Die Heideblüte in der Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide im Nordosten Niedersachsens bildet das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas. Sie erstreckt sich im Dreieck zwischen Hamburg, Bremen und Hannover.

Die Heideblüte findet traditionell zwischen Anfang August und Mitte September statt (Faustregel: 08.08. bis 09.09.)
wir waren mit unseren Rädern in der Heide auf der „Behringer Heidetour – Radtour 19“ in der Heide unterwegs. Ein 22 km langer Radweg, wo wir einige Geocaches und wichtige Landschaftshighlights erreichten.

Die Besenheide (Calluna vulgaris), oft auch einfach Heidekraut genannt, ist die prägende Pflanzenart der Lüneburger Heide. Der wissenschaftliche Name leitet sich vom griechischen Wort kallynein ab, was „reinigen“ oder „fegen“ bedeutet – ein Hinweis darauf, dass aus ihren verholzten Zweigen früher Besen gebunden wurden.

Die Besenheide wächst extrem gut auf nährstoffarmen, sauren und sandigen Böden. Sie lebt in Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen an ihren Wurzeln, die ihr helfen, selbst aus ärmsten Böden Nährstoffe aufzunehmen. Sie benötigt viel Licht; wird ein Heidegebiet von Bäumen überwuchert, stirbt die Besenheide durch den Schatten ab.

Wacholder wächst sehr langsam als strauch- oder säulenartiger Nadelbaum. Er kann mehrere hundert Jahre alt werden und Höhen von bis zu 10 Metern erreichen. Dass der Wacholder in der Lüneburger Heide so häufig vorkommt, ist das direkte Ergebnis der jahrhundertelangen Heidschnucken-Beweidung:

Die Heidschnucken fressen fast alle nachwachsenden Baumkeimlinge (wie Birken oder Eichen) ab. Den Wacholder meiden sie wegen seiner stechenden Nadeln vollständig.

Seit der Verkoppelung 1870/1871 gehört diese Heidefläche in den Besitz des Hofes Bockelmann in Oberhaverbeck. Kurze Zeit später wurde dieser Schafstall errichtet.
Zu der Zeit gehörten noch zu jedem Heidebauernhof Heideflächen, eine eigene Schnuckenherde und eigene Imkerei. Im Laufe der Zeit wurden Heideflächen umgebrochen und zu Ackerland kultiviert. Dieser Schafstall diente seinerzeit als Sommerstall. Von hier aus wurden die umliegenden Heideflächen beweidet.
Bis 1972 besaß der Hof. Bockelmann – als einer der letzten Höfe – noch eine eigene Heidschnuckenherde.

1956 stellte Alfred Toepfer auf der Tagung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ein Programm zur Schaffung von Naturparken in Deutschland vor. Der Naturpark Lüneburger Heide wurde daraufhin als erster Naturpark Deutschlands gegründet und diente als Modell für über 100 spätere Naturparke.
Er setzte sich intensiv und erfolgreich für das Ende der militärischen Nutzung großer Heideflächen (z. B. als Panzerübungsgelände der britischen Truppen) ein, damit diese renaturiert werden konnten.

von hier sind es Luftlinie 710 km nach Wien zu den Franfurter Würstel und 240 km nach Hamburg zu den Frikadellen.

Wilseder Berg: Mit 169,2 m die höchste Erhebung der Norddeutschen Tiefebene. Von der Kuppe bietet sich ein Panoramablick über das gesamte Heidegebiet.
Bereits 1910 kaufte der Pastor Wilhelm Bode mit Unterstützung des Vereins Naturschutzpark (VNP) erste Flächen am Wilseder Berg, um eine geplante Bebauung mit Villen zu verhindern.

Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über die Heide- und Waldlandschaft bis nach Hamburg (wo man teils die Masten der Köhlbrandbrücke oder die Silhouette des Fernsehturms erblicken kann).

Der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß nutzte den Wilseder Berg in den 1820er Jahren als zentralen Ziel- und Messpunkt für die Gaußsche Landesaufnahme des Königreichs Hannover.

Die Ausbeute unserer Caches bei dieser Tour.

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