Dienstlicher Abschied von der Bildungsabteilung

2. Juli 2018

Um 06:15 aus den Federn, um zur Büroklausur nach Neusiedl am See kommen.

Meine letzte dienstliche Aktivität im Rahmen der Bildungsabteilung. Letzte Überlegungen von mir zu Gewerkschaft und Bildungsarbeit im Kreis der engsten Vertrauten. Zum Abschluß Übergabe der Geschäfte an den neuen Leiter der Bildungsabteilung Wolfgang Greif.

Casa Langwiesner

Mittags gings zurück nach Schützen am Gebirge, wo mich Gitti mit dem Rad abholte. In der Casa Langwiesner wurde ich zu einem Bernerwürstel eingeladen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen spielerischer Aktivitäten. Beim Boccia ware das grüne Team (Gitti und  Benni) nicht zu bezwingen. Beim Jollyspiel konnte ich einigen Boden gutmachen. Nach der Abenjause in der Casa wechselten wir zum Public Viewing in die Südwindschenke, wo wir das späte entscheidende Tor der Belgier trotz heftiger Gelsinnenattacke (angeblich stechen nur die weiblichen Exemplare) sahen.

 

Uschi – Willi – Benni – Karo

1. Juli 2018

Anreise nach Oggau zu einem Kurzbesuch, denn wir treffen hier Willi und Uschi mit ihren Enkelkindern Beni und Karo. Insgesamt haben wie für 14 Tage gepackt, die wir jetzt in Österreich unterwegs sind. Bei der Anmeldung am CP erfahren wir von Frau Lukesch, dass von 12. – 15. Juli das Weinfest in Oggau ist.
Erste Gelseninvasion des Jahres in der Dämmerung als es windstill war. Echt nervig diese Viecher.

Unsere Forderung auf den 12-Stunden-Tag.

Von Ottensheim zum Sozak-Abschluss

28. Juni 2018

Vormittags war Ausschlafen angesagt, die zahlreichen Regenschauer, die während der Nachtstunden auf unser Womodach tropften gaben einen angenehmen Schlafrythmus vor. Wir nutzten die seltenen Regenpausen, um die Außenabbauarbeiten zu erledigen. In Puchenau fanden wir endlich einen Briefkasten für unsere Postkarten. In Alland besorgten wir uns noch Utensilien für unsere Womoabenteuer beim Reisemobil – Scheiber. Gegen 16:45 erreichten wir unseren Standplatzbeim ARBÖ – für mich gerade noch rechtzeitig zur  Sozak-Abschlussfeier.

Geocaching an den Badeseen in Feldkirchen

27. Juni 2018

Heute wagen wir die zweite Anfahrt nach Feldkirchen. Unsere erste Tour nach Pfingsten wurde durch einen heftigen Regen (eine wahre Spritztour) beendet. Abseits der Hauptverkehrsstrassen nähern wir uns den ersten Geocachingzielen. Wir hoffen, dass wir heute die Golfplatzreife für GeocacherInnen bei der Serie Bierdie, Eagle, Albatros & Co bekommen. Der praktische Teil der Prüfung besteht im Auffinden verloren gegangener Golfbälle.Die Bälle können mitunter bereits stark verändert sein, sich an die Umwelt angepasst oder an Größe stark zugenommen haben. (Sie werden ja nicht mehr geschlagen).

Badesee in Feldkirchen

Beim Schaukeln am Kinderspielplatz machte Gitti den Vorschlag die Multi- und Mystiserie –  die Römer zu machen. Die erste Station war nur ein paar hundert Meter entfernt. Die Anfangskoordinaten waren schnell erhoben und ausgerechnet – nun folgte eine Tour durch Unterholz, Gestrüpp und Brennesselmeere – alles in Radlerhose. Für die Durchblutung unserer Beine war an diesem Tag gesorgt. Zum Finden der verschiedenen Caches beradelten wir die Au, den Donaudamm und drangen in verbrennesselte Gebiete vor. Dafür belohnten wir uns später im Restaurant am Badesee.

