Nach dem gestrigen Abend brauchte es einen kleinen „Ausgang“. In 20 min über die S1 zum Wienerfeld in Favoriten. In Baron Karl Gasse das Cachemobil abgestellt und ab in den Johann Benda Park – GC92ZT9 – von wofr62. Ein ca. 52.000 m² großer naturnaher Park auf den ehemaligen Wienerberggründen benannt nach einem Bezirksrat und Bäckermeister (1858 – 1911).
Wir waren heute in Weinort Oberlaa, um etwas Buschenschank- und Heurigenluft zu schnuppern. Oberlaa ist aus einem Zeilendorf hervorgegangenes Straßendorf mit angerartiger Verbauung und einer Reihe von Dreiseit- und Zwerchhöfen (Wien-Geschichte-Wiki). Wegen der Pandemie haben zwar wegen diese Lokale geschlossen, aber beim Vorbeigehen bekommen wir Sehnsucht an die Zukunft. Viele Wiener*innen nutzen das schöne Wetter und manche Familien nutzen dies für ein Picknick. Bei unserem 8 km langen Rundgang finden wir acht Geocaches.
Zuerst mussten wir aber Post aufgeben. Post for you von Svenja & Jan – GC4Z8P8 – mitten an einem stark belebten Platz ein Ort der Ruhe, wo noch dazu Post aufgeben kann.
Trotz des bewölkten Wetters starteten wir eine 5 km lange Geocachingtour durch die verschiedenen Waldstücke in Stammersdorf. Anton283 vermisst den Wald, der hier den neuen Wohnbauten weichen musste. Wald ? Nein nur ein Baum – GC7MWWY erinnert den früheren Baumbestand.
Wir wanderten weiter durch den spärlichen Waldbestand gelockt zu knorrigen alten Bäumen, die oftmals von stacheligen Sträuchern beschützt werden. Diesmal suchten wir einen Fießling, sehr klein und sehr gut getarnt. Nach längerer Suche und intensiver Betrachtung des Waldbodens entsprechend der Angaben des Hints konnten wir uns bald ins Logbuch eintragen. Ein weiterer Cache von Anton283 – Wald? Ein neuer Weg vorbei! – GC7WVCA.
Heute geht es an den Stadtrand von Wien in Favoriten. Ein „Schwedisches Zentrum“ inmitten des ersten großen Wohnhausbau Wiens in der Zweiten Republik. Diese Büste von Emil Näsvall, die 1951 auf dem Stockholmer Platz westlich der Favoritenstraße im Rahmen der Eröffnung der Siedlung enthüllt wurde, ist ein Dankeschön an Schweden für die geleistete Hilfe während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben der Per Albin Hanssen Siedlung gibt es hier den Olof-Palme-Hof, der in den Jahren 1972 bis 1976 errichtet wurde und den Abschluss der Siedlung bildet. Die Straßen und Gassen der Siedlung sind nach schwedischen Persönlichkeiten und Städten wie Bernadotte, Selma Lagerlöf, Malmö und Göteborg benannt.
Die Siedlung Lockerwiese, welche in den Jahren 1928-1932 (sowie Erweiterung 1938-1939) durch die Stadt Wien errichtet wurde, ist ein interessantes Beispiel für ein Hybridkonzept einer kleinbürgerlichen Gartenstadt und den Prinzipien des kommunalen Wohnbaus des „Roten Wien“ der Zwischenkriegszeit. Bei der Lockerwiese handelt sich um die zweitgrößte Gartensiedlung der Stadt (nach dem Karl-Seitz-Hof in Floridsdorf).
Wir nutzen die wesentlich wärmeren Temperaturen und den Sonnenschein für den Rundgang „Geschichten aus der Lockerwiese“ der VHS-Hietzing und des wohnpartner-Team 13_23. Am 28. September 2012 wurde in der Gemeindebausiedlung die Freiluftausstellung präsentiert. Die Ausstellung besteht aus 21 Informationstafeln.
Eingang Rabengasse mit der markanten Sichtziegelfassade
Der Rabenhof ist mit 50.000 m² einer der größten Gemeindebauten im 3. Bezirk – Landstrasse. Trotz der Kälte (-3°C) und der leichten Brise, die die Kälte verstärkte, nutzen wir den Nachmittag, um ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen. Den zwischen 1924 und 1927 im Roten Wien fertig gestellte Gemeindehof verbinde ich immer mit dem beliebten Rabenhof Theater. Im Rahmen einer Führung, organisiert von den Kulturlots*innen des VÖGB, konnten wir auch nicht öffentlich zugängliche Räumlichkeiten des Theaters besichtigen. Bedonders toll finde ich Vorstellungen mit den Mascheks und ihrer politischen Satire, die leider nur all zu oft die Wahrheit trifft.
Es handelt sich hier um ein Jahrhunderte altes Symbol der Wiener Schlosser. Es wirkt seither als lebendige Tradition eines uralten Zunftbrauchs: Wiens Schlosserlehrlinge schlagen regelmäßig zur Zeit ihrer Lehrabschlussprüfungen einen dicken Nagel in das Holz. Wir lösen hier – Stock-im-Eisen – reloaded – GC8DXTA von Mohdoc.
Geschichtlich gesehen gab es im ländlich geprägten und von Feldern durchzogenen Fasanviertel große Armut. Ab 1860 begann die flächendeckende Verbauung des Geländes. Fürsten und reiche Bürger nutzten die Stadtnähe und ließen sich hier ihre Palais bauen. Im Roten Wien wurden hier Wohnbauten zur Linderung der großen Wohnungsnot errichtet. In einem der Bauten wohnte der Gewerkschafter Karl Mantler später Präsident der Wiener Arbeiterkammer. Für unseren Rundgang nutzten wir den Multi-Geocache von Camillula & TGFKAT – GC927TB – Fasanviertel Wall Art.
Die Wieden gilt als die älteste Vorstadt Wiens. Nach den Zerstörungen bei den Türkenbelagerungen entdeckte der Adel die beliebte Vorstadt und es wurden prächtige Palais entlang der Wiedener Hauptstrasse gebaut. Wir starten heute eine Tour durch die Parkanlagen von Wieden. Dazu nutzen wir den Multi-Geocache GC90JC4 – Parks im 4ten – Quer durch die Wieden von Rageo1.