Sturm über Braunau am Inn

Meine Schwester und ein Jahrestreffen jener damals jungen Männer, die mit mir die Berufsausbildung zum Elektriker begonnen haben, lockte uns nach Braunau. Anstatt rauschenden Festen – in Pandemiezeiten sowieso kaum möglich – wurde es ein stürmischer Abend. Etwas ironisch, da sitzen acht Elektriker vom Experten für Strahlenmessgeräte, Fahrzeugexperten, Steuerungstechniker, Power Grid und Energie Oberösterreich Experten und ein Sturm legt das Stromnetz mehrere Stunden lahm. Und wir sitzen bei Kerzenlicht und feiern unser Wiedersehen nach mehr als 40 Jahren im Flackern der kleinen Flammen.

Andere brechen bei einem Reit- und Springturnier überstürzt auf und müssen zuhause fliegendes Dämmmaterial einer Baustelle, Mülltonnen, die sich selbstständig gemacht haben, bändigen, damit sie ihr Auto abstellen können.

Beim Kraftwerk Ranshofen

Sturmfront richtete wieder großen Schaden im Bezirk an (Video) – Mein Bezirk.at am 8. August 2021

Geocaching in Braunau und Simbach

An der Enknach beim Kanuclub

Bevor wir über die Brücke nach Simbach gehen holten wir uns noch Angeln am Inn Nr. 1 – GC8M22C von glague und Dragona82.

Simbach am Inn, mit seinen 10.000 Einwohnern, liegt im Süden Niederbayerns, etwa 15 km östlich des Zusammenflusses von Inn und Salzach. In Simbach am Inn mündet der gleichnamige Simbach in den Inn. Die natürliche Grenze zum benachbarten Österreich bildet der Inn. Am gegenüberliegenden Innufer liegt die österreichische Stadt Braunau am Inn.

geofex1 in der Einleitung zum Adventure Lab – „Grenzwertiges“

Die Aenus-Skulptur ist eine der größten und teuersten Skulpturen des Bildhauers Dominik Dengl.
Als der Aenus am 8. April 2008 in die Grenzstadt gebracht wurde, war das Aufsehen riesig. Fernsehteams und Medien aus Bayern und Österreich sahen, wie der überdimensionale Huchen am 9. April an der Innbrücke montiert wurde.
Eine hitzige Debatte um den unverhüllten Intimbereich des Aenus, der nach Braunau zeigt, schloss sich an. Der Künstler rechtfertigte sich mit den Worten „Gott hat nun mal Hintern gemacht“.

Wir hatten ziemlich viel Spaß beim Spaziergang. So ganz nebenbei war dies unser erster Auslandsbesuch seit Beginn der Pandemie. Das die „Braunauer*innen“ manchmal leicht erregbare Gemüter sind, erfuhren wir bei einem Brunch. Bei der Restaurierung der Büste vom Kaiser wurde Josef weiterhin mit „f“ geschrieben als wie sonst üblich in Österreich mit „ph“. Großer Aufruhr und Didkussionen in der Stadt. So ganz nebenbei wäre die Büste eine Statue würde der Kaiser den Bayern den Arsch zeigen.

Die Stadtpfarrkirche vom Stadtplatz aus

Wahrscheinlich wieder etwas grenzwertiges. Auf den Hinweistafel wird die Höhe des Turms mit 98 Meter angegeben. Wahr ist, dass er nur 87 Meter hoch ist. Wer schummelt da?

Die Badestube im Vorderbad wurde vom Anfang des 16. Jh. bis zum späten 18. Jh. betrieben. In Österreich ist die öffentlich zugängliche historische Badestube einzigartig (z.Zt. wegen Corona geschlossen).
Öffentliche Bäder nach orientalischen Vorbild spielten eine wichtige Rolle. Die Badehäuser dienten der Körperreinigung, der Behandlung kleinerer Krankheiten und waren beliebte gesellschaftliche Treffpunkte. Zu feierlichen Anlässen lud man zu „Badegesellschaften“ mit Bad, Speis, Wein, Weib und Gesang ein.


Es herrschten durchaus lockere Sitten, wie auf dem Kupferstich „Badestubenleben“ von Heinrich Aldegrever aus dem 16. Jh. zu sehen ist.

Der Stadtbach speiste das Badehaus.

Ein spannender Rundgang mit ganz neuen Blickwinkeln auf Braunau.

Ein Gedanke zu „Sturm über Braunau am Inn

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