Weitra und die geheimnisvolle Zisterne

Zwei Türme dominieren die Stadteinfahrt die Bierwerkstatt und das Stadttor – was ist hier wohl wichtiger?

Die Stadt war seit dem 14. Jahrhundert bekannt für ihre Bierbrauereien, von denen es in der Blütezeit 22 gab, heute sind es noch zwei. Später kam, ausgehend von der Weberei, wie in der gesamten Region Waldviertel die Textilindustrie dazu.
Weitra haben schon öfters besucht und wir waren bei Bildungs- und Verrinsveranstaltungen hier. Heute gönnen wir uns eine Pause im Cafe Weingartner bevor wir den Adventure LabWeitra Perle im Lainsitztal von Rüdiger111 absolvieren.

Ob diese Figur Kunst oder ein antiquiertes Frauenbild mitten in einer Zisterne im Waldviertel ist, überlassen wir dem/der LeserIn.

Hinter einer harmlos scheinenden Steinmauer verbirgt sich ein hochinteressantes Detail der Weitraer Wasserversorgung des 14. Jahrhunderts – die Zisterne. Erstaunlicher Weise wurde diese Anlage erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, zuvor schlief sie einen tiefen Dornröschenschlaf. An einem heißen Sommertag bei einem Spaziergang ist der Besuch der Zisterne empfehlenswert, die wunderbar kühle Luft darin ist ein Genuß!

Während unseres Rundgangs besuchten wir auch das Denkmal einer bedeutenden Perdon aus Weitra. Wilhelm Szabo war ein österreichischer Dichter und Autor, der stilistisch der sogenannten Anti-Heimatdichtung zuzuordnen ist. Nach 1945 war er wieder in seinem ursprünglichen Beruf tätig und wurde schließlich Schuldirektor und Oberschulrat in Weitra im Waldviertel. Aus dieser Zeit verband ihn eine besonders enge und lebenslange Freundschaft mit Otto Basil.

Eine Kaltfront mit tiefen Wolken und kurzfristigen Regenschauern zog über das Waldviertel und wir nahmen das plakatierte Angebot an, im Schloss die Ausstellung – Schauplatz Eisener Vorhang – zu besuchen. Im Schloss selbst gibt es mehrere kleine Ausstellungen. Im ersten Raum meinte ich das Schweigen def Lämmer wird hier künstlerisch verarbeitet.

Wir steigen hinab in den Keller des Schlosses zur Ausstellung über den Eisernen Vorhang.

Aus meiner Sicht passt sie gut den Keller. Sie beschreibt die Unzulänglichkeiten, die Einschränkung der Freiheiten, die undemokratischen Zustände im Osten. Die Schlussfolgerungen sind getragen von einem teilweise plumpen Antikommunismus und einer Verherrlichung des Westens und einem unreflektierten Schönreden des Kapitalismus, wo alles so super läuft. Dass diese rneoliberale Kapitalismus heute genau dieselben Grenzen wieder hochzieht wird auch mit keinem Wort in der Ausstellung erwähnt. Für mich eher schlecht und einseitig gemacht.

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