Rock‘n Roll auf der RV 44

Heute geht’s von Egersund zu dem Ort, wo wir die schönste Hütte beim Fischen hatten. Schön deshalb, weil wir quasi direkt vom Haus ins Boot steigen konnten. Bequemer geht’s einfach nicht. Aber das ist schon lange her.

Doch nun zu unserer Weiterreise. Die RV 44 führt zuerst entlang der Südküste. Immer wieder gibt es tolle Aussichten auf das Meer. Die Sonne tut ihr übriges dazu. Dann führt die Strecke ins Landesinnere. Saftiges grünes Weideland, Kühe grasen gemächlich und die Bauern verrichten ihre Arbeit auf den Feldern. In Hauge besorgen wir uns beim Kiwi (hier ist nicht der Vogel gemeint, sondern so heißt das Lebensmittelgeschäft) die notwendigen Utensilien für das Abendmahl. Heute gibt es etwas Leichtes, Lockeres um  Werner’s Kaugeräte zu schonen. Bulgur mit Gemüse. Na ja, eine Augsburger ist auch dabei. Hm, nun bin ich  von der Reisestrecke abgekommen. Also weiter. Bei der Kirche in Hauge gibt’s einen großen Parkplatz, ideal um kurz stehenzubleiben. Weshalb? Na ja, der GC3CW3P-Sokndal Kirke ist hier versteckt. Für diesen Cache umrundet Werner gerne den Kreisverkehr.

Bisher war  ja die Straße recht breit, doch ab nun wird sie stellenweise wieder enger. Vorbei am Ruggesteinen, immer weiter hinauf geht die Fahrt. Die Aussicht ist einfach berauschend. Immer wieder tauchen riesige Buckel, mit kleineren Bächen oder Seen vor uns auf. Diese gemächlichen Kolosse  erinnern  mich an die in der Sonne liegenden Robben auf Öland. Kurvenreich bergauf – 80 m Meereshöhe – erreichen wir eine Gedenkstätte zum 2. Weltkrieg. Sie liegt am Jøssingfjord, wie auch Helleren. Es handelt sich hier um zwei alte Häuschen aus dem 18. Jhdt., die unter einer überhängenden Felswand stehen. Ein riesiger Parkplatz davor, den wir aber links, nein eigentlich rechts liegen lassen, denn wir konzentrieren uns auf die nun immer enger werdende Straße. Unten in Flekkefjord ist regsamer  Betrieb. Klar, die E39 geht hier vorbei. Und auf diese müssen wir auch. Kurz nach Feda kommen wir in ein Tunnelsystem, das  wir uns aus verschiedenen Perspektiven ansehen. Wir müssen bzw. möchten gleich nach dem Tunnel auf die 465er Straße. Und mitten im Tunnel zweigt diese auch ab nach Kvinesdal. Diese Abzweigung nehmen wir auch. Ok, wir wollen ja auf die 465er, doch in die andere Richtung. Und so umrunden wir wieder einen Kreisverkehr, um wieder in den Tunnel und nach dem Tunnel die 465er zu nehmen. Dann möchte ich eigentlich von der Straße 465 Weg, um an die Küste wieder zu kommen, doch als wir die Stichstraße sehen, lassen wir es. Als Alternative nehmen wir bei Sande einen Cache mit (GC5MJWY-Herad) und nehmen dann die alte 465er, das ist jetzt die Str. 610. Enge Kurven sind wir ja jetzt schon gewohnt. Und zufälligerweise liegt auch so mancher Cache auf der Strecke, wobei zwei nicht gefunden werden konnten. Dann kommen, wir wieder auf die 465er, die nun eng und kurvig nach Farsund runter geht. In Farsund steuern wir den Bobilpark an. Kaum sind wir dort gelandet, verwandelt sich Werner. Es geht ihm nicht schnell genug, den richtigen Platz zu finden und kaum stehen wir und der Strom ist angeschlossen, ward er nicht mehr gesehen. Normalerweise unterstützt er  bei den „Innenarbeiten“, doch ab nun ist etwas ganz anderes wichtig. Jene, die ihn gut kennen, ahnen es bereits. Genau! So schnell kann es gar nicht gehen, ist er in die Angelgeräte vertieft. Zu allererst richtet er mir die Angel her, da bin ich ganz überrascht. Flugs, ist auch seine hergerichtet und er steht schon am Kai.Als ich „innen“ fertig bin, schau ich noch schnell auf mein Garmin, wie es denn mit Fischen und Jagen heute aussieht. Ein guter Tag, sagt mir das GPS. Na dann, nichts wie los. Einige andere AnglerInnen stehen schon am Kai uns so verzupfe  ich mich auf eine kleine Aussichtsplattform. Doch heute ist kein guter Tag für mich. Alsbald glaube ich, einen Fang zu haben. Ja, den hatte ich. Doch nur Gras. Und zudem verliere ich, oh Schande, 3 Köderfischerl! Na das Angeln vom Land muß noch geübt werden! Werner versucht sein Glück weiter, währenddessen ich das Abendessen zubereite. Und auch danach ist noch nicht Schluss. Sofort wieder zu den Angelgeräten. Auf mich muss die Angel noch etwas warten. Aber dann reizt es mich auch wieder. Nach 2 weiteren Verlusten reicht es mir aber. Zudem wird es eng mit den Ködern. Und mein geliebter Gatte? Ihr dürft selbst Vermutungen anstellen. Auf jeden Fall war um 23.30 Uhr Nachtruhe und kein Fischerl störte.

2 Gedanken zu „Rock‘n Roll auf der RV 44

  1. Back to the roots, hat sich Werner wahrscheinlich in Farsund um 23.30 Uhr gedacht – und dass die Ausbeute die ersten Male auch überschaubar war – und bei Farsund denke ICH noch immer an ein FISCHERREVIVAL, good fish – dripe

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    • Hallo Peter!
      Gitti und ich planen nächstes Jahr mit dem