Teil 2: Kunst am Hafen

Konst i Hamn ist eine bekannte Open-Air-Kunstausstellung im historischen Hafen von Moviken am See Norra Dellen (Gemeinde Hudiksvall, Region Hälsingland). Brigitte entdeckt den Tipp im Womoführer „Schweden – Nord“ entdeckt. Wir nutzen oft diese Reiseführer, um uns Anregungen für die Routenplanung zu holen.

Die Kunstwerke (Skulpturen, Installationen und Gemälde) fügen sich direkt in das alte Industrie- und Hafengelände sowie die umliegende Natur ein. Man findet die Exponate auf Wiesen, im Wald, zwischen den alten historischen Gebäuden und teils direkt im Wasser.

David Wadsworth ist ein britisch-schwedischer Bildhauer, der seit vielen Jahren in Schweden lebt und arbeitet. Er hat in der Vergangenheit mehrfach seine Werke bei der Freiluftausstellung Konst i Hamn in Moviken ausgestellt.



Eine Ljugarbänk ist in Schweden ein traditioneller Begriff für eine Bank im öffentlichen Raum – oft an Häfen. Sie dient als Treffpunkt, an dem Anwohner und Besucher zusammenkommen, um sich zu unterhalten, Neuigkeiten auszutauschen und typischerweise auch ein wenig „Seemannsgarn“ oder humorvolle Geschichten zu erzählen.

Eine „Ljugarbänk“-Skulptur greift die echte schwedische Hafentradition auf und verbindet die Geschichte des Ortes als Treffpunkt für Arbeiter und Fischer mit moderner Bildhauerkunst.

Solveig Bohm Dahlberg arbeitet vorwiegend mit Holz und Stein – oft kombiniert sie diese mit Metall oder anderen Naturmaterialien.
Sie lässt sich stark von den natürlichen Formen des Ausgangsmaterials (z. B. Treibholz, alte Baumwurzeln oder vom Wasser geformte Steine) leiten. Sie verändert das Material nur so weit, dass menschliche oder tierische Silhouetten, Gesichter oder organische Strukturen sichtbar werden.
Durch die Aufstellung im Freien sind ihre Holz- und Steinskulpturen bewusst dem Wetter, dem Wind und dem Wasser des Sees ausgesetzt, was dem Kunstwerk im Laufe der Saison eine eigene Veränderung gibt.
Andrzej Kulig ist bekannt für seine Arbeiten im Bereich des traditionellen und modernen Flechthandwerks (schwedisch: korgmakare). Er arbeitet vorwiegend mit biegsamen Naturmaterialien wie Weidenruten, Holz und Zweigen.

Durch die Platzierung auf dem Hafengelände direkt am See Norra Dellen ist der Wind ein ständiger Begleiter der Ausstellung. Kuligs geflochtene Windfänger-Skulpturen nutzen diese Kulisse, indem sie den frischen See- und Küstenwind sowohl optisch symbolisieren als auch physisch darauf reagieren (z. B. durch Schattenwurf oder Bewegung der leichten Geflechte).



Unter dem Bild steht: Running for President.
Maria Norén arbeitet häufig mit Performance, Street Art und provokanten Aktionselementen zu Themen wie Macht, Geschlechterrollen und Politik (beispielsweise ihre Ausstellungen Mansjakt oder Hjältar och fattiglappar).
Der Begriff „Running for president“ greift genau diese Art von politischem Humor und Aktionismus auf, den sie in ihren Arbeiten und Kurzvideos verwendet.




Dies sind nur einige Beispiele für die kulturelle Vielfalt der Exponate, die hier gezeigt werden.