Unsere Rad – Geocaching – Tour auf Brändö

Die Aufnahme entstand etwas nach 23:00 Uhr am CP.

Nach einer sehr erholsamen Nacht am Campingplatz Fisketorpet in Brändo nutzen wir einen schönen Sommertag bei angenehmen Temperaturen etwas über 20 Grad Celsius zu einer Geocachingtour auf Brändö.

was bei uns der Maibaum ist, wird hier in Schweden und auf Åland zu Midsommar (um den 21. Juni) praktiziert. Es werden Bäume oft intensiver Gestaltung per Handarbeit geschmückt mit Birkenlaub (wie hier) aufgestellt.

Wir sehen viele Menschen auch Jugendliche, die mit Blumenkränzen am Kopf unterwegs sind. Dazu gehört der handgeflochtene Blumenkranz, dessen Blüten oft gemeinsam am Morgen gesammelt werden. Blumen spielen an Midsommar aber nicht nur als Schmuck eine Rolle. Einer alten Tradition zufolge pflücken Singles in der Mittsommernacht sieben verschiedene Wildblumen von sieben unterschiedlichen Wiesen. Gepflückt wird schweigend, um die Wirkung des Brauchs nicht zu zerstören. Wer die Blüten anschließend unter das Kopfkissen legt, soll im Traum der zukünftigen Liebe begegnen.

Weiter bei unserer Geocachingtour

Der Postweg durch die Inselwelt von Brändö

Nach einer Nacht iauf der Insel Kumlinge ging es weiter auf die Insel Brändö. Wie bereits im Artikel über Grisslehamn treffen wir hier oft auf Hinweise auf den alten Postweg von Åbo im heutigen Finnland bis Grisslehamn in Schweden.

Der Gedenkstein, 1995 vom Kulturverein Baggholma errichtet, erzählt die Geschichte der winterlichen Postroute Stockholm–Turku. Auch die russische Armee nutzte diese Route im März 1918 auf ihrem Rückweg vom Åland-Festland nach Russland.

Baggholma wird bereits in Steuerakten aus den 1530er Jahren erwähnt. Im 17. Jahrhundert entstanden entlang der Postroute Gasthäuser, um den Transport von Post und Reisenden zu beschleunigen. Pål Henriksson betrieb in den 1650er Jahren in Södergård ein Gasthaus in Baggholma.

Von Åbo ging es dann weiter nach Turko

1636 wurde die Postverordnung von Königin Christina erlassen, und regelmäßige Postrouten wurden im Land eingerichtet. 1638 wandte man sich dem östlichen Teil des Königreichs zu, also Åland und Finnland. Damals wurde der Postverkehr von Stockholm über Åland,

Brändö und Gustavs nach Turku organisiert. Die Pflicht der Bauern, die Post zu befördern, endete 1910. Diese Informationen verdanken wir dem Owner des Caches. Der Cache war bei dem Gedenkstein versteckt.

Weiter am Postweg

Gefängnismuseum Vita Björn (Weißer Bär)

Das Krone Gefängnis, Vita Björn (Weißer Bär), in Kastelholm wurde in 1784 gebaut, und wurde bis 1975 als Untersuchungsgefängnis benutzt, bis es durch eine neue Anlage ersetzt wurde. Wirnutzen den Text, der uns am Eingang zur Verfügung gestellt wurde. Die doppelseitigen Erklärung haben wir kopiert und nutzen sie auszugsweise für unseren Eintrag.

Im Gefängnis sind vier Zellen eingerichtet, welche die aufeinanderfolgenden Zeitperioden repräsentieren: 1800, 1850, 1900 und 1950. Der Flur in der Mitte war ursprünglich eine Wachstube, konnte jedoch, wenn die Notwendigkeit bestand, als Zelle verwendet werden.

In diesem Zimmer sind Fesseln und Fußschellen aus verschiedenen zeitlichen Perioden zu sehen. Die mit langen Kettengliedern sind eine ältere Variante, und die mit runden Kettengliedern sind neuere. Die Hand-Fesseln mit Schrauben sind die älteste. Am Fenster sind verschiedene Werkzeuge zu sehen, um den Gefangenen das Eisen anzulegen oder abzunehmen.

Das Rechtssystem und die Art und Weise wie Gesellschaften mit verurteilten Menschen umgehen ist für mich immer ein Spiegelbild und einer der Gradmesser für die Qualität dieser Gesellschaft. Klar ist, dass es auch hier historische und soziale Entwicklungen zu berücksichtigen gibt. In Ländern wie den Iran, die USA, China und Russland als Beispiele, wo die Todesstrafe vollzogen wird, halte ich nach wie vor unzivilisiert und sie haben ein möderisches Rechtssystem. Aber auch die letzten Ereignisse in österreichischen Gefängnissen sind höchst aufklärungswürdig.

Weiter im Gefängnis Weßer Bär

Schloss Kastelholm der „Schlüssel zu Schweden“

Bei unserer Weiterfahrt auf den Ålandinseln besuchen wir Schloss Kastelholm. Beim Eingang werden wir auf deutsch begrüßt. Der Portier war als Kind vor 53 Jahren 10 Monate in Wien, weil seine Mutter dort beruflich tätig war.

Dieses Bild stammt aus einer Broschüre. In Finnland gibt es nur wenige Schlösser, deshalb ist Kastelholm nicht nur touristisch sondern auch historisch wichtig. Sie ist auch die einzige Burg auf den Ālandinseln.

