Fluchtstrasse

12. Mai 2018

Heute morgen gehts mit den Rädern auf den Güterwegen nach Andau. Wir steuern den Campingplatz an, wo wie den ersten Cache (GC4KP81) heben. Teilweise fühlen wir uns wie radelnde Bratheringe so glüht es herunter. Wir holen uns zumindest innere Abkühlung mit einem Eis-Hausbecher in einem Cafe.

Dann steuern wir die „Fluchtstrasse“ an. Von den 180.000 ungarischen Flüchtlingen kommen 1956 über die Brücke von Andau 70.000 Menschen hier diese Strasse entlang. Das Österreichische Rote Kreuz schreibt auf einer Gedenktafel

An die Vergangenheit erinnern
Für die Zukunft lernen

Diese Zeilen sollten sich manche Sozis zu Herzen nehmen, denn es reicht nicht am 1.Mai „Hoch die internationale Solidarität“ zu rufen. Es braucht das dazu solidarische Politik, vor allem bei einigen burgenländischen Genossen.

Bei der Rückfahrt sehen wir zwar keine Großtrappen dafür treffen wir eine Arbeitskollegin aus der GPA-djp Niederösterreich mit ihrem Sohn.

Stelzenläufer am Zicksee

Manche Verbote kann man nicht finden und Erdbeeren noch nicht

11. Mai 2018

GC78MB4

Gestern mit der Family den Geburtstag der Schwiegermutter gefeiert. Heute am Morgen alles startklar für das Womo gemacht und ab nach St. Andrä am Zicksee. Eigentlich unsere Destination für die Erdbeeren, damit der Erdbeerknödelvorrat bei Hermi sicher gestellt ist. Die roten Leckerlies sind noch rapidgrün und müssen angesichts der Spielweise erst erröten.

Bei unserer Geocachingtour heben wir 5 Doserl und finden dabei eine seltsame Tafel in der Nähe des Waldrands aber noch gut geschützt vor den Blicken der vorbeifahrenden RadfahrerInnen. Ein Geocache führt uns zu einer Fahrverbotstafel  im Wald. Kein Weg, keine Strasse – was, wer, wie, wozu soll hier zwischen den Bäumen am Fahren gehindert werden?

 

Jolly sind eben nicht nur Buntstifte

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, weiße Blüten auf Sträuchern und Bäumen sprich ein Bilderbuchmorgen am CP in Traisen. Unser Sonntagsritual gemütlicher Brunch – Lesen – Reisetagebuch schreiben. Dazu druckt Gitti Fotos vom Wochenende aus.
Nachmittags kams buntstiftdick – beim Jollyspiel zockte sie mich ab. Fast 10 Euro verlor ich in insgesamt bei drei Spielen.

Retrogeschirr und industrielle Lost Place

Vor 08:30 das wäre Rekord – vor 09:00 Uhr ist eigentlich super für uns beide SchnarchkünstlerInnen am Wochenende. Warum, weshalb dazu schweigen wir.

Mit den Drahteseln die Traisen entlang zu den „Industrieruinen“. Südlich von Wilhelmsburg in der Gemeinde Göblasbruck wurde 1830 eine Baumwollspinnerei errichtet später kurz Zwirnerei genannt (Cache: GC5R35Q). Eine ehemalige Gewehrfabrik in Wilhelmsburg war der Grundstein für die Eisengießerei M. Schmid & Söhne (Cache: GC5MDR7).

Auf dem Gelände der ehemaligen Geschirrfabrik ist das Geschirrmuseum untergebracht. Gitti erkannte sofort Geschirr aus ihrer Jugend in den klassischen Pastellfarben der damaligen Zeit. Wilhelmsburg hat auch eine lange Keramiktradition (ÖSPAG) von der bekannten Produktion des Lilienporzellan bis zum Wilhelmsburger Steingut.

Heute machen 12 Caches – „Höhepunkt“ aus meiner Sicht war das Heben eines Caches in einem Abwasserkanal mit Taschenlampe. Am Rastplatz trafen wir einen rüstigen älteren Mann mit Rad. Als er uns sein Alter sagte haute es uns fast aus den Socken 87 Jahre. Nach dem Monsteraufstieg mit den Rädern beim CP und 37,8 km belohnten wir uns mit einem Grillabend und einem Riesling vom Schneeweiß.

Edelstahldrachen und Motorradweltmeister

Foto: Brigitte Drizhal

Dieses Wochenende haben wir das Womo in Traisen aufgestellt. Im Gemeindewappen ist ein Drachen dargestellt. Nach einem kleinem Kaffeeschläfchen haben Gitti und ich  noch eine Geocachrunde gestartet. Die 4,7 km führten uns vom Kräutergarten gegenüber des CP in die Niederungen des Tals zum Drachen. Der Sage nach trieb er es so wild, dass er mit seinem gewaltigen Hinterteil die Bergwand durchstieß und der Ort überflutet wurde. Das lindwurmartige Wesen blieb in Traisen liegen und nur das Gerippe überdauerte. Im Jahr des Drachen wurde ein Edelstahlgerüst gebaut, das an diese Sage erinnert.

Foto: Brigitte Drizhal

Gleichzeitig ist Traisen die Heimat von Rupert Hollaus, der bisher als einziger Österreicher Weltmeister in der 125 ccm und Vizeweltmeister in der 250 ccm auf einer NSU wurde . Er verunglückte wie Jochen Rindt in Monza tödlich. In seinem Kopf ist eine Cachedose versteckt.

