Pause am Luhankajärvi und der Kärkisten-Brücke

Auf zweiten Etappe nach Helsinki machen wir Pause am Luhankajärvi. Der See ist etwa 2 km lang und rund 500 Meter breit und hat eine Fläche von ca. 0,44 km2 .

Lt. Recherche1 ist der See ein kulturhistorisches Denkmal der finnischen Binnenkolonisation. Er markiert präzise den Ort, an dem sich die Wildnis Mittelfinnlands im 15. und 16. Jahrhundert in eine sesshafte Kulturlandschaft verwandelte.

Wir geniessen hier am Parkplatz, der gleichzeitig die Bushaltestelle ist, unseren Kaffee und die beiden Muffin. Immer wieder hören wir es in Ufernähe plätschern und dabei schaut eine Flosse etwas aus dem Wasser – hier ist ein Räuber interwegs,

Weiter zur Kärkisten Brücke

Eine Geocaching-Tour im Pulkkilanharju-Naturlehrpfad

Der Pulkkilanharju-Naturlehrpfad (finnisch: Pulkkilanharjun luontopolku) ist eines der bekanntesten Wanderziele im Päijänne-Nationalpark in Südfinnland. (Foto: mit der Karisalmi Brücke von Lähde: Bergfex)
Wir nutzen den Parkplatz direkt nach der Brück als Ausgangspunkt für unsere Wanderung (61.2929, 25.5329). Der Nationalpark wurde 1993 eröffnet und umfasst 14 Quadratkilometer.

Ein Adventure Lab geht entlang des Naturlehrpfads ca. 2,2 km – 2,4 km). Dabei gilt es entlang des Weges an bestimmten Informationstafeln Fragen zu beantworten. Mit dem Übersetzungsprogramm Finnisch-Deutsch manchmal eine Herausforderung. Wir erweitern unsere Tour um den Harju-Pfad (ca. 4,4 km – 4,7 km).

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In Helsinki pulsiert das Leben

Obwohl wir schon einige hundert Kilometer von Helsinki entfernt sind, noch eine Nachbetrachtung von unserem Besuch in Helsinki. Während unseres Besuchs spürten wir auch wie das Leben hier in Der Stadt pulsiert. Wir hatten das Glück an dem Wochenende in Helsinki zu sein, als die Pride stattfand.

Die Parade startete um 12:00 Uhr auf dem Senatsplatz. Sie war einfröhlicher, farbenfroher und lauter Protest für die Rechte, Gleichstellung und Inklusion von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten. Wir Stande am Platz bei den drei Schmieden. Viele junge Menschen und aus unserer Wahrnehmung mehrheitlich Frauen traten für die Rechte von LGBTQIA+ ein.

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Helsinki – Musik – Literatur – Sport

In einem Artikel lassen sich unsere Erlebnisse in Helsinki gar nicht zusammenfassen. Jetzt einmal zu Kunst und Kultur. Ein grosser Park ist nach ihm benannt. Busreise kommen hier Tourist:innen vorbei, um sich das Denkmal anzusehen.

Jean Sibelius gilt als einer der bedeutendsten Komponisten Finnlands und ist einer der wenigen, die über die Grenzen ihrer Heimat hinaus berühmt wurden. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem durch sein Violinkonzert d-Moll op. 47 sowie seine sinfonischen Dichtungen bekannt, in denen er u. a. Themen aus der finnischen Sagenwelt und Mythologie verarbeitete, wie z. B. aus dem Nationalepos Kalevala.

Personen wurden mittels KI wegretuschiert

Das Denkmal wurde von der Künstlerin Eila Hiltunen entworfen und 1967 eingeweiht. Das Denkmal besteht aus über 600 hohlen Stahlröhren, die zusammen wie eine Orgel wirken und die kreative musikalische Schaffenskraft Sibelius symbolisieren  Es befindet sich im SibeliusPark im Stadtteil Töölö.

Wenn man seine Zusammenfassung über seine Lebensgeschichte liest. Ein Mann voll innerer Zerrissenheit, Zweifel und Schaffenskraft.
In Favoriten gibt es bei uns eine Sibeliusszrasse.

Weiter mit der Nationalhymne und den Sportlegenden

Helsinki – von der Schmiede zur Bibliothek

Wir fahren mit der Metrolinie M1 vom Campingplatz ca. 15 Minuten zur Station am Hauptbahnhof. Brigitte hat am Abend vorher mit Reiseführer und Stadtplan eine erste Besichtigungsroute zusammengestellt. Gleichzeitig nutzte sie auch das Geocachingangbot der örtlichen User:innen bei der Planung.

Der Bahnhof ist der zentrale Knotenpunkt des Nah- und Fernverkehrs in der Region Helsinki und ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Er wurde von Eliel Saarinen entworfen und 1919 eröffnet. Das Gebäude besteht fast vollständig aus finnischem Granit und ist für seine markante Turmuhr sowie die Statuen am Haupteingang bekannt. Sein Stil verbindet nationale Romantik mit Elementen des Jugendstils. Täglich passieren etwa 200.000 Menschen den Bahnhof, was ihn zu einem der meistbesuchten Gebäude Finnlands macht.

