Auf zum KÄSE – HOFLADEN

Wo immer wir sind versuchen wir uns mit regionalen Produkten zu versorgen. Hofläden und kleine Selbstbedienungsstände am Straßenrand bieten dazu eine gute Gelegenheit. Da unser Käsevorrat zu Neige geht und wir auch das Frühstücksgemüse (Gurke, Paprika, Paradeiser, Radischen) immer weniger wird, starten wir eine Rad – Geocaching – Tour zum Käsehof Rozenburg, Tjücher-Weg 1, 26736 Krummhörn-Pilsum.
Der Beginn unserer Tour führt uns durch landwirtschaftliche Nutzflächen innerhalb des Deiches. Viehwirtschaft, das saftige Grün der Weiden und die Entwässerungsgräben sind allgegenwärtig.

Zwei größere Geocaching-Trails liegen am Weg und werden mit unseren Drahteseln angesteuert. Wir radeln zur Leybucht, sie liegt im Westen von Ostfriesland zwischen Greetsiel und Westermarsch. Die Leybucht bildete sich nach der ersten zuverlässig erwähnten Sturmflut an der niederländischen Küste am 26. Dezember 838. Etwa 2500 Menschen fielen den Naturgewalten dabei im gesamten von ihr betroffenen Küstenbereich zum Opfer.

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Norddeich- ostfriesisch herb und bezaubernd

Unsere nächste Station ist der Campingplatz in Norddeich in Ostfriesland. Hier haben wir uns für eine Woche zum „Aufsaugen“ ostfriesischer Luft und Kultur einquartiert. Bei der Ankunft erleben wir sofort die Wechselhaftigkeit des Nordseewetters im Herbst. Warmer Sonnenschein bis kühle Winde bei dichter Wolkendecke und mal kräftige Schauer und das alles in kürzester Zeit. Es gibt genügend „trockene Zeit“ für unsere Wander- und Radausflüge.

Norddeich (plattdeutsch Nörddiek) ist ein Stadtteil der Stadt Norden mit 1.264 Einwohnern (31. März 2020), die sich auf einer Fläche von 10,43 Quadratkilometer verteilen. Er liegt im Nordwesten Ostfrieslands unmittelbar an der Nordseeküste und ist seit 1979 ein „staatlich anerkanntes Nordseebad“.

Weiter bei unserer Erkundungstour in Norddeich

In Dangast „Up‘n Diek“

Unsere Geocachingrunden in Dangast führten uns immer wieder auf den Deich (Plattdeusch: Up‘n Diek“. Hier spüren wir bereits den Herbst und wir „Landratten“ müssen uns erst an das Nordseeklima gewöhnen. Ist die Sonne da, ist es angenehm warm – wird es schattig und eine Brise zieht auf, dann beginnt es schnell zu frösteln. Die frische Seeluft putzt unsere Großstadtlungen durch, einfach herrlich und der Blick auf das Meer, das hat uns heuer bisher gefehlt. Da können schon einige Schauerwolken umherziehen, das hält uns vom Geocaching und den damit verbundenen Wanderungen nicht ab.

Diese Schatzkiste rechts im Bild verdanken wir „Bohnie – Radiella und der Schatz von Dangast“. Diese Schatzkiste konnten wir erst öffnen, nachdem wir das Geheimnis der Fischschwärme gelöst hatten.

Während unseres Aufenthalts findet gerade das „Mittelalterfest“ statt. An der Küste ist dazu eine Zeltstadt mit Werkstätten und Schaubuden aufgebaut.

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Der Jadebusen und Friesendom in Dangast

Bei unseren Spaziergängen und Deichwanderungen in Dangast sehen wir oft Gedenkstätten und Informationstafeln zur Entwicklung des Jadebusens und den Verheerenden Sturmfluten, die tausenden Menschen in den letzten Jahrhunderten das Leben kosteten.
Zwischen den beiden Campingplätzen ragen an der Küste vier Granitsäulen, die oben mit einer Glocke verbunden sind, empor. Die Glocke aus Bronze, 250 kg schwer, beginnt bei orkanartigen Windstärken zu läuten und warnt  die Menschen vor der Gefahr.

Der Friesendom ist ein Mahnmal und soll den Opfern der großen Sturmfluten der Vergangenheit gedenken.
7 Kirchspiele (Pfarrbezirke) versanken im Jadebusen.