Zurück am Stellplatz gabs im Wirtshaus nur ein Gespräch – das Ausscheiden der Deutschen bei der Fußball-WM in Russland. Mehr oder weniger Schadenfreude schwang bei den einzelnen Kommentaren mit. Den Schmankerlabend im Wirtshaus garnierten wir mit dem Public-Viewing beim Spiel Brasilien gegen Serbien.

Linz – aus der Vergangenheit lernen?

26.Juni 2018

Von Ottensheim nach Linz mit dem Bus um 08:05 – wie wir aus den Federn gekommen sind beantworten wir nur persönlich. Gitti besucht eine frühere Arbeitskollegin in Wels. Ich mache nach dem Früstück beim Musiktheater einen Stadtrundgang.

Die erste Station ist das Hotel Schiff, wo am 12. Februar 1934 anläßlich einer Hausdurchsuchung Widerstand gegen die Unterdrückung der ArbeiterInnenbewegung im austrofaschistischen Ständestaat geleistet wurde.  Eine Gedenktafel an die Opfer dieser Tage im Februar. Die austrofaschistischen Kräfte brachten die Republik unter ihre Kontrolle. Dollfuß, Schuschnigg und ihre industriellen Finanziers waren die Wegbereiter der Nazis und den Massenmorden in Österreich, Europa und der ganzen Welt.

Hier von der Promenade ein Blick nach Urfahr und das angrenzende Mühlviertel.

Am Nachmittag beteiligten wir uns am Sternmarsch der oberösterreichischen Gewerkschaften. 6000 besorgte ArbeitnehmerInnen demonstrierten an diesem Nachmittag gegen die brutalen Einsparungsvorhaben der Regierung Kurz, Strache und Co. beim Sozial- und Gesundheitssystem.

Bei der Demo gab es ein Treffen zahlreicher Freunde und Freundinnen beginnend aus der Gewerkschaftsjugendzeit bis heute. Tolle Reden vor der WKÖ und dem Landhaus.

Am späteren Nachmittag besuchte ich Gerhard am Jägermayrhof, wo ich 1977 einen meiner ersten Gewerkschaftskurse absolviert habe.  Gitti verbrachte den Abend mit Uschi und Willi. Beim Abendessen von mir mit Andrea und Edith tauschten wir Erinnerungen und Zukunftspläne aus. Beide Treffen fanden bei gemütlicher und freundschaftlicher Stimmung statt.

Verabschiedet und in Ottensheim gelandet

25.Juni 2018

Nach dem FSG-Bundesvorstand, wo ich einem Roten und einem Buch über Fritz Probst „Mein Leben im Widerstand“ verabschiedet wurde, sind Gitti und ich in Ottensheim gelandet.
Hier am Stellplatz haben wir einen älteren Herrn aus den Niederlanden als Nachbarn. Heute steht nicht mehr viel auf der Tagesordnung, Kartenspielen und schnarchen, weil morgen warten einige Aktivitäten auf uns.

Die Hundsbergrunde

17. Juni 2018

Ausgangspunkt war Kritzendorf. Unser erstes Ziel der heutigen Geocache-Runde war der Multi „Türkischer Backofen“ (GC4YGXR).  Der Name ist etwas irreführend, weil es sich hier um einen Backofen handelt, den die heimische Bevölkerung während der türkischen Belagerung hier im Wald in Betrieb setzte.

Der Anmarsch ist etwas aufwendig, den der direkte Weg ist wegen eines Pilzbefalls der Eschen gesperrt, weil herabfallende Äste die WandererInnen gefährden könnten.Nach dem Backofen zur Paulakapelle (GC1REPC), wo wir vorher den tollen Blick auf Wien und die Donau genießen.

