Juhls’ Silbergalerie In Kautokeino

Ein Besuch mit einem glitzernden Effekt

Klassischerweise stellten die Samen (die Ureinwohner Lapplands), die oft als Rentierzüchter nomadisch lebten, ihren Silberschmuck lange Zeit nicht selbst her. Sie erwarben Silber im Tauschhandel aus Russland, dem Baltikum oder Südskandinavien. Silber hatte in ihrer Kultur einen extrem hohen Stellenwert – es war Zahlungsmittel, Statussymbol und Schutzamulett.

Regine Juhls (eine Deutsche) und Frank Juhls (ein Däne) kamen in den 1950er Jahren unabhängig voneinander als Auswander:innen nach Kautokeino, um das raue Leben im Norden kennenzulernen. Sie verliebten sich ineinander und in die Kultur.

Da es im Ort niemanden gab, der den traditionellen Schmuck der Samen reparieren konnte, baten die Einheimischen die beiden um Hilfe, da sie handwerklich und künstlerisch geschickt waren.  Aus dieser improvisierten Reparaturwerkstatt entstand 1959 die erste Silberschmiede der Finnmark. 

Weiterlesen