Lüneburg mit seinen 78.000 Einwohner:innen ist selbständige Stadt und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises; seit 2007 offiziell wieder Hansestadt. Die Stadt verdankt seinen historischen Reichtum dem Salzabbau. Über 1.000 Jahre lang prägte die Saline die Stadt, bis sie 1980 stillgelegt wurde.

Für den Rundgang nutzen wir zur Orientierung das Angebot einer Geocacher-.in. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Altstadt nahezu unbeschädigt. Dadurch steht hier eines der geschlossensten historischen Stadtbilder Deutschlands im Stil der Backsteingotik.
Lüneburg hat eine der höchsten Kneipendichten Europas (gemessen an der Einwohnerzahl) und ist seit 2006 der Hauptdrehort der bekannten ARD-Telenovela „Rote Rosen“.




Im Wasser spiegelt sich der Turm der ältesten Kirche in Lüneburg St. Johannis, sie fällt dem Besucher schon von weitem auf, denn ihr 108 Meter hoher Turm ragt SCHIEF in den Himmel. Der Turm ist während des Baus um 1384 nach Westen hin 2,20 Meter aus dem Lot geraten. Er sollte zwar schief sein, denn Kirchtürme wurden immer etwas in den Wind gestellt, damit sie nicht die volle Windlast frontal abbekamen, jedoch nicht so schief.

Später beherbergte es jahrzehntelang eine beliebte Gaststätte/Brauwirtschaft.
Heute ist das Haus der Sitz der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg.
Im 15. Jahrhundert gab es im Stadtgebiet (besonders in der Heiligengeiststraße) rund 80 eigenständige Brauhäuser.

Für das Bierbrauen benötigte man große Mengen Wasser und Brennholz – Ressourcen, die durch den Salinenbetrieb ohnehin reichlich vorhanden und gut organisiert waren. Das haltbare Lüneburger Bier wurde über die Hanse-Handelswege bis weit in den Ostseeraum exportiert.
Der Lüneburger Bürger Thomas Lampe begründete 1485 in der Heiligengeiststraße eine Brauerei, aus der später die berühmte Lüneburger Kronen-Brauerei hervorging.
1974 wurde die Brauerei von der Holsten-Brauerei übernommen. Im Jahr 2001 stellte man die Bierproduktion am Standort Lüneburg nach über 500 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen endgültig ein.


Zum Abschluss noch ein politisches Statement, das unsere Unterstützung hat.