Von dort gings weiter zur Hundsbergrunde, wo wir bei #5 starteten. Ein bekanntes Gesicht begrüsste uns am Wanderweg – Nicola – eine gute Freundin war hier mit einer Gruppe zum Erholen unterwegs.

Die Hundsberg-Strecke selbst besteht aus 13 Doserl, die jeweils etwas abseits des Weges platziert sind. Eine gemütliche Wanderung für einen Nachmittag in der Natur. Zwischen #2 und #1 machten wir noch einen Abstecher zum „Gipfelsieg“ beim Doserl auf der Hundsbergspitze (GC4YZZ2). Festes Schuhwerk ist hier beim Geocaching doch notwendig, denn abseits der Forstwege gehts über Stock und Stein.

Auch Schmetterlinge durften heute nicht fehlen. Die Weißfleck-Widderchen umschwärmten uns an den sonnigen Stellen geradezu massenhaft. Am Weg selbst sonnten sich zwei Exemplare:
Der Kaisermantel ist ein Bewohner von sonnigen, blütenreichen Stellen in Wäldern und anderen von Gehölzen dominierten Lebensräumen und besiedelt Waldränder, Waldwege, Waldlichtungen, Waldsäume, Hecken, Kahlschläge, feuchte Hochstaudenfluren, Bachtäler und Gräben, Steinbrüche, Parks, Friedhöfe und Gärten.
Das Tagpfauenauge besiedelt eine Vielzahl von offenen und halboffenen Lebensräumen, auch im Siedlungsbereich (z. B. Parks, Friedhöfe und Gärten). Nur dichte Wälder werden gemieden.

Zum Abstieg kehrten wir nach dem Suchen bei #13 um, und machten uns auf den Weg zu den Dosen „Am Klosterbruch“ #6 (GC7A8Y6) bis #8. Dabei schreckten wir dieses Urtier auf

 

Ein Kurztripp in den Osten der Steiermark

 

Um 1 Uhr nachts trommelte es auf das Womo-Dach, Blitz und Donner – ein kleinere Gewitter zog über den Röcksee. Um 08:30 Sonnenschein beim Frühstück. Alles startklar machen für die Rückreise nach Wien. Um ca. 11:00 „Adieu – Röcksee“.

Wir wählten für die Rückreise einen Weg im Osten der Steiermark:
Mureck – Halberein – Klöch – Haseldorf – Aigen – St. Anna am Aigen – Kapfenstein – Mahrensdorf – an Fehring westlich vorbei – Brunn – Hatzendorf – Söchau – Maierhofen – Großwilfersdorf – A2. Dazwischen machten wir eine Kaffeepause mit Ausblick auf die Riegersburg. Am Wechsel hätte uns fast das totale Unwetter erwischt. Auf der Gegenfahrbahn hatten sie schon mit dem Wasser von Sturzbächen zu kämpfen.

Um ca. 15:30 parkten wir uns wieder am ARBÖ-Parkplatz ein.

Schlangen und Schmetterlinge in der Au der Mur

3. Juni 2018

Rund um uns abgeräumt, zusammengepackt und verstaut. Gegen Mittag sind wir die einzigen, die noch hier bleiben. Wir starten uns Rad-Geocaching-Tour um 11:30. Heute habe wir einen Mysti, mehrere Tradis und Multis im Visier. Insgesamt schafften wir heute 20 km.

Unter dem Motto – täglich ein Schmetterling – ist heute ein C-Falter, der uns vor die Kamera flog. Er gehört zur Familie der Edelfalter und seine Unterfamilie sind die Fleckenfalter. Die Flügelspannweite beträgt 40 – 50 mm. Das Verbreitungsgebiet reicht in Europa bis 66. Breitengrad. Die Falter leben an Waldwegen und -rändern. Sie bevorzugen Salweiden, Hasel- und Ulmengebüsche.

