Ein Abend in Sörfjärden

Nach einer längeren Wanderung durch den Urwald in Schweden landen wir abends an der Küste in Sörfjärden. Der Ort wird auch Gnarpsbaden genannt, weil der Gnarpsån hier ins Bottnische Meer mündet. Der längster Sandstrand Norrlands von etwa 2.000 Metern befindet sich hier. In anderen Beschreibungen habe ich 800 Meter gelesen.

Im Listing des Geocaches Gistvallen – GC2627P von gunnarlj erfahren wir, dass der Hauptdamm von Sörfjärdens Hamnförening verwaltet wird, die seit 1932 besteht. Dieser Ortsteil in Sörfjorden hat eine besondere Flora und es gelten besondere Regeln für die Instandhaltung, sie zum Beispiel, dass im August mit der Sense geschnitten werden muss, damit die Blumenflora erhalten bleibt.

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Die Umrundung des Ångersjön

Der See Ångersjön liegt etwa 2 Kilometer südwestlich von Enåner in der Gemeinde Hudiksvall. Ein kleiner Wanderweg führt um den See herum. Er ist ca. 6 km lang und man wandert abwechselnd auf Pfaden, Schotterwegen und zum Schluß ein kurzes Stück auf Asphalt, um wieder zum Rastplatz zu gelangen. Manchmal gab es Bretter oder Baumstämme, die an besonders nassen Stellen aufgelegt waren. Auch bei Schönwetter ist es ratsam vor allem im Waldgebiet eine lange Hose zu tragen, wegen der fliegenden „Raubtiere“, die sonst lästig werden.

Der See hat eine Fläche von 0,88 Quadratkilometern und liegt 38 Meter über dem Meeresspiegel . 
Der See wird durch den Wasserlauf Hedsjöbäcken entwässert .
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Surströmmingmuseum in Skeppsmalen

Vor Jahren nahm ich mir eine Dose Surströmming von einem Schwedenurlaub mit nach Hause. In einem Anflug von „Verrückheit“ haben wir bei einer Silvesterfeier diese Dose am Balkon vorsichtig geöffnet. Natürlich haben wir uns diverse Berichte über den Geruch, den Geschmack, usw. angesehen. Wir meinten vorher noch, ein bißchen übertrieben wird dabei.

Vorsichtig öffneten wir die Dose bei uns zu Hause am Balkon. Beim „Einstechen“ mit dem Dosenöffner machte es einen Pfiff und einer dünner Strahl von einer Flüssigkeit unglaublichen Gestanks spritzte empor. Kleidungsstücke, die davon getroffen wurden, waren schlagartig unbrauchbar. Ein Aufschrei verursacht durch olfaktorisch gequälten Nasen ging durch die Runde. Besonders mutige von uns, inclusive mir, nahmen eine Kostprobe vom Fisch. Allerdings besorgten wir uns vorher jeder ein Stamperl Schnaps, um das irgentwie zu verdauen. Die Entsorgung der Dose und dessen Inhalt wären fast eine eigene Geschichte.

Mit dieser Vorgeschichte besuchten wir das Surströmmingmuseum.

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Eine Küstenwanderung um den Leuchtturm Skagsudde

Skagsudde wird vom Schwedischen Institut für Meteorologie und Hydrologie häufig als Wetterstation in Schifffahrtsnachrichten erwähnt. Es gehört der schwedischen Seefahrtsbehörde und wird von ihr ferngesteuert. Er ist der wichtigste Leuchtturm, um die Häfen von Örnsköldsvik und Husum zu erreichen.

Wir suchen uns einen Stellplatz in Skeppsmalen und melden uns dazu im nahegelegenen Restaurant Fiskevisitet an. Ein malerisches Fischerdorf, wo man die Küstenlanschaft so richtig genießen kann. In einem Selbstbedienungsladen bekommt man Fisch in geräucherter oder filetierter Form. Dem Restaurant angeschlossen ist ein Surströmingmuseum.

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Was haben Traktoren und Uhren gemeinsam?

Holger Larsson in Svartbyn betreibt das größte Traktorenmuseum im Norden von Schweden.Trotz der angeschlagenen Gesundheit begrüsst uns Holger und wir bekommen von ihm ein paar Enblicke in die Museumsgeschichte, die vor 50 Jahren als Landwirt begann. Vom dreiachsigen Porschetraktor bis zum klassischen Volvo befinden sich über 250 Modelle auf dem Gelände.