Heute gibt es ein leichtes Abendessen  – italienische Pasta mit österr. Gemüse. Gitti hat als Nachspeise ihren wichtigsten Stangerl vorbereitet. Soletti immer dabei.

 

Wein und Keramik in der Wachau

30. April 2018

Impressionen vom Vorabend

Ein spätes Frühstück gegen 10:00 Uhr vormittags. Bei Tee und Ham & Eggs konnte ich zwei Väter mit ihren Söhnen um die 12 Jahre beobachten. Die Väter hackeln – die Jungs machen nur wenn sie „motiviert“ werden oder es angeschafft wird. Sie dürften entweder aus Tschechien oder der Slovakei sein.

Ein weiteres Schwätzchen mit unseren Nachbarn – Fritz und seiner Gattin. . Er war gerade beim Heckenschneiden und wartete ab bis der Radlertrupp abgereist war. Es gab noch interessantes aus ihrem Leben.

Bei der Heimfahrt holten wir uns Nachschub in Weissenkirchen für die trockenen Pfade in Skandinavien.

Schiffmeister und Holzhändlersgattin

29. April 2018

Bei der Kiliankirche in St. Nikola an der Donau entdeckt Gitti die Ruhestätte der Familie Schalberger.

  • Louise Schalberger – Schiffmeisters Holzhändlersgattin  – 1911 – 71 Jahre
  • Florian Schalberger – Schiffmeister und Holzhändler- 1912 – 76 Jahre
  • Franz Achalberger – Schiffmeister und Sägewerksbesitzer – 1930 – 65 Jahre
  • Maria Schalberger -Schiffmeisters- u. Holzhändlersgattin – 1946 – 69 Jahre

Gitti war ganz angetan von dieser Familientradition.

 

Unsere Radtour– heute 48,7km Willersbach – Grein – Persenbeug – Willersbach bei 30 Grad, das zehrte an unseren Kräften und Wasservorräten. Dafür war die Geocaching-Tour sehr abwechslungsreich. Wir fanden ein TB-Hotel (GC63RYC) mit vielen Gästen, eine Riesenbox, die junge Frauenherzen höher schlagen lässt (GC6F9FA) und ein listiges Doserl, wo ich mehrmals hinauf- und hinunter kraxeln musste, bis ich endlich mit einem Spezialwerkzeug von Gitti das Logbuch heben konnte (GC2JKGN).

Am Abend unsere gute Tat. Ein junger Radfahrer hatte kein Bargeld mehr und der Wirt nimmt keine Kredit- und Bankomatkarten. Der Wirt spendete das Bier und wir die Pizza.

Ausblick auf Grein

Unser Nachbar „Fritz“

28. April 2018

Heute lernen wir „Fritz“ unseren älteren Nachbarn kennen. Quasi ein Reiseveteran – mit seinem selbst eingerichteten VW-Bus sind er und seine Frau in jüngeren Jahren quer durch Europa unterwegs gewesen bis zum Nordkapp und im äußersten Norden Schottlands waren sie. Er ist hier Gründungsmitglied der Campersiedlung. Als er hier das erstemal war gabs nur eine Wiese. Motorboot hatte er auch, allerdings haben sie ihm beide Motoren gestohlen und seitdem verzichtet er darauf. Er meinte nur im Alter lassen es Beiden ruhiger angehen.

Schleuse Persenbeug

Unsere „Rad-Geocaching-Tour“ führt uns von Willersbach stromaufwärts auf der „Freiensteiner Strasse“ zur Donaubrücke nach Persenbeug. Am linken Donauufer nutzen wir den Treppelweg stromabwärts um eine Geocaching-Serie mit Piratenschatz – Relax – Leuchtturm – Cocktails – Flaschenpost -Sommer, Somme, Strand und Meer zu finden und gleichzeitig die Fragen für den Bonus zulösen. Der Weg führt uns bis zum Bonus und dann gings zurück zur Donaubrücke nach Ybbs. Die Ybbsiade prägt zur Zeit das Stadtbild – wir brauchen nur ein paar Lebensmittel. Hier in Ybbs genauso wie in anderen Städten- die Zentren sind von Nahversorgern befreit. Man muss an den Stadtrand zum Einkaufen. Insgesamt radeln wir heute 30,57 km.

Am Abend bekommen wir Besuch von einer niederländischen Familie mit Campinganhänger, zwei Radfahrern und einem Kanuten.

Ausblick auf Ybbs vom linken Donauufer

Wieder einen tollen Standplatz mit Räucherforellen entdeckt

27.April 2018

Eigentlich wollten wir nach Marbach. Dort angekommen machte uns der Hochwasserschutz einen Strich durch die Rechnung. Wegen Umbauten geschlossen.

Sarmingstein

Also wo solls dieses Verlängerte Wochenende hingehen? Wir entdecken ein nettes Platzerl in Willersbach (siehe Beschreibung Campingplätze).
Nach der Jaus‘n geht’s ab zu einer Radtour. Von Willersbach stromaufwärts Richtung Freyenstein (Ruine) weiter eine schmale Strasse bis gegenüber der Ortschaft Sarmingstein am linken Donauufer. Drei Geocaches heben wir noch, bevor wir uns zurück am Stellplatz beim Wirt eine Rächer- und gebratene Forelle schmecken lassen.
Ein gemütliches Fleckerl, wenn am Abend die beleuchteten Donauschiffe direkt an dir vorbeiziehen.