Der Friesendom erinnert an die sieben Dörfer, die bei Sturmfluten im Jadebusen versanken. Viele Menschen und Tiere verloren dabei ihr Leben. Aus einem mächtigen Granitblock mit einem Gewicht von ca. 100 t wurden 4 gleich große Säulen gespalten, die zusammengefügt wieder den ursprünglichen Block ergeben würden. Der Besucher, der den „Dom“ betritt, soll soll das Gefühl erhalten, sich in einem Grantblock zu befinden. Im Kreuz stehend zeigen die 4 Blöcken in die 4 Himmelsrichtungen.

Naturgewalten versus Landwirtschaft

Eine nachdenkliche Geocachingrunde in Magdeburg

Wir wählten Magdeburg als nächste Zwischenstation in unserer Anreise in den Norden aus. Der Stellplatz am Winterhafen war bereits um 15:00 Uhr völlig ausgebucht. Auf abenteuerlichen Wegen suchten wir die Alternative am Elbufer, die allerdings weniger Infrastruktur für Camper:innen zu bieten hatte.
Nach unserer Ankunft erinnerte ich mich an eine Ausstellung zur Kriegsgeschichte, wo die Gräueltaten der Habsburger im 30-jährigen-Krieg in Magdeburg beschrieben wurden. Irgentwie sollte uns das Thema „Krieg“ am Rundgang nicht mehr loslassen. Dazu aber später.

Durch die Kriegshandlungen vom 20. Mai 1631 starben rund 20.000 Magdeburger Bürger. Die „Magdeburger Hochzeit“ gilt als das größte und schlimmste Massaker während des Dreißigjährigen Krieges, das in ganz Europa Entsetzen hervorrief. Es hieß, die Taten und der Schrecken seien in ihrer Entsetzlichkeit „nicht in Worte zu fassen und nicht mit Tränen zu beweinen“. Die meisten der Überlebenden mussten die Stadt verlassen, da ihnen auf Grund der Zerstörungen die Lebensgrundlage genommen war. Seuchen, die in der Folge auftraten, forderten weitere Todesopfer. Am 9. Mai 1631 hatte Magdeburg noch rund 35.000 Einwohner, 1639 waren es nur noch 450. Die Stadt, vor dem Krieg eine der bedeutendsten in Deutschland, verlor schlagartig ihren Einfluss und wurde in ihrer Entwicklung um mehrere Jahrhunderte zurückgeworfen. Erst im 19. Jahrhundert erreichte und überschritt Magdeburg wieder die alte Einwohnerzahl.

Susblick von unserem Standplatz am Abend auf das andere Elbufer
Zu unserer Geocachingtour

In Rehau im nördlichen Fichtelgebirge

Wir starten am späten Nachmittag in Wien und verbringen unsete erste Nacht am voll belegten Stellplatz in Ardagger. Die nächste Etappe (444 km) führt uns in das nördliche Fichtelgebirge nach Rehau an die Grenze von Bayern (Oberfranken) zu Sachsen und Tschechien.

Donau vor Regensburg

In Österreich geraten wir in eine Gewichtskontrolle, wo wir durchgewunken werden – nach der Staatsgrenze in eine Grenzkontrolle. An der Raststelle Donautal machen wir die erste unserer Pausen und wechseln uns beim Fahren des Womo ab. Auf der A3 Richtung Regensburg und weiter auf der A93 entlang zu Tschechien weiter Richtung Hof.
Wir haben eine Landvergnügen-Mitgliedschaft und buchten bereits am Vorabend einen der beiden Stellplätze an einem Biohof in Schwarzwinkel.

Wir wählten den Stellplatz am Teich und deckten uns am Hofladen mit Produkten der hiesigen Betriebe ein.

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Purgstall: Erlaufschlucht und Kriegsgefangenenlager

Unsere nächste Station ist die Marktgemeinde Purgstall an der Erlauf in der niederösterreichischen Eisenwurzen ein paar Kilometer nördlich der Bezirkshauptstadt Scheibbs. Während der Anreise machen wir eine Kaffeepause auf einem Radtplatz an der Donau nach Sarmingstein. Dort plaudern wir mit zwei Biker, einem Tunnelbauer, der unter dem Rathaus in Wien an der Verlängerung der U2 und U5 arbeitet, und einem deutschen Urlauber mit einer orangen Vespa 300, der zu Marillenknödel in der Wachau unterwegs ist und weiter zu seiner Schwester nach Wien fährt.
Kurz nach Mittag treffen wir am Campingplatz in Purgstall ein. Ein voll digitalisierter CP, wo man auf seiner eigenen Homepage Stromverbrauch, Rechnungen des Restaurant, usw. jederzeit abrufen kann.