Die drei Schmiede – ein Tribut an die Arbeit?

Der Hintergrund von Bürogebäuden und Strassen Leben wurde wegretuschiert.

Felix Nylund wählte drei Bronzestatuten, die auf einem Granitblock stehen, und soll finnische Handwerkskunst und Widerstandsfähigkeit darstellen. Die Einschläge von Granatsplittern während des Krieges wurden hier bewusst nicht entfernt. In einem Artikel von World City Trail steht:

Die drei Schmiede sind nicht nur Figuren der Arbeit, sondern repräsentieren auch das breitere Ethos der Arbeiterklasse, das für die Entwicklung Finnlands entscheidend war. Ihre Darstellung ist ein Zeugnis für die Würde der Arbeit, ein Konzept, das in der finnischen Gesellschaft sehr geschätzt wird…
Diese Liebe zum Detail lädt den Betrachter dazu ein, über die harte Arbeit und die Aufopferung nachzudenken, die ihrem Handwerk zugrunde liegen.

Im Frühjahr 2020, während der COVID-19-Pandemie, wurde den drei Schmieden ein Mund-Nasen-Schutz angelegt und eine Nachbildung des Coronavirus auf den Amboss der Statue gelegt, sodass es wirkte, als zerschlügen die Schmiede das Virus.
In der Weihnachtszeit bekommen sie die typische Weihnachtsmannhaube.
Ich selbst habe einmal einen Tag in einer Kunstschmiede gearbeitet, wo ich mir als „Geburtstagsgeschenk zum 50er ein Schwert schmieden durfte. Solch stolze männliche Figur gab ich sicherlich nicht ab, sondern war anschliessend fertig vom Hämmern und Schleifenund ichkonnte dabei oft einen Federhammer nutzen.

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Ekenäs oder Tammisaari eine Stadt mit Geschichte/n

Auf unserem Weg nach Helsinki machen wir Station in Ekenäs, Offiziell ist die Stadt Ekenäs zweisprachig mit Schwedisch als Mehrheits- und Finnisch als Minderheitssprache. Auf Finnisch heisst die Stadt Tammisaari. Anfang 2009 vereinigte sich Ekenäs mit Karis und Pohja zur neugegründeten Stadt Raseborg.

Etwas außerhalb des Zentrums im Wald nahe Dragsvik befindet sich das größte Massengrab Finnlands. Hier wurden die rund 3.000 Opfer des Lagers von 1918 verscharrt. Im Sommer 1918 waren hier im Lager zeitweise fast 8.700 Menschen unter unvorstellbaren Bedingungen eingepfercht, es waren etwa 11% aller gefangenen Roten. Mehr dazu hier…

Direkt neben der Gedenkstätte zu den Opfern des Gefangenenlagers in Ekenäs (Tammisaari) wurde 2009 eine Ausstellung eröffnet. Brigitte und ich, haben versucht soviel an Informationen von den finnisch- und schwedischsprachigen Tafeln für uns zu gewinnen.
Die Finnische Arbeiterpartei wurde 1899 in Åbo auf einer Versammlung von Gewerkschaftsvertretern gegründet. Auf der Versammlung in Forssa im Jahr 1903 wurde die Arbeiterpartei in Sozialdemokratische Partei Finnlands umbenannt. Bei dieser Gelegenheit wurde ein sozialistisches Programm verabschiedet. Mehr dazu…

Am Hafen von Ekenäs

Ekenäs ist auf Grund der Lage und des Schärengartens heute ein beliebtes Seglerrevier. Der heutige Gasthafen war früher ein wichtiger Bestandteil zur Ernährung der Bevölkerung als Fischereihafen.

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Unsere Rad – Geocaching – Tour auf Brändö

Die Aufnahme entstand etwas nach 23:00 Uhr am CP.

Nach einer sehr erholsamen Nacht am Campingplatz Fisketorpet in Brändo nutzen wir einen schönen Sommertag bei angenehmen Temperaturen etwas über 20 Grad Celsius zu einer Geocachingtour auf Brändö.

was bei uns der Maibaum ist, wird hier in Schweden und auf Åland zu Midsommar (um den 21. Juni) praktiziert. Es werden Bäume oft intensiver Gestaltung per Handarbeit geschmückt mit Birkenlaub (wie hier) aufgestellt.

Wir sehen viele Menschen auch Jugendliche, die mit Blumenkränzen am Kopf unterwegs sind. Dazu gehört der handgeflochtene Blumenkranz, dessen Blüten oft gemeinsam am Morgen gesammelt werden. Blumen spielen an Midsommar aber nicht nur als Schmuck eine Rolle. Einer alten Tradition zufolge pflücken Singles in der Mittsommernacht sieben verschiedene Wildblumen von sieben unterschiedlichen Wiesen. Gepflückt wird schweigend, um die Wirkung des Brauchs nicht zu zerstören. Wer die Blüten anschließend unter das Kopfkissen legt, soll im Traum der zukünftigen Liebe begegnen.