Die Burg wurde Ende des 14. Jahrhunderts (ca. 1384) erbaut und diente über Jahrhunderte als strategisch wichtiger Außenposten des schwedischen Reiches. Sie wurde im Laufe der Zeit mehrfach belagert, erweitert und im Jahr 1745 durch einen verheerenden Brand weitgehend zerstört.

Kastelholm erlebt seine Blütezeit. In historischen Schriften wird die Festung oft als „Schlüssel zu Schweden“ bezeichnet, da sie ein unverzichtbarer Vorposten zur Verteidigung Stockholms war. Sie wird mehrfach belagert (unter anderem 1507 von den Dänen) und von König Gustav Vasa stark ausgebaut. Vasa nutzt die umliegenden Wälder exklusiv für königliche Jagdausflüge.

Weiter auf Schloss Kastellholm

Mariehamn II

Wir nutzten unseren Aufenthalt am Campingplatz in Mariehamn auch für den ersten Wäschetag. Nach vier Wochengehen die textilen Vorräte langsam aus. Dazwischen immer wieder Rad – Geocaching – Touren.

Die Pommern am Westhafen von Mariehamn

Am Campingplatz haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, die erstmals mit einem Camper unterwegs sind. Beide sind bereits seit über 30 Jahren beieinander und testen einmal das Camper:innenleben. Er hat schon einiges hinter sich gebracht. Er hat mit dem Fahrrad den gesamten amerikanischen Kontinent von Anchorge in Alaska bis Feuerland in Südamerika durchquert. Nach diesem Urlaub fliegt er sofort nach Kirkenes, um mit den Fahrrad bis Portugal zu fahren.

Da gehen wir es in Mariehamn gemütlicher an. Eine unserer Stationen beim Geocaching war diese Büste.

Die Witwe Gustava Andersson, geboren in Vardó, leitete ab 1883 22 Jahre lang das Seemannsheim in Mariehamn, das bis 1904 in ihrem Nachbarhaus untergebracht war. Das Heim war für die Seeleute, die auf ihre Anheuerung, ihre Offiziersernennung oder die Abfahrt zu den Segelschiffen warteten, von großer Bedeutung. Gustava genoss hohes Ansehen und war bei ihren Gästen sehr beliebt, die ihr sogar den Spitznamen „Stava-Tante“ gaben. (Info von der Tafel nebenan)

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Mariehamn und die Attacke der Seeschwalbe

Unsere erste Tour in Mariehamn findet bei wechselhaften Wetter statt, sodaß wir weiter entfernte Ziele nicht anpeilen. Wir wechseln zwischen der Ost- j d Westküste und nutzen das Angebot der heimischen Geocacher:innen, die uns interessanten Punkten führen. Mariehamn ist das Verwaltungszentrum der Ålandinseln, Sitz des Lagtings (Parlaments der autonomen Provinz Åland) und liegt auf der Hauptinsel Fasta Åland.

Panoramaaufnahme der Westküste

Museum oder Bootswerft – hier wurden in den letzten Jahrzehnten 30 verschiedene Holzboottypen gebaut. Wir treffen um ca. 11:00 ein. Mein erster Weg ist in einen Shop, um Postkarten und Briefmarken zu erwerben. dann nutzen wir die Stationen eines Adventure Labs,

In der gesamten Seefahrtsgeschichte Ålands

waren die Lotsen sehr wichtig, damit Schiffe die tausenden Gebiete des Archipels sicher passieren konnten. Heute werden sie mit modernen Booten zu den Schiffen geschickt. Hier ist ein Beispiel eines älteren Lotsenbootes aus Nyhamn.

Bei der fünften Station mussten wir für die Lösung zur Kapelle (das weiße Gebäude am Bild oben). Wie aus dem Nichts wurden wir plötzlich von Küstenseeschwalben attackiert. Aus Island wissen wir, dass die Schwalben hemmungslos zupacken und einen verletzen können. Beim Rückweg von der Kapelle sehen wir die Ursache des Angriffs. Ein Schealbenpaar brütet hier mitten am Weg ihre Eier aus.

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Åland Inseln – Brändö

Bereis am Vorabend haben wir uns einen CP zum Übernachten auf der Insel herausgesucht. Am Fisketorpet finden wir einen schönen Stellplatz mit Aussicht auf das Meer. Unsere Nachbarn sind zunächst CamperInnen aus Deutschland. Ein älteres Ehepaar aus Kiel hat uns bereits bei der Ankunft am Fährhafen gesehen, Sie waren mit ihren Rädern auf Lappö.

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Åland Inseln – Fährfahrt nach Brändö

Früh am Morgen, zumindest für unsere Begriffe, gegen 07:30 aus den Federn. Das Frühstück verschoben wir auf die Fähre und so gings los zum Fährhafen nach Hummelvik. Vorher galt es noch eine kleine Fährfahrt von Prestö nach Toftö zu absolvieren.

Sonnige Impression auf der Fahrt durch den Schärengarten der Åland Inseln
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Åland Inseln – Mariehamn – Teil 1

Die Fährfahrt ist trotz des Schlechtwetters sehr ruhig -wenig Wind und Wellengang. Pünktlich um 18:00 Uhr finnische Ortszeit lehen wir in Eckerö an. Nach 40 Minuten erreichen wir Gröna Uddens Camping in Mariehamn (N60°05.416‘ – E019°57.270‘). Noch ein kleiner Verdauungsspaziergang nach dem selbst zubereiteten Abendessen und dann regnet es fast eine ganze Nacht.

Die ersten Schären der Åland Inseln
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