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Ausspannen am Noret Havscamping

Etwa 8 km südlich von Lövånger liegen drei Dörfer mit einer alten Fischerkultur. Die Dörfer liegen rund um den langen Lövselefjärden. Wir suchen einen Campingplatz zum Ausspannen, wo wir gemütlich lesen, spielen und den angesagten Schlechtwettertag überbrücken können. Wobei der kurzfristige, kleine, tägliche Regen gehört für uns zum Alltag.

In der Mitte die Sauna mit einer Glasfront Richtung Fjord und rechts der beheizbare Badezuber.
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Fischräucherei und Touristeninformation

Die Touristenstation in Jävre ist seit 2003 ein Baudenkmal. Sie wurde 1967 eingeweiht und war damals die erste moderne Touristenstation für Autotourismus im Land. Jävre liegt ganz im Süden von Norrbotten und zählt zur Gemeinde Piteå. Hier verläuft die Grenze zwischen Västerbotten und Norrbotten. Daher hat man an diesem strategisch günstigen Punkt eine Touristeninformation gebaut, die Informationen zu beiden Provinzen vorhält. Sie hat vor allem im Sommer geöffnet, meist von Mitte Juni bis Mitte August.

Von dem Rastplatz und der Touristeninformation führt ein Fußweg unter der E4 hindurch auf die andere Seite. Dort liegt ein Gästehafen mit Leuchtturm. Das Foto entstand in der Unterführung.

Die Lage nahe der Grenze zu Västerbotten machte den Ort zu einem idealen Rastplatz für Touristen auf dem Weg nach Norden. uns lockt als erstes ein Geocache von konka72 – Virtual Reward 2.0 – Jävre Turistcenter – GC892MG mit lustigen Aufgaben zur Touristeninformation her.

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Vor 100 Jahren ein Industriezentrum – heute ein Campingplatz

Die Blütezeit des „Ortes“ fällt in die ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Ab 1903 und 10 Jahre später wurden Belfragehusen, Weiße Taube, Nebengebäude, Stall, Wäscherei und Matrosenheim gebaut.
Das Hauptgebäude und die Faktorwohnung werden renoviert und der Zollhof wird hergerichtet und wird eine Wohnung für zwei Zollbeamte und ein Zollamt.
25 Familien mit über 100 Personen leben jetzt auf „Plassen“, alle mit eigenen Stationen in Nebengebäuden und dass. In den Teamfarmen war Platz für die Kühe der Arbeiter. Zur gemeinsamen Nutzung gab es eine Bäckerhütte, eine Wäscherei, einen Mangelschuppen und einen Erdkeller – eine geordnete Gemeinschaft, wenn auch etwas abseits vom Rest des Dorfes.

Hier sind noch Spuren der ehemaligen Hafenanlagen zu sehen

Zum Hafen in Sikeå gibt es eine Ausstellung, die das Ergebnis der engagierten Arbeit vieler Menschen ist. Anfang der 1980er Jahre wurden von einem Studienkreis in Sikeå Bilder gesammelt, die eine lange und wichtige Periode in der Geschichte von Sikeå und des Hafens dokumentieren.Mehr darüber in den Roten Spuren…

Ausblicke vom Havscamping in Sikeå

Wir kommen nach Sikeå, wegen dem Adventure Lab, der sich geschichtlich mit der ehemaligen Eisenproduktion in der Gemeinde Robertsfors auseinandersetzt. Als die Eisenproduktion hier in Schwung kam, wurde ein Hafen zum Transport der Güter benötigt. In Sikeåhamn, wo sich der heutige Campingplatz befindet, wurde große Hafenanlagen errichtet. Von den Produktionsstätten zur Eisengewinnung und von den Hafenanlagen sind nur mehr Spuren vorhanden. In einem eigenen Blogeintrag werden wir uns damit beschäftigen.

Wir machten ein Nachmittagsschläfchen in der Sonne. Vor Abendessen nutzte ich die Gelegenheit für eine kleine Fotosession am Ufer.

Gänsesäger – ich bin mir aber nicht sicher!
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Am nördlichsten Campingplatz in Schweden

Karesuando (finnisch: Karesuvanto, nordsamisch: Gárasavvon) liegt 300 km nördlich des Polarkreis am Muonio älv. Der Fluss bildet die natürliche Staatsgrenze zwischen Finnland und Schweden.

Rechts die schwedische Kirche

Wir durchfahren eine tundraartigevLanschaft, die anfangs von niedrigen Birken geprägt ist. Je weiter südlich wir kommen, umso mehr Nadelbäume sehen wir. Das nasse Wetter der letzten Tage waren „Festtage“ für unsere Lieblingsbegleiter hier in diesem Gebiet. Die Moskitos erfreuen sich der wundersamen Vermehrung. Wir checken ein am nördlichsten Campingplatz in Schweden.

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