
Am Nachmittag zu Silvester machten wir noch einen kurzen Ausflug zum nahegelegenen Hirschgehege. Sonnenschein, frische, kalte Luft und Schnee, der im Schatten beim Auftritt knisterte.


Am Nachmittag zu Silvester machten wir noch einen kurzen Ausflug zum nahegelegenen Hirschgehege. Sonnenschein, frische, kalte Luft und Schnee, der im Schatten beim Auftritt knisterte.

Eine sternenklare Nacht mit zweistelligen Minustemperaturen. Das Aufstehen aus dem wohlig, warmen Bett eine Herausforderung, noch dazu als Pensionist:in, wo man Zeit dazu hat. Am Vortag habe ich Getreideflocken eingeweicht und Trockenfrüchte klein geschnitten und in Wasser gelegt zum weich werden. Heute gibt es deshalb Müsli mit Bananen, geriebenen Äpfel und Birnen, den Flocken und Trockenfrüchten vermischt mit Joghurt. Während dem Frühstück entscheiden wir uns für ein Adventure Lab bei Freistadt – Das Thurytal in Freistadt.

Der Abschnitt Thurytal entlang der Feldaist steht unter dem Thema „Gewerbe am Fluss“ und dokumentiert die traditionsreiche Geschichte der zahlreichen Mühlen- und Hammerwerke, von denen einige zu touristischen Zwecken im Rahmen eines Euregio-Projektes rekonstruiert wurden. In den Beschreibungen liest man Von den Besitzern der Hammerwerke der Familie Thury, die zweimal den Freistädter Bürgermeister stellte, aber nichts von den Arbeitern und ihren Familien.

Während der Nachtstunden klirrende Kälte, etwas um die 10 Grad Celsius unter Null. Am Abend zuvor haben wir die Sauna zur Erholung und für unsere Fitness genutzt. Der erste Weg am Morgen führte mich zum Schwedenofen. Es galt erste Wärmestrahlen in den kalten Wohnraum zu erzeugen. Dazu musste ich erst die Asche vom Vortag im Aschenkübel im Freien entsorgen. Die kalte Luft stach trotz Sonnenschein wie feine Nadeln im Gesicht. Damit war ich hellwach und der morgendlicher Schleier des Aufwachens im Nu beseitigt.

Beim Frühstück entschieden wir uns für eine Wanderung von Unterweißenbach am Wanderweg Nr. 50 nach Kaltenberg. Nach der Verabschiedung von Alfred und Elisabeth gings vorsichtig mit dem Auto auf glatten aber gesandelten Strasse talwärts. Von dort „warm eingepackt“ den gelben Hinweisschildern folgend empor am Wanderweg.


Wir unternehmen mit Alfred und Elisabeth ebenfalls eine Tour zum Wegererstein. Diesmal wählen wir einen anderen Routenverlauf. Nach ca. 1 Kilometer kommen wir in den Genuss eines speziellen Service. Ein Bäcker fährt die einzelnen Gehöfte der Gegend mit frischen, leckeren Backwaren ab, und so kommem wir zu vier süßen Kipferl.

Minustemperaturen, Pulverschnee, schlecht markierte Wege und trotz des wolkenverhangenen Himmels eine schöne Wanderung in der hügeligen Gegend des Unteren Mühlviertel.
Als das Innviertel im Jahr 1779 zu Oberösterreich kam, wurden die beiden Viertel nördlich der Donau mit kaiserlichem Handschreiben vom 1. November 1779 zum heutigen Mühlviertel vereinigt. Das untere Mühlviertel liegt im Granit- und Gneisplateau, einer der fünf österreichischen Großlandschaften.
Nach den milden Temperaturen der Tage nach Silvester kommt der Schnee und die Kälte zurück. Bereits im Dezember des Vorjahres war der Mühlviertel der Kältepol Oberösterreichs. Minus 7 Grad Celsius heute in Unterweißenbach und wahrscheinlich bei uns auf der Hirschalm noch tiefer werden sich die Minusgrade in den nächsten Tagen noch steigern. Selbst bei uns im Holzhaus haben wir in den Räumen mit Wasserleitungen die Heizungen leicht aktiviert. Der Schwedenofen im Hauptraum versorgt uns während des Tages mit angenehmer Wärme.

Nach der Jännerralley und dem Nachmittagscafe haben wir uns zu einem Rundgang im Gelände rund um unser gemietetes Holzhaus aufgemacht. Wir waren auf Waldwegen oder querfeldein unterwegs. Im Pulverschnee zogen wir unsere Spuren in der schneebedeckten Landschaft.

