Am Bahndamm Richtung Tschechien

Kurz nach Mitternacht war heftiger Regen und Gewitter angesagt. Im Womo ist man gut geschützt, aber durch das “Tackern“ der Regentropfen und dem Grollen des Donners wird man doch kurzzeitig aus dem Schlaf gerissen. Am Morgen wieder herrlicher Sonnenschein und unserem Outdoorfrühstück stand nichts im Wege.

Der Radweg auf der Thayatalbahn oder Schnee von gestern

Die Strecke von Schwarzenau nach Waidhofen an der Thaya wurde am 3. August 1891 offiziell eröffnet, die Verlängerung bis nach Zlabings, von wo aus die weite Welt Böhmens erreichbar war, startete am 20. Juni 1903. Aus mangelnder Weitsicht und verkehrspolitischer Dummheit (aus heutiger Sicht auch aus Klimagründen) wurde der Bahnbetrieb etappenweise eingestellt. Trotz der tschechischen und österreichischen Bahninteressen und dreimaliger höchster Priorität in niederösterreichischen Verkehrskonzepten kam es nach der Übernahme der Gesamtstrecke durch das Land Niederösterreich zur Einstellung des gesamten Bahnverkehrs und statt dessen wurde eine Autobuslinie geführt. Alle Ideen waren Schnee von gestern. Eine umfangreiche Darstellung Geschicht dieser Bahnlinie findet man im Listing der Geocaches vom TeamThayatal entlang des Radweges.

Wir starteten unsere Tour am Bahnhof, wo wir uns auf die Suche nach GC8E0TT vom TeamThayatal machten.

Hier überquerten wir erstmals die Deutsche Thaya. Die Deutsche Thaya ist einer der beiden Quellflüsse der Thaya und ist 75,8 km lang.

Die Kirche in Vestenötting?

Als Radfahrer*innen freut man sich, dass für die Errichtung des Radweges 7 Millionen Euro ausgegeben wurden, aber wie oben beschrieben die verkehrspolitische Sinnhaftigkeit ist nicht gegeben. So heben wir Cache um Cache. Wir finden auch Geocaches von einem Entwickler Rüdiger111 (siehe Brücke oben).

Wir sind bei herrlichen Sonnenschein gestartet. Mittlerweile ist sehr schwül und einzelne Gewitterwolken beginnen sich am Horizont aufzutürmen.

Ehemalige Haltestelle Klein Eberharts

In der Ortschaft Thaya genehmigen wir uns im Gasthaus Trefanitz (48°51′17.82″N 15°17′22.4″E) eine Pause. Bei gespritzten Traubensaft, Kaffee und Himbeer-Topfen-Strudel überlegen wir uns eine neue Taktik, wie wir die Caches effizienter heben können.

Bei dieser Eisenbahnbrücke liegt ein Geocache – GC1RX9B vom Team Yps, der 2009 veröffentlicht wurde. Bei GC7YZBP mussten wir unsere Tour abbrechen, denn die Wolkentürme vom Horizont präsentierten sich mittlerweile als schwarze “Ungeheuer“, die uns zu umkreisen anfingen. Also am schnllsten Weg zurück zum CP in Waidhofen. Wir schafften rs noch vor dem Starkregen. Dabei hatten wir Glück, denn von Neuankömmlingen erfuhren wir, dass es im Raum Zwettl gehagelt hat.
Die dritte Gewitterfront des Tages erwischte uns mitten im Abendessen und zwar so heftig, dass wir trotz Regenschutz (Vordach) uns fluchtartig in das Innere des Womos zurückziehen mussten.

Zum Abschluss herzlichen Dank an die Owner für das Auslegen und Warten der Geocaches.

Unsere Tourdaten:

Länge: 23.6 km, in Bewegung: 2 Std. 3 Min., 168 Höhenmeter

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