Vom Innviertel ins Mühlviertel

21. Mai 2018

Ein sehr gemütliches Feiertagsfrühstück bei Sonnenschein am Standplatz in Ranshofen. Nach dem Kaffee mussten die Spuren von der Grillerei des Vorabends geputzt und getrocknet werden. Gegen 13:00 starteten wir das Womo Richtung Höflein in Ottensheim.

Wir überquerten die Donau bei Aschach, wo wir an der Donau einen Stellplatz erblickten. In Höflein haben wir uns hinter zwei deutschen Campern abgestellt, mit Blick auf die kleine Aulandschaft eines Zuflusses zur Rodl. Der Stellplatz muss in einem internationalen Verzeichnis stehen. Nachmittags parkten plötzlich drei finnische Womos auf der Zufahrt – ein wenig später gesellten sich noch Belgierinnen dazu.

Jugenderinnerungen – die Ratzlburg – eine Abendgrillerei

20. Mai 2018

Rivera

Vom Standplatz in Ranshofen sind wir schnell am Radweg R3a (Tauernradweg) Richtung Salzach-Inn-Blick. Flussaufwärts fahren wir am Damm, wo wir manches Doserl heben. Donna Makrella holt nach, was ich bereits vor einem Jahr erledigt habe. Die Rivera ist eine Bucht des Inn, knapp unterhalb der Salzach Mündung und liegt im Naturschutzgebiet unterer Inn. In meiner Lehrlingszeit haben wir hier beim Zelten manch wilde Nacht durchlebt.

Ratzlburg

Der Radweg führte uns zur Weilharter Landesstrasse. Kurz bevor wir auf den schmalen Radfahrstreifen einbogen sahen wir ein Hinweisschild „Ratzlburg“. Die Burganlage ist im 12. Jahrhundert entstanden. Bei mehreren Grabungsetappen von 1992 bis 1998 wurde ein achteckiger Wohnturm, das zentrale Gebäude der Burganlage, von Archäologen des OÖ. Landesmuseums freigelegt. Die Stadt Braunau hat diesen Wohnturm im Jahr 1998 konservieren lassen und im Jahr 1999 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (N48°12’19,02″ – E012°57’15,59″).

Weiter ging unsere Radtour wie erwähnt am sehr schmalen Radstreifen auf einer vielbefahrenen Landstrasse zum Salzach-Inn-Blick. Hier gabs wieder einen Tradi und einen Multi, den Gitti löste. Hier bietet sich ein bezauberndes Panorama auf die Einmündungsfläche der Salzach in den Inn, sowie einen wunderschönen Ausblick auf das Naturschutzgebiet „Europareservat unterer Inn“.

Ranshofen

Am Weg zurück Richtung Standplatz und weiter nach Ranshofen zum höchsten Punkt des Ortes konnten wir noch einige Doserl abstauben. So gegen 16:00 gabs Kaffee und Kuchen bei Anita und Rudi jun. Sabine war mit ihrem roten E-Bike-Flitzer und GPA-djp-Einsatzjacke auch zum Kaffeeschlürfen angebraust. Für den Abend vereinbarten wir eine kleine Grillerei am Womo-Stellplatz.

Radtourdaten: 28,6 km und 512 Höhenmeter.

 

Schloß Hagenau und ein Flüchtlingslager in Braunau am Inn

19. Mai 2018

Nach einem gemütlichen und windigen Frühstück radelten wir zum Dorfladen in Ranshofen, wo wir uns lokalen Spezialitäten eindeckten. Da das Sortiment begrenzt war gings den Schloßberg radschiebend hinauf (17 % Steigung) zum Billa.

Zurück am Stellplatz verstauten wir die Leckereien im Kühlschrank des Womo. Nun gings zum Mittagskaffee zu Sabine und Jasmin in St.Peter am Hart. Eine Stunde Pause bis wir Richtung ersten Cache in der Wildnis unterhalb des Freibads in St. Peter aufbrachen. Gitti kämpfte sich durch das Gestrüpp und hob das Doserl. Weiter die Tour bis zum Schloß Hagenau und zwar vom früheren Seefestgelände, wo wir uns ebenfalls ins Logbuch verewigten.

Ein Abstecher bei Insekten – TB -Hotel Richtung Braunau am Damm des Stausees zum Doserlüberschuss, wo ich in Yoga-Bück-Stellung zwar verschiedene Doserl unter einer Brücke im saukalten Wasser fand, aber das Richtige nicht offenbarte. Dafür hatte ich sehr saubere gut gekühlte Zehen. Auf der Höhe Reikersdorf verabschiedete sich Sabine, denn sie musste Helga mit permanenter Übelkeit und sonstigen Begleiterscheinungen zum Arzt nach Minning bringen.

