Hverarönð – Schlammspucker und Schwefel – heiße Mixturen

Wir starten vom Myvatn zum Hochtemperaturgebiet Hverarönð. Bereits ein paar Kilometer vorher merken wir wie sich die umliegende Landschaft verfärbt. Gelb- und Ockertöne dominieren die Färbung des Gesteins. Gleichzeitig kündigen uns weiße Rauchsäulen an, dass wir unserem Ziel näher kommen. Natürlich ist der Parkplatz nicht kostenfrei. Die Online-Bezahlung funktioniert bestens.

Uns erwarten kochende, blubbernde Schlammlöcher und nach Schwefel riechende „Flatulenzen“ des Bodens, die uns ungefähr eine Ahnung geben welche Kräfte hier im Erdinneren werken.

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Dimmuburgier – Wandern im Lavasee bei den Elfen und Trollen

Auf unserer Mývatn- Tour haben wir vom Hverfjall vo oben die erkalteten Überreste eines Lavasees gesehen. Wir fahren zum unteren Parkplatz, wo wir noch Platz für unser Wohnmobil finden.

Vom Hverfjall aus aufgenommen

In Wikipedia heisst es dazu:

Die bizarr geformten Steinformationen des Lavafelds erinnern an verfallene Ruinen von Burgen und Türmen. In der isländischen Mythologie wird Dimmuborgir als Unterkunftsort von Elfen und Trollen gesehen.

Die Lava floss hier vor 2300 Jahren über einen Sumpf oder See. Durch den Wasserdampf wurden diese Gebilde geschaffen. Die Höhe der heutigen Gebilde lässt darauf schließen, dass der Lavasee damals an die 10 m Tiefe hatte.

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Eine Wanderung am Kraterrand des Hverfjall

Bei der Tourbesprechung erklärte uns Lukas wie der Krater des Hverfjall entstand. Vor ca. 2500 Jahren traf emporströmendes Magma auf ein riesiges im Erdinneren eingeschlossenes Grundwasser. Durch eine gewaltige Wasserdampfexplosion wurden insgesamt ca. 250 Mill. m³ Material ausgeworfen.

In Wikipedia steht dazu:

Die Lava ist durch Wasserdampf glasig erstarrt. Am Rande einer mächtigen Wasserdampfsäule, in der nichts absinken konnte, rieselte vulkanisches Lockermaterial herab, das diesen Ring von 1 km Durchmesser und 90–150 m Höhe bildete.

Vom gebührenpflichtigen Parkplatz führt ein in manchen Etappen anspruchsvoller Wanderweg (zumindest für Pensionist:innen) empor. Oben angekommem hatten wir einen tollen Blick in das Kraterinnere. Den Tuffring wollten wir in jedem Fall umwandern. Auf der ca. 4 km langen Wanderung wartete auch ein Geocache von GassiPods auf uns.

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Ein Selbstbedienungsautomat im NICHTS

Wir fahren zurück von den Papageientauchern in Bakkagerði Richtung. Unsere Abfahrt mussten wir wegen des schweren Sturms, der über uns hinweg zieht mehrere Stunden verschueben. Gegen Mittag war es soweit. Ein vorsichtiges Fahren mit den Wohnmobilen war möglich. Auf der Passhöhe des beim Vatnsskarð (Stórurð Trail Head)) sank die Aussentemperatur auf 2 Grad Celsius und die Eiswarnung in der Fahranzeigecaktivierte sich. Wie bereits bei der Herfahrt sahen wir mitten im Nichts einen grünen Schuppen, der sich als Coke-Sjálfsali als Selbstbedienungsautomat entpuppte.

Hier bekommen die ReisendenGetränke, Süßigkeiten und Knabbereien. Allerdings braucht man dazu isländische Münzen. Für den Stopp gibt es Sitzgelegenheiten, ein Griller und Spielzeug für Klein und Groß mit einer der Garantie einer grandiosen Aussicht. Solar- und Windenergie versorgen die Station autonom. Ob das Wetter mitmacht ist eigentlich nebensächlich, denn wer hier her fährt sucht ja geradezu die wechselnden Witterungsbedienung und Wetterlaunen der Natur.

Noch zwei Landschaftsfotos

Bakkagerði, wo ein Kopf aus einem Holzstamm wächst

Nach dem Besuch der Papageientaucherkolonie nutzten eir eine Regenpause für einen Spaziergang durch den Ort. Vom Campingplatz waren wir schnell in der Ortsmitte der kleinen Ansiedlung, wo um die 100 Bewohner:innen leben. Ein Hotel mit Hot Pots, eine kleine Kirche, eine Selbstbedienungstankstelle, eine Grundschule mit Kindergarten und im Búðin versorgen wir uns mit ein paar Lebensmittel.

Die isländische Inschrift bedeutend lt. Übersetzer „Das beste Lied für den Frettchenvogel am Strand“.