Wir sind aus Vereinsgründen zu einem Kurzbesuch nach Wien zurück. Wir sind über Ardagger gefahren und sahen am Stellplatz 3 Wohnmobile stehen.
Währenddessen sind Alfred und Elisabeth als neue Hausmitbewohner:innen auf der Hirschallm angekommen. Die Schlüsselübergabe funktionierte über die Rezeption reibungslos.

Noch eine Aufnahme vor dem angekündigten Schlechtwettereinbruch. In den Nachtstunden hat es heftig zu regnen begonnen. Die gesamte Fahrt nach Wien starker Regen.

Während der Rückfahrt vor Königswiesen Schneefahrbahn. Der örtliche Winterdienst wurde aktiviert und eine zeitlang waren wir das erste Verfolgungsfahrzeug des Schneepflugs. Vor Unterweißenbach wieder Schneeregen und fast schneefreie Fahrbahn rauf zum Jagdmärchenpark bei der Hirschalm. Beim Haus angekommen wurden wir mit herrlichen Essen empfangen.
Zu Weihnachten habe ich von meiner Nichte das Buch „Von Trollen und Menschen“ geschrieben von Selma Lagerlöf bekommen. Heute machten Brigitte und ich einen Spaziergang in das Reich dieser Wesen.

Angeblich ziehen Kobolde in die Hütten ein, sobald sie Mensvhen verlassen. Morgen ist eine zeitlang frei, denn Fredl und Elisabeth kommen erst nachmittags. Hoffentlich müssen sie sich nicht mit den Hausgeistern jnd ihren Streichen umher schlagen.

Vom Nørlev Strand im Norden Jütlands bis zum Parkplatz am Hauptplatz von Groß Gerungs. Damals zum Baden bei eigentlich zu kühlen Temperaturen und Wassertemperaturen, heute bereit zu einer Wandertour durchs Waldviertel. Silvia, Michael, Emil für uns wichtige Freund:innen mit denen uns nicht nur Freundschaft verbindet, sondern auch Weltanschauung, der gemeinsame Blick auf diese Welt und das Bemühen für uns alle das Leben ein Stück besser zu machen. Ich merke beim Umarmen, beim Begrüßungskuss die innerliche Freude, das wohltuende Gefühl sich jetzt hier zu treffen.
Wir fahren weiter zum Parkplatz nach Etzen, denn dort starten wir unsere Wandertour zur Steinpyramide am Steinberg.

Am Vortag war das große Ausziehen aus unserer Hütte auf der Hirschalm. Die Neujahrsheld:innen packten ihre Hütten-, Feier- und Wandersachen und zogen sich nach einem liebevollen Abschied zurück in ihre Wohnstätten.
Eine Mischung aus Stille, Ruhe, Erholung und Traurigkeit machte sich breit. Gleichzeitig konnten wir uns mit uns selbst beschäftigen, Lesen, Schreiben und ein paar Blogeinträge fertigstellen.

Für uns Beide kündigte sich der nächste „Event“, wie es heute so salopp heisst, schon an. Aus Wels und Walding reisten Veteran:innen der Hirschalm an, die bereits 2010 und 2021 mit uns hier einige Tage verbrachten.
Wir ordneten unsere Spiele, füllten unsere Vorräte auf, und ein Gefühl von Vorfreude machte sich breit. Ein Treffen mit Freund:innen in einer Zeit, wo Kriegsnachrichten, Schauplätze der brutalen Gewalt und Rechtspopulismus die Nachrichten oftmals dominieren, braucht es besonders die Emotionen der Freundschaft und Vertrautheit.

Nach einer ausgiebigen Silvesterparty mit einem lustigen Spieleabend, wo wir uns in „Rage“ gespielt haben und einige ein Tänzchen auf der Veranda gewagt haben, begrüßen wir das neue Jahr mit einem gemütlichen Frühstück.
Das neue Jahr wurde hier auf der Hirschalm mit leichtem Schneefall begrüsst. Die Temperaturen haben sich um den Gefrierpunkt eingependelt und eine dicke Wolkendecke hüllte den Tag in verschiedenste Grautöne. Durch eine gemütliche Wanderung zum Wegererstein brachten wir eine zarte Stimmung in unsere müden Seelen und Glieder.

Mittlerweile wurde unser Ausblick – hier von der Aussichtsplattform des Wegererstein – von einzelnen Sonnenfenstern begleitet. Wir stehen hier auf einer Findlingsformation, die übrig gebliebenen Zeugen der Eiszeit. Der Durchstieg durch die Felsenformation ist toll und mulmig zugleich. Durch die gut gesicherten Stiegen erreichen wir schnell die Plattform. Im grünen Tal ein Ortsteil von Unterweißenbach, auf den „angezuckerten“ Hügeln sieht man bis Kaltenberg.