Wir radelten nach Laab. Dort steht noch das Eingangstor  eines riesigen Flüchtlingslager, das sich in den Stadtteilen Laab und Höft erstreckte. Insgesamt gab es hier 129 Baracken, wo tausende Trentiner, österreichische Staatsbürger mit italienischer Muttersprache, aus ihrer Heimat evakuiert und teilweise zwangsumgesiedelt wurden. Ein paar Häuserblocks weiter informiert ein Gedenkstein an die 728 Toten, die hier bis 1918 starben und in einem provisorischen Friedhof begraben wurden.

Dann gings noch zur Hauptschule, die ich von 1969 – 1973 besucht habe. Bei Rudolf Eiblmaier sen., Astrid (seiner Frau) und dem Sohn der beiden Marcel gabs leckeren Kuchen mit Cafe und einer Hausführung. Um 18:00 radelten bei mittlerweile kühleren Temperaturen zum Stellplatz. Das Abendessen verspeisten wir gemeinsam mit Sabine im Gasthaus Gierlinger (Wirt z Blankenbach), Blankenbach 11, 5282 Ranshofen (07722/64556).

Radtourdaten: 35,92 km, 168 Höhenmeter

Cousin, Nichten, Neffen, Schwestern

18. Mai 2018
Heute mit dem Womo zur Clantour im Innviertel aufgebrochen. Zuerst bei Walter und Renate in Hart bei Ort im Innkreis. Nach 10 Jahren ein Nachmittag zur Familienforschung. Für November haben wir ein Planungstreffen für das CousInnen-Event vereinbar.

Um 17:45 erreichten wir in Ranshofen den Stellplatz beim Gasthaus Putscher. Um 19:00 war das nächste Clantreffen – Melanie, Rupert, Simon – Rudi, Astrid – Jasmin, Peter – Sabine, Helga, Gitti und ich. Die Diskusionen drehten sich vom Thermomix bis zur Diplomkrankenpflegerinnenausbildung. Eine Frage an die LeserInnen: „Wie nennt man den Verwandtschaftsgrad vom meinem Cousin zu meinem Neffen?“

Fluchtstrasse

12. Mai 2018

Heute morgen gehts mit den Rädern auf den Güterwegen nach Andau. Wir steuern den Campingplatz an, wo wie den ersten Cache (GC4KP81) heben. Teilweise fühlen wir uns wie radelnde Bratheringe so glüht es herunter. Wir holen uns zumindest innere Abkühlung mit einem Eis-Hausbecher in einem Cafe.

Dann steuern wir die „Fluchtstrasse“ an. Von den 180.000 ungarischen Flüchtlingen kommen 1956 über die Brücke von Andau 70.000 Menschen hier diese Strasse entlang. Das Österreichische Rote Kreuz schreibt auf einer Gedenktafel

An die Vergangenheit erinnern
Für die Zukunft lernen

Diese Zeilen sollten sich manche Sozis zu Herzen nehmen, denn es reicht nicht am 1.Mai „Hoch die internationale Solidarität“ zu rufen. Es braucht das dazu solidarische Politik, vor allem bei einigen burgenländischen Genossen.

Bei der Rückfahrt sehen wir zwar keine Großtrappen dafür treffen wir eine Arbeitskollegin aus der GPA-djp Niederösterreich mit ihrem Sohn.

Stelzenläufer am Zicksee

Manche Verbote kann man nicht finden und Erdbeeren noch nicht

11. Mai 2018

GC78MB4

Gestern mit der Family den Geburtstag der Schwiegermutter gefeiert. Heute am Morgen alles startklar für das Womo gemacht und ab nach St. Andrä am Zicksee. Eigentlich unsere Destination für die Erdbeeren, damit der Erdbeerknödelvorrat bei Hermi sicher gestellt ist. Die roten Leckerlies sind noch rapidgrün und müssen angesichts der Spielweise erst erröten.

Bei unserer Geocachingtour heben wir 5 Doserl und finden dabei eine seltsame Tafel in der Nähe des Waldrands aber noch gut geschützt vor den Blicken der vorbeifahrenden RadfahrerInnen. Ein Geocache führt uns zu einer Fahrverbotstafel  im Wald. Kein Weg, keine Strasse – was, wer, wie, wozu soll hier zwischen den Bäumen am Fahren gehindert werden?

 

Retrogeschirr und industrielle Lost Place

Vor 08:30 das wäre Rekord – vor 09:00 Uhr ist eigentlich super für uns beide SchnarchkünstlerInnen am Wochenende. Warum, weshalb dazu schweigen wir.

Mit den Drahteseln die Traisen entlang zu den „Industrieruinen“. Südlich von Wilhelmsburg in der Gemeinde Göblasbruck wurde 1830 eine Baumwollspinnerei errichtet später kurz Zwirnerei genannt (Cache: GC5R35Q). Eine ehemalige Gewehrfabrik in Wilhelmsburg war der Grundstein für die Eisengießerei M. Schmid & Söhne (Cache: GC5MDR7).

