kurze Zeit. Mein erstes Fischbrötchen mit Matjes konnte ich trotzdem am Fischeagen, wo großer Andrang herrschte, bekommen.

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Grande Canale in Papenburg

Nach den zahlreichen Besuchender Gedenkstätten der verschiedenen Moorlager im Emsland brauchten wir wieder etwas Abstand von den Grausamkeiten der Nazis. Wir nutzten dabei die Vorschläge der Geocacher:innen mit ihren Adventure Labs.

Die Fotos täuschen etwas über das tatsächliche Wettergeschehen hinweg. In Wirklichkeit suchten wir bei den durchziehenden Regenschauern einen Unterstand, wo wir wieder besseres Wetter abwarteten.

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Der Transrapid im Emsland

Kein Rollen, kein Fliegen, sondern in Hochgeschwindigkeit Schweben – die Magnetschwebebahn „Transrapid“ erregt unser Interesse. Ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes am Reisemobile-Stellplatz in Lathen befindet sich die ehemalige Firma, wo die Bahn entwickelt und gebaut wurde. Heute steht am Rande der langsam verfallenden Industrieruine ein ehrenamtlich geführtes Museum, das auf die Errungenschaften der hier geschaffenen technologischen Entwicklung hinweist.
Die letzten Meter dorthin wandern wir entlang eines ehemaligen Teilstücks der Schwebebahn.

Chinesische Ingeneur:innen haben die Technik weiter entwickelt und der Transrapid Shanghai (Shanghai Maglev) ist eine Magnetschwebebahn-Strecke, die auf 30 km von der Station Longyang-Straße (in einem Außenbezirk Shanghais, die zum Shanghai Pudong International Airport führt.

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