Die Porzellanstadt Selb

Von Bad Abbach führt uns die nächste Etappe nach Selb einer 15.000 Einwohner großen Stadt, wo das Porzellan deren Geschichte prägte. Das weltweite Zentrum der Porzellanindustrie liegt unmittelbar an der Grenze zu Tschechien. Wir erreichen Selb auf der sogenannten Bayerischen Porzellanstraße und ist die Wiege weltbekannter Marken wie Rosenthal und Hutschenreuther.

Das ist der bekannte Porzellanbrunnen auf dem Martin-Luther-Platz in Selb.

Die aufragenden Porzellansäulen in der Mitte stehen metaphorisch für die rauchenden Schornsteine der historischen Porzellanfabriken, die das Stadtbild und die Geschichte Selbs maßgeblich geprägt haben. Für die Mosaike wurden von Barbara Flügel mehr als 45.000 einzelne Porzellanplättchen in Weiß-, Blau- und Goldtönen verarbeitet.

Die Glocken bestehen aus edlem Biskuit- beziehungsweise Hartporzellan. Da die spätere Tonhöhe erst nach dem Brennvorgang exakt feststeht, erforderte das Gießen und Stimmverfahren höchste Präzision. Durch die Lage auf zwei gegenüberliegenden Balkonfenster entsteht beim Spielen ein sogenannter „Stereo-Effekt“.
Die gespielten Lieder wechseln je nach Jahreszeit und Anlass (von Volksliedern über klassische Stücke wie Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“ bis hin zu Weihnachts- oder Frühlingsliedern).

Weiter bei unserem Spaziergang durch die Stadt

Kultur und Hundertwasser in Bärnbach

Im Weststeirischen Becken liegt die Gemeinde Bärnbach. In der Gegend um Bärnbach wurde in der Oberndorfer Mulde ein abbauwürdiger Braunkohleflöz entdeckt. Für seine ehemalige Kohlemine und Glasbläserkunst ist Bärnbach bekannt. Ein touristischer Magnet ist heute zusätzlich die Hundertwasserkirche.

Die im Zentrum liegende Pfarrkirche hl. Barbara, die 1948 erbaut und 1988 vom Architekten Friedensreich Hundertwasser vor allem außen umgestaltet wurde. Der Innenbereich ist im Gegensatz schlicht und von einigen einheimischen Künstlern gestaltet worden. Die Glasfenster wurden von Franz Weiss entworfen. 
Weiterlesen →