Vom Campingplatz aus machen wir eine Radtour nach Bispingen. Zum Erforschen der näheren Ungebung. Dabei nutzen wir den Radweg, der direkt vom CP in die Stadt führt.Unser erstes Fotomotiv ist das Verrückte Haus in Bispingen ist eine beliebte. Hier steht nicht nur das komplette Gebäude auf dem Dach, sondern auch die gesamte Inneneinrichtung ist um 180 Grad gedreht.

Alle Räume – von der Küche über das Wohnzimmer bis hin zur Toilette und den Schlafzimmern – sind vollständig eingerichtet und hängen über dem Kopf der Besucher an der Decke. Das Haus ist zusätzlich um mehr als 7 Grad längs und quer geneigt. Durch diese leichte Schieflage wird das Gleichgewichtsgefühl herausgefordert, was bei vielen Besuchern für einen leichten optischen Täuschungs- und Schwindeleffekt sorgt.

Für unser Vorhaben nutzen wir wieder einmal das Angebot eines Adventure Lab beim Geocaching. Das Twiga-Team führt uns zu fünf bekannten Orten in der Stadt, wo wir nur vor Ort Antworten zu bestimmten Fragen finden. Dadurch schärft man den Blick für die nähere Umgebung und betrachtet Dinge genauer, die wir sonst vielleicht übersehen hätten.

Das Schäferdenkmal (diesmal mit einem Gast) erinnert an die jahrhundertealten Tradition der Heideschäferei. Die Heideschäfer prägen mit ihren Heidschnuckenherden seit Generationen die Kulturlandschaft der Lüneburger Heide.
Es erinnert an die unersetzliche Rolle der Schäfer und ihrer Herden für die Pflege der typischen Heideflächen, ohne deren Beweidung die Heide im Laufe der Zeit verwalden würde.


Außer dem Fluss Luhe durchquert Bispingen auch der 10. Längengrad. Der Heimat- und Kulturverein hat hier einen Granitfindling aufgestellt. Auf einer Bronzetafel finden sich allerlei Informationen zu dieser besonderen geographischen Begebenheit.
Der Granitstein ist während der Eiszeiten in die Lüneburger Heide transportiert worden. Der Findling zeichnet sich durch eine umlaufende, bandähnliche und farblich sichtbare Verkieselung aus, die den Verlauf des 10. Längengrades auf natürliche Weise symbolisiert.


In Bispingen führt der rund 500 Meter lange Naturlehrpfad direkt an den Ufern der Luhe entlang.
Von ihrer Quelle fließt die Luhe nordwärts direkt durch das Ortszentrum von Bispingen, weiter durch die Nordheide und mündet schließlich bei Winsen (Luhe) in die Ilmenau (und weiter in die Elbe).

Die Ole Kerk (plattdeutsch für „Alte Kirche“) ist die historische Feldsteinkirche in Bispingen. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und gilt als die älteste Kirche im ehemaligen Landkreis Soltau.
In den 1960er-Jahren stand die Ole Kerk kurz vor dem Verfall und Abriss. Durch Spenden und Renovierungsarbeiten in den Jahren 1972/73 konnte das Bauwerk gerettet und in seinen historischen Zustand zurückversetzt werden.

Es handelt sich um ein traditionelles nordeutsches Zweiständer-Fachwerkhaus (Hallenhaus) mit Reetdach und (diese Dachform bietet sturmsichere Eigenschaften), das laut Inschrift im Jahr 1760 errichtet wurde.
Heute wird es als Gemeindehaus der St.-Antonius-Kirchengemeinde Bispingen genutzt.

Was bei Luther oft übersehen wird, dass er den Adel zur brutalen Vorgangsweise gegenüber den Bauern aufgefordert hat. Luther fordert dies in der berüchtigten Schrift Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern. Darin forderte er die Fürsten unverblümt auf, die Aufstände gewaltsam niederzuschlagen („steche, schlage, würge, wer da kann“).