In der Au mussten wir anhand eines Märchens einige Stationen lösen. Bei einer Fröschelei gabs folgendes Rätsel: Der Springfrosch, kann am weitesten springen – er schafft 2 Meter. Diese Sprungweite ist das 33-fache seiner Körperlänge. Wie groß ist der Frosch? Ein weiteres Rätsel dazu: Seit neuesten Abmessungen ist Gitti 1m58 groß – wie weit könnte sie springen, wäre sie eine Springfröschin?
Am Ende des Multis gabs noch eine Überraschung eine Schlange bewachte das Doserl. Wir konnten mit ihr aber ein Arrangement treffen – sie verzog sich in einen Hohlraum des liegenden Eichenstamms zurück und Gitti hatte freien Zugriff auf das Doserl beim Steher.

Wurde von Lehrlingen der Berufsschule gefertigt

Slowenische Stachelbeerspanner und Weißfleck Widderchen und der Kampf mit den Gelsen in der Murau

2. Juni 2018

07:15 – Gitti rüsselt ganz gemütlich neben mir – ich schleiche mich aus dem Wohnmobil, um zum Bauernmarkt nach Mureck zu fahren. Denn der frühe Einkäufer bekommt die beste Ware. Ich trete die paar Kilometer ins Stadtzentrum locker durch – brause in den Stadtplatz hinein und wo ist der Bauernmarkt nur  – 2 Standerl thats it. Zurück zum CP, um die Ware im Kühlschrank zu bunkern und zum nächsten Hofladen. Gitti hat mir aufgetragen – ich muss unbedingt Joghurt besorgen, denn wir hätten nur Sauerrahm mit. In Wirklichkeit war es umgekehrt.

Wir kommen rekordverdächtig um 10:45 mit unseren Rädern weg. Zuerst noch ein paar Cache in Österreich – dann über die Brücke nach Slowenien. Dort steigen wir in den Powertrail SGT ein. Unsere erste Dose ist Nr.45. Dieser Trail führt entlang der Mur in Slowenien und führt dann durch das Weinbaugebiet Slovenske Gorice hier im Nordwesten Sloweniens. Dieses Gebiet hat 90.000 EinwohnerInnen.
Hier in der Murau plagen uns die Gelsen ziemlich. Das feuchtwarme Wetter, jeden Abend gibts starke Gewitter mit Überflutungen, ist geradezu ideal für die Viecher. Unsere Arme und  Füße können wir mit Authan schützen. Diese Plagegeister stechen aber durch die Radlerkleidung – grrr. Wir fahren in Slowenien bis Apace, kehren dort um, und nehmen dann die Radbrücke über die Mur zurück zum CP, wo wir gerade noch rechtzeitig vor dem abendlichen Regen ankommen. Wir schaffen heute 40 Radkilometer.

Neben den Gelsen bietet uns die Fauna auch einiges. Vor allem Schmetterlinge. Ein alter Bekannter, den wir auch in Oberretzbach schon einmal getroffen haben ist das Weißfleck – Widderchen aus der Familie der Eulenfalter. Sie gehören zur Unterfamilie der Bärenspinner und sind von Südeuropa bis in den Nordosten und Nordwesten Deutschlands heimisch. Im Osten beflattern sie auch Kleinasien und Transkaukasien. Ihre Raupen fressen krautartige Pflanzen wie Erikagewächse und Heidekraut. (Beim Cache GC52XV5 – N46°43.138‘, E015°49.289‘ gesehen).

Ein neuer in unserer Reihe Nachtfalter ist der Schmetterling des Jahres 2016, den wir beim Cache GC52XTY – N46°43.315‘, E015°50.770‘ entdecken – der Stachelbeerspanner. Der Falter wird 21 mm lang und erreicht eine Flügelspannweite von 32 – 48 mm. Er lebt von der Iberischen Halbinsel bis Zentral- und Ostasien. Sie fliegen von Ende Juni bis August. Wir dürften einen Frühstarter gesehen haben.