Grisslehamn – im „Warteraum“ auf die Fähre

Nach einer sehr kurzen Fahrt von Camping Bergby erreichen wir Grislehamn über die Trästabron (Trästabrücke) auf der Insel Väddo an der Ostseeküste des Ålandmeer. Bereits 2019 wählten wir diesen Ort als Ausgangspunkt für unseren Besuch der Åland Inseln.

Für unsere Tour durch den Ort nutzten wir die längere regenerierte Zeit am späteren Nachmittag.

Drei Themen beschäftigten uns bei dem Rundgang. Besonders präsent waren die Ereignisse der ehemaligen Postbootroute.

Unser Besuch fand einen Tag nach dem traditionellen Festtag zum Gedenken an die tapferen Bauern, die die Post von Gehöft zu Gehöft und über die See transportieren mussten.

Die Arbeit war anstrengend und manchmal auch gefährlich, vor allem im Winter. Insbesondere beim Transport über See passierten tödliche Unfälle. Diese schwere Arbeit ist heute zu einem Wettrennen mutiert uns damit behält man diese Bauern in Erinnerung.

Für unseren Rundgang durch den Fährhafenort wählten wir den Adventure Lab, der hier für uns Geocacher:innen angeboten wird.

Die Stationen des Lab geben einen historischen Einblick in die Ereignisse Grisslehamns.

Sie führten uns auch zum ehemaligen Wohnhaus des Autor, Künstler und Karikaturist Albert Engström (1869–1940). Heute ist ein Museum und während der Ferienzeit für Besucher:innen geöffnet. Wir konnten ein paar seiner Werke im öffentlichen Raum und auf der Fähre fotografieren.

Der Blick der Armut durch das Fenster: „Auf geht’s, Grafen und Barone!“
Frau Pettersson: Ugh, so ein Wetter.
Frau Andersson: Ja, wer bei solchem ​​Wetter nicht krank wird, ist definitiv nicht wirklich gesund.

1902 erwarb Albert das Anwesen Augustenberg von der Witwe des Kapitäns August Lindström (daher der Name). Die Familie lebte hier bis 1916 ganzjährig, danach diente es als Sommerresidenz. Zum Gut gehörten 12 Morgen Land, eine Brauerei und Ställe, in denen das Pferd Rolf Krake stand. Albert tauschte den Garten hinter dem Haus (Paradiset) mit dem Nachbarn gegen den Sandstrand am Atelier.

„Jetzt bin ich Besitzer eines Gehöfts mit Wohnhaus, Nebengebäuden und Atelier, das am schönsten im ganzen Land gelegen ist.“

Wenn die Herbststürme kommen, wirbelt der Schaum über den Dachfirst und im See darunter jagt die Robbe.“ Albert Engström (automatische Übersetzung einer Infotafel)
Engström machte auch das Drogenproblem immer wieder aufmerksam. Der Text zum obigen Bild: Haben Sie heute schon gefrühstückt? – Nein, kein Tropfen.

Er dürfte damit bis heute nicht falsch liegen. Mit der Fährlinie nach Eckerö existiert eine organisierte Form für Drogenkonsum. Die Passagiere kaufen an Bord kistenweise Bier, Wein und weiteres. Im Duty Free Shop gibt es eigene Alkoholverkostungen. Im Buffet kannst du dir ein Starkbier mit einem Schuss Jägermeister oder anderen Schnaps bestellen. Brigitte und ich sind keine Antialkoholiker:innen, auch wir sch-then ein Achterl zum Abendessen.

Flusskrebse benötigen diese Getränke!
Sie müssen auf den Verzehr von Flusskrebsen verzichten, wenn Sie am 27. August nicht mit NEIN stimmen. Albert Engström

Wir wissen, das die Schwed:innen im August ihre Krebsfeste, die sogenannten Kräftskiva feiern. Wichtiger kultureller Bestandteil einer Kräftskiva ist das gemeinsame Singen traditioneller, schwedischer Schnaps-Weisen. Diese sind meist kurze, komische Lieder, von denen während des Essens immer wieder eine Strophe gesungen und mit einem Schnaps beendet wird. Ein Trinkspruch lautet beispielsweise: „Ein Krebs, ein Schnaps, ein Lied“.
Wir haben dabei schon die wildesten Feste beobachtet. Einmal auf einem Campingplatz feierten alle miteinander und der/diejenige, die sang tanzte dazu am Tisch. Na ja, nicht viel anders wenn bei uns zur fortgeschrittenen Stunde zur Polonaise eine Menschenkette auf Partys bilden, bei der man sich an den Schultern des Vordermanns festhält und dementsprechende Lieder singen.

An Bord der Fähre aufgenommen

Ein weiteres Ereignis hat mit einem „Hutdenkmal“ zu tun. Was will uns dieses Denkmal sagen?

Während des Krieges gegen Russland 1808–1809 geriet Grisslehamn wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.Auf der Plakette beim Denkmal steht:

Zum Gedenken an den großen Eismarsch über die Ålandinseln und die etwa 1750 schwedischen Soldaten, die dabei starben oder gefangen genommen wurden, sowie an die Verteidigung von Grisslehamn am 19. März 1809 und alle damit verbundenen Leiden der Zivilbevölkerung wurde dieses Denkmal errichtet.

Das obere Design ist von der Uniformmütze des Uppland-Regiments aus dem Finnischen Krieg inspiriert und wurde vom Schmied Jan Mattsson angefertigt.

Und zum Abschluss unserer Tour ein Foto von dem Ding auf dem wir meistens herumtrampeln oder sogar von u s befahren wird.

Ein Kanaldeckel mit einem Hinweis auf einen Hydranten

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