Vom Skabram Camping fahren wir nach Jokkmokk, ca. 3 km, mit dem Rad, um den einzigen Geocache des Ortes zu heben. Gemütlich radeln wir durch die Stadt zum Museum. Es ist das schwedische Hauptmuseum für die Kultur der Samen sowie Spezialmuseum für die Natur und Geschichte der skandinavischen Gebirgsregion (Fjäll) und des UNESCO-Weltkulturerbes Laponia. Der Name Ájtte stammt aus der lulesamischen Sprache und bedeutet „Vorratsspeicher“.


Die vielseitigen Ausstellungen beleuchten das Leben im Samiland (Sápmi), traditionelles Handwerk (Duodji), die Rentierzucht, Kleidung, Sprache sowie historische Glaubensvorstellungen.
Das Museum hat auch viele interaktive Beteiche für Kinder und Erwachsene. Leider waren einige außer Betrieb. Es gibt eine englische Beschriftung der Ausstellungsgegenstände und man kann sich einen deutschsprachigen schriftlichen Guide ausleihen.
Die traditionelle Kleidung der Samen – auf Nordsamisch Gákti (auf Schwedisch Kolt) genannt – ist weit mehr als nur ein praktisches Kleidungsstück für die Arktis. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Identität und funktioniert wie ein visueller Pass: Anhand der Farben, Schnittmuster, Bänder
und Verzierungen lässt sich erkennen, aus welcher Region, welcher Familie und sogar ob die Ursprünglich wurde die Tracht aus Rentierleder hergestellt (Pesk für den harten Winter). Heute besteht sie meist aus blauem, schwarzem oder rotem Wollstoff, manchmal auch Seide oder Samt für festliche Anlässe. Blau ist dabei in vielen Regionen die vorherrschende Grundfarbe.
Entlang der Kanten, des Kragens und der Ärmel verlaufen farbenfrohe Bänder in Rot, Gelb, Grün und Blau. Die Anordnung und Breite dieser Bänder verrät genau, zu welchem samischen Sippen- oder Heimatgebiet (Sida) die Person gehört.Person verheiratet ist.
