Mich erinnerte es an die Geschichten der Trolle und Elfen, die hier allgegenwärtig in Island sind. Der Kopf, der aus einem Baumstamm heraus schaut, den Blick vom Meer abgewandt ins Landesinnere, darüber eine Frauenfigur mit stilisierten Flügeln und einem vogelähnlichen Kopf. Die Dimensionen beider Figuren passen eigentlich nicht zusammen.
Hier im Osten Islands nicht weit weg von der Alfaborg einem Felsen, wo eine der Residenzen des Elfenkönigs und seines Hofstaates unter dem Felsen sein soll.

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Zu Besuch in der Papageientaucherkolonie in Hafnarholmi

Wir sind nach einer ruhigen Nacht an Bord der Norröna gut in Seyðisfjörður auf Island gelandet. Nach der Zollkontrolle führt uns die Routenplanung zuerst nach Borgarfjörður zum Campingplatz. Grauer Himmel, Temperaturen um die 7 Grad Celsius, starker Nebel auf den Passstrassen, immer wieder Regenschauer und eine grandiose Landschaft, die mich zuerst an die Fjellgebiete in Nordnorwegen erinnert. Je länger der Aufenthalt dauert, umso größere Unterschiede bemerke ich zu Norwegen.
Nach dem Frühstück, das wir hier am CP nachholen zieht es uns auf Anraten von Eva, ein Tourguide unserer Gruppe trotzdes Wetters nach Hafnarholmi zur Papageientaucherkolonie.

5 km vom Cp entfernt steuern wir den Vogelfelsen Hafnarholmi an. Der kleine Vogelfelsen ist über Holztreppen und Aussichtsplattformen leicht zugänglich, hier brüten ca. 10.000 Papageientaucher-Paare. Wir sind überrascht, dass wir hier den Vögeln, die für mich ein trolliges Aussehen haben, so nahe kommen können.

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Auf den Spuren der Vulkane und riesiger Gletscher

Wir unternehmen als Teil der Gruppe eine Bootstour an die Küste der Färöer von Vestmanna aus. Wir haben Glück, denn wir erwischen einen der seltenen Sonnentage der Inseln. Auf den gut gepolsterten Sitzen in den Innenräumen des Bootes sitzen kaum Tourteilnehmer:innen, denn es gibt so viele verschiedene Eindrücke „aufzusaugen“.

Das maritime, feuchte und äußerst wechselhafte Wetter bringt eine satte grüne Vegetation an der Küste hervor. Aus dem Meer ragen zuerst steile, felsige Sohlen, die wie bei einem Schuh in glattes grünes Leder der Vorderkappe des Schuhs übergehen. Die Geheimnisse der Oberkappe können wir oftmals nur erahnen oder sehen sie als Wasserfälle ins Meer stürzen.

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Wasser und die Färöer Inseln

Das Wetter bei unserer Ankunft entsprach dem typischen Wetter hier.  Um kurz nach 23:oo Uhr Ortszeit, minus 1 Stunde MEZ, fuhren wir aus der „Norröna“, einer Fähre der Smyrilline, graue, diesige Stimmung mi Regen empfing uns. Mitreisende meinten, dass es hier an 270 Tagen im Jahr regnet.

Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer

Unser erster Übernachtungsplatz war der Parkplatz beim Stadion in Tórshavn. Wir machten uns noch eine Gemüsesuppe und zu dritt schlürften wir die Nudeln aus dem Teller. Willi kuschelte sich vor uns noch in seine Decke. Die schaukelnde Fährfahrt war für uns alle irgentwie anstrengend. Während der Nachtstunden peitschten Windböen mit Regenschauern über unsere Wohnmobile. Die typischen Symptome einer Verkühlung, die die letzten Tage Brigitte plagten (Halskratzen, Schnupfen, Husten) haben sich nun auch in mir festgesetzt.

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Hirtshals nach Tórshavn

Um spätestens 13:00 mussten wir am Fährhafen am Kai der Smyrilline in Hirtshals sein. Bei der Zufahrt zum Kai erwarteten uns Eva und Lukas, die für uns die Fährtickets besorgt hatten. Die Einfahrt in die Fähre war eine kleine Herausforderung, denn wir mussten unser Wohnmobil in der Fähre umdrehen. Bis da alles passte dauerte es, denn alle Womos, die auf den Färöer die Fähre verlassen mussten dieses Prozedere ausführen.

Das Auslaufen der Fähre verzögerte sich um mehr als eine Stunde, weil das Tankschiff, das dringend mit dem Treibstoff erwartet wurde, sich verspätete. 
Die Windverhältnisse waren beim Auslaufen ideal, ruhige See, fast kein Wellengang und heiter bis leicht bewölkt.

Von der Reiseleitung und von Borddurchsagen wurden wir aufgefordert unsere Uhren eine Stunde zurück zu stellen, denn an Bord gilt Färöer-Zeit. Bei der  Ausfahrt aus dem Hafen wurden wir eindrucksvollen Blicken auf Hirtshals verwöhnt. Der Leuchtturm, der sein Leuchtfeuer auf die offene See sendete, die Dünen und im Vordergrund der Sandstrand mit den drohenden Bunkerresten aus der traurigen Vergangenheit. Daneben die Kais der Fährlinien, die die skandinavienhungrigen Urlauber:innen zu ihren Destinationen über die Nordsee brachten oder wie uns, zu der Inselgruppe der Färöer-Inseln im Nordatlantik. 

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