Der Name geht auf den alten Volksglauben zurück, dass die tonnenschweren Träger- und Decksteine der Großsteingräber nur von riesenhaften Wesen – den sogenannten Hünen – bewegt werden konnten.


Wir starten am Parkplatz an der Strasse 209 und wandern Richtung Kronsberger Heide. Von dort zum Zusammenfluss von Lohe und Lopau und dann weiter zur Oldendorfer Totenstatt. Hier treten wir den Rückmarsch zum Parkplatz an.

Während des Spaziergangs begegnet uns ein Hüne ganz anderer Art – ein Waldmistkäfer. Hier untersucht er ein totes Exemplar sei er Art.
Sie haben ein tiefschwarzer bis dunkelblauer Panzeroberteil mit metallisch-blauem Schimmer, besonders an den Seiten und der Unterseite. Man trifft sie häufig auf schattigen Wald- und Wanderwegen in ganz Mitteleuropa vor.
Als wichtige „Aufräumer“ des Ökosystems haben sie einen hohen Nutzen, da sie Tierkot, Pilze und totes organisches Material abbauen und in den Boden einarbeiten.


Die Kronsbergheide ist eine eher kleine, überschaubare Heidefläche. Sie gehört zu den kleineren zusammenhängenden Heidegebieten der Lüneburger Heide und umfasst schätzungsweise eine Kernfläche von etwa 5 bis 10 Hektar.
Sie zeichnet sich durch weitläufige Heideflächen, Wacholderbestände und sanfte Hügel aus.



Nach einer Gesamtlänge von 12,7 Kilometern mündet die Lopau unweit der Oldendorfer Totenstatt als rechter Nebenfluss in die Luhe.
Als 58 Kilometer langer Heidefluss in Niedersachsen fliesst als linker Nebenfluss in die Ilmenau.
Die Luhe ist über weite Strecken als Schutzgebiet ausgewiesen. Das kühle, sauerstoffreiche und klare Heidegewässer bietet einen wertvollen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter die Bachforelle, das Bachneunauge, der Eisvogel und der Fischotter.


Die Oldendorfer Totenstatt steht seit über 170 Jahren unter Denkmalschutz. Es ist somit eines der ältesten geschützten archäologischen Anlagen in Niedersachsen. Der Platz vereint verschiedene Grabformen aus einen Zeitraum vieler Jahrtausende (3500 v. Chr. bis 4./5.Jh.n.Chr.).
Großflächige Ausgrabungen in den 1970er Jahren erbrachten Erkenntnisse zum Alter, zur Bauweise und kulturellen Einordnung der Anlage. Die nun jüngsten Forschungen klären u. a. Fragen zu Mobilität und Vernetz- ung der Menschen, die diesen Ort errichteten.

Die Totenstatt liegt auf einem der letzten Geestrücken vor den Elbmarschen. Heute sind hier noch etwa ein Dutzend Großsteingräber erhalten.Oberhalb der Lopau und Luhe errichtete man auf einer Erhöhung nacheinander vier Megalithgräber. Sie dienten als Gemeinschaftsgräber während der Jungsteinzeit (Neolithikum).

Am Übergang zu den Metallzeiten wurden etliche Nachbestattungen der sog. Einzelgrabkultur in den Grabkammern vorgenommen (Endneolithikum). Schließ- lich wurden in einem zweiten prägenden Abschnitt, der Bronzezeit, zahlreiche Grabhügel auf dem Gelände erbaut.
Die Tradition von Bestattungen an diesem Ort lässt sich alsdann bis in die Eisen- und Völkerwanderungszeit verfolgen. Zeugnis davon sind die Urnenbestattungen in Flachgräbern mit Steinpackungen. Mit dem Beginn der Christianisierung wird dieser Ort dann aufgegeben

Die Gräber der verschiedenen Epochen nehmen räumlich Bezug zueinander. Es kann von einem über Generationen hinweg weitergegebenem Wissen über die Bedeutung des Ortes ausgegangen werden.
In welcher Form sich hier die Verbindung oder der Glaube zum Metaphysischen äußerte (z. B. im Ahnenkult oder zu „Göttern“), ist aus heutiger Perspektive unklar.

Ein paar zusätzliche Eindrücke von Wanderung


Eine Eberesche mit den fast ganz reifen Vogelbeeren. Sie ist ein extrem wichtiger Futterlieferant für Vögel im Herbst und Winter (daher der Name Vogelbeere).
Roh enthalten die Beeren Parasorbinsäure, die bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Durch Kochen wird diese in die bekömmliche Sorbinsäure umgewandelt. Bekannt ist bei uns auch der Vogelbberschnaps.