Weiter bei unserer Geocachingtour

Der Postweg durch die Inselwelt von Brändö

Nach einer Nacht iauf der Insel Kumlinge ging es weiter auf die Insel Brändö. Wie bereits im Artikel über Grisslehamn treffen wir hier oft auf Hinweise auf den alten Postweg von Åbo im heutigen Finnland bis Grisslehamn in Schweden.

Der Gedenkstein, 1995 vom Kulturverein Baggholma errichtet, erzählt die Geschichte der winterlichen Postroute Stockholm–Turku. Auch die russische Armee nutzte diese Route im März 1918 auf ihrem Rückweg vom Åland-Festland nach Russland.

Baggholma wird bereits in Steuerakten aus den 1530er Jahren erwähnt. Im 17. Jahrhundert entstanden entlang der Postroute Gasthäuser, um den Transport von Post und Reisenden zu beschleunigen. Pål Henriksson betrieb in den 1650er Jahren in Södergård ein Gasthaus in Baggholma.

Von Åbo ging es dann weiter nach Turko

1636 wurde die Postverordnung von Königin Christina erlassen, und regelmäßige Postrouten wurden im Land eingerichtet. 1638 wandte man sich dem östlichen Teil des Königreichs zu, also Åland und Finnland. Damals wurde der Postverkehr von Stockholm über Åland,

Brändö und Gustavs nach Turku organisiert. Die Pflicht der Bauern, die Post zu befördern, endete 1910. Diese Informationen verdanken wir dem Owner des Caches. Der Cache war bei dem Gedenkstein versteckt.

Weiter am Postweg

Gefängnismuseum Vita Björn (Weißer Bär)

Das Krone Gefängnis, Vita Björn (Weißer Bär), in Kastelholm wurde in 1784 gebaut, und wurde bis 1975 als Untersuchungsgefängnis benutzt, bis es durch eine neue Anlage ersetzt wurde. Wirnutzen den Text, der uns am Eingang zur Verfügung gestellt wurde. Die doppelseitigen Erklärung haben wir kopiert und nutzen sie auszugsweise für unseren Eintrag.

Im Gefängnis sind vier Zellen eingerichtet, welche die aufeinanderfolgenden Zeitperioden repräsentieren: 1800, 1850, 1900 und 1950. Der Flur in der Mitte war ursprünglich eine Wachstube, konnte jedoch, wenn die Notwendigkeit bestand, als Zelle verwendet werden.

In diesem Zimmer sind Fesseln und Fußschellen aus verschiedenen zeitlichen Perioden zu sehen. Die mit langen Kettengliedern sind eine ältere Variante, und die mit runden Kettengliedern sind neuere. Die Hand-Fesseln mit Schrauben sind die älteste. Am Fenster sind verschiedene Werkzeuge zu sehen, um den Gefangenen das Eisen anzulegen oder abzunehmen.

Das Rechtssystem und die Art und Weise wie Gesellschaften mit verurteilten Menschen umgehen ist für mich immer ein Spiegelbild und einer der Gradmesser für die Qualität dieser Gesellschaft. Klar ist, dass es auch hier historische und soziale Entwicklungen zu berücksichtigen gibt. In Ländern wie den Iran, die USA, China und Russland als Beispiele, wo die Todesstrafe vollzogen wird, halte ich nach wie vor unzivilisiert und sie haben ein möderisches Rechtssystem. Aber auch die letzten Ereignisse in österreichischen Gefängnissen sind höchst aufklärungswürdig.

Weiter im Gefängnis Weßer Bär

Schloss Kastelholm der „Schlüssel zu Schweden“

Bei unserer Weiterfahrt auf den Ålandinseln besuchen wir Schloss Kastelholm. Beim Eingang werden wir auf deutsch begrüßt. Der Portier war als Kind vor 53 Jahren 10 Monate in Wien, weil seine Mutter dort beruflich tätig war.

Dieses Bild stammt aus einer Broschüre. In Finnland gibt es nur wenige Schlösser, deshalb ist Kastelholm nicht nur touristisch sondern auch historisch wichtig. Sie ist auch die einzige Burg auf den Ālandinseln.

Die Burg wurde Ende des 14. Jahrhunderts (ca. 1384) erbaut und diente über Jahrhunderte als strategisch wichtiger Außenposten des schwedischen Reiches. Sie wurde im Laufe der Zeit mehrfach belagert, erweitert und im Jahr 1745 durch einen verheerenden Brand weitgehend zerstört.

Kastelholm erlebt seine Blütezeit. In historischen Schriften wird die Festung oft als „Schlüssel zu Schweden“ bezeichnet, da sie ein unverzichtbarer Vorposten zur Verteidigung Stockholms war. Sie wird mehrfach belagert (unter anderem 1507 von den Dänen) und von König Gustav Vasa stark ausgebaut. Vasa nutzt die umliegenden Wälder exklusiv für königliche Jagdausflüge.

Weiter auf Schloss Kastellholm