Das Stadtbild wird von der Erlauf und der Feichsen dominiert, die hier zusammenfließen. Unsere erdte Tour ist ein Adventure Lab.

Am historischen Rundweg spazierst du durch die Marktgemeinde Purgstall und erfährst auf 29 Tafeln Wissenswertes über ihre Geschichte. Mittels der QR-Codes auf denTafeln kannst du Videoclips ansehen und noch mehr Informationen erhalten. 

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Der Schatzbärentrail in Arbesbach

Wir sind zum erstenmal zu Gast in der Waldviertler Marktgemeinde Arbesbach. Die Gemeinde hat Stellplätze für mind. 10 Wohnmobile beim Beachvolleyballplatz mit Ver- und Entsorgungungsvorrichtungen und Stromanschlüssen eingerichtet.Beste Sanitärausstattung und direkt angrenzender Badeteich machen den Womo-Stellplatz attraktiv.

Rechts oben der bekannte „Stockzahn“ der Burgruine.

Bevor wir den Trail starteten besuchten wir noch den Tradi am Steinberg von jonnyhas+kathi. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf den Stockzahn.

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Die Gärten von Schiltern

Wir besuchen eine gute Freundin und Kollegin in Schiltern, das seit 1972 ein Ortsteil der Gemeinde Langenlois ist, Wir nutzen ihre Einladung zur Planung gemeinsamer Vorhaben in unserem Verein zur Förderung von ArbeiterInnengeschichte. 21. und 22. November werden wir uns Dank ihrer Hilfe und Unterstützung gemeinsam auf Spurensuche in Krems begeben.

Inmitten dieses herrlichen Garten und schattigen Plätzen lässt sich gut planen.

Grün geht´s in Schiltern selbst weiter. Denn Schiltern ist nicht nur bekannter Weinort, sondern auch Gartendorf. Gleich drei der Top-Schaugartenanlagen Niederösterreichs liegen auf Schilterner Boden: die Kittenberger Erlebnisgärten, das Gartenwunderland mit über 50 Themengärten, Gartenarena und Gartenrestaurant, der ARCHE NOAH Schaugarten, Paradies und Refugium für seltene, bedrohte und erhaltenswerte Obst- und Gemüsesorten, sowie der Therapiegarten Schloss Schiltern, der einzigartige grüne Rückzugsort mit heilsamer Wirkung für Geist und Seele.

Homepage Stadtgemeinde Langenlois
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Wir treffen Freund:innen in Krems

Ein Jahr nach unserer Islandtour treffen wir Uschi und Willie zu einem Wiedersehen in Krems. Jetzt Mitte August, eine Hitzewelle rollt gerade über das Donautal durch die Wachau, suchen wir schattige Plätze, um unsete Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen. Durch unsere Knieoperationen verbringen wir einen atypischen Sommer. Brigitte und ich wechseln zwischen Campen. Mobilitätstraining und Physiotherapie. Die Beiden stehen vor einer großen Marokkotour und planen gerade ihre Anreise durch Frankreich und Spanien. Nach einem Besuch eines Heuriger in der Steiner Kellerstrasse lassen wir den Abend am Campingplatz mit einem nächtlichen „Stichansagen“ gemütlich ausklingen.

Trotz Hitze spazieren wir über die Kunstmeile hineinein in das Zentrum von Krems. Es gibt in Krems einen tollen Geschichteweg, der online verfügbar ist. In der Touristinformation gibt es dazu auch Broschüren. Wir besuchen die Gedenkstätte für die griechischen Opfer des Massaker in Stein.

Am 12. April 2015 wurde der Verbindungsweg von der Steiner Landstraße zur Steiner Donaulände nach dem griechischen Widerstandskämpfer Gerasimos Garnelis benannt. Garnelis kämpfte im bewaffneten Widerstand gegen die deutschen Truppen in Griechenland. Er wirkte an Sabotageakten und der Zerstörung von deutschen Bombern mit, wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und nach der Internierung auf einer Gefangeneninsel in der Ägäis nach Stein überstellt. Garnelis überlebte das Massaker, das SS, Waffen-SS, Wehrmachtssoldaten und Volkssturm am 6. April 1945 an den Gefangenen in der Haftanstalt Stein verübt haben.

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