Auf dem Gelände der ehemaligen Geschirrfabrik ist das Geschirrmuseum untergebracht. Gitti erkannte sofort Geschirr aus ihrer Jugend in den klassischen Pastellfarben der damaligen Zeit. Wilhelmsburg hat auch eine lange Keramiktradition (ÖSPAG) von der bekannten Produktion des Lilienporzellan bis zum Wilhelmsburger Steingut.

Heute machen 12 Caches – „Höhepunkt“ aus meiner Sicht war das Heben eines Caches in einem Abwasserkanal mit Taschenlampe. Am Rastplatz trafen wir einen rüstigen älteren Mann mit Rad. Als er uns sein Alter sagte haute es uns fast aus den Socken 87 Jahre. Nach dem Monsteraufstieg mit den Rädern beim CP und 37,8 km belohnten wir uns mit einem Grillabend und einem Riesling vom Schneeweiß.

Edelstahldrachen und Motorradweltmeister

Foto: Brigitte Drizhal

Dieses Wochenende haben wir das Womo in Traisen aufgestellt. Im Gemeindewappen ist ein Drachen dargestellt. Nach einem kleinem Kaffeeschläfchen haben Gitti und ich  noch eine Geocachrunde gestartet. Die 4,7 km führten uns vom Kräutergarten gegenüber des CP in die Niederungen des Tals zum Drachen. Der Sage nach trieb er es so wild, dass er mit seinem gewaltigen Hinterteil die Bergwand durchstieß und der Ort überflutet wurde. Das lindwurmartige Wesen blieb in Traisen liegen und nur das Gerippe überdauerte. Im Jahr des Drachen wurde ein Edelstahlgerüst gebaut, das an diese Sage erinnert.

Foto: Brigitte Drizhal

Gleichzeitig ist Traisen die Heimat von Rupert Hollaus, der bisher als einziger Österreicher Weltmeister in der 125 ccm und Vizeweltmeister in der 250 ccm auf einer NSU wurde . Er verunglückte wie Jochen Rindt in Monza tödlich. In seinem Kopf ist eine Cachedose versteckt.

Heute gibt es ein leichtes Abendessen  – italienische Pasta mit österr. Gemüse. Gitti hat als Nachspeise ihren wichtigsten Stangerl vorbereitet. Soletti immer dabei.

 

Wein und Keramik in der Wachau

30. April 2018

Impressionen vom Vorabend

Ein spätes Frühstück gegen 10:00 Uhr vormittags. Bei Tee und Ham & Eggs konnte ich zwei Väter mit ihren Söhnen um die 12 Jahre beobachten. Die Väter hackeln – die Jungs machen nur wenn sie „motiviert“ werden oder es angeschafft wird. Sie dürften entweder aus Tschechien oder der Slovakei sein.

Ein weiteres Schwätzchen mit unseren Nachbarn – Fritz und seiner Gattin. . Er war gerade beim Heckenschneiden und wartete ab bis der Radlertrupp abgereist war. Es gab noch interessantes aus ihrem Leben.

Bei der Heimfahrt holten wir uns Nachschub in Weissenkirchen für die trockenen Pfade in Skandinavien.

Schiffmeister und Holzhändlersgattin

29. April 2018

Bei der Kiliankirche in St. Nikola an der Donau entdeckt Gitti die Ruhestätte der Familie Schalberger.

  • Louise Schalberger – Schiffmeisters Holzhändlersgattin  – 1911 – 71 Jahre
  • Florian Schalberger – Schiffmeister und Holzhändler- 1912 – 76 Jahre
  • Franz Achalberger – Schiffmeister und Sägewerksbesitzer – 1930 – 65 Jahre
  • Maria Schalberger -Schiffmeisters- u. Holzhändlersgattin – 1946 – 69 Jahre

Gitti war ganz angetan von dieser Familientradition.

 

Unsere Radtour– heute 48,7km Willersbach – Grein – Persenbeug – Willersbach bei 30 Grad, das zehrte an unseren Kräften und Wasservorräten. Dafür war die Geocaching-Tour sehr abwechslungsreich. Wir fanden ein TB-Hotel (GC63RYC) mit vielen Gästen, eine Riesenbox, die junge Frauenherzen höher schlagen lässt (GC6F9FA) und ein listiges Doserl, wo ich mehrmals hinauf- und hinunter kraxeln musste, bis ich endlich mit einem Spezialwerkzeug von Gitti das Logbuch heben konnte (GC2JKGN).

Am Abend unsere gute Tat. Ein junger Radfahrer hatte kein Bargeld mehr und der Wirt nimmt keine Kredit- und Bankomatkarten. Der Wirt spendete das Bier und wir die Pizza.

Ausblick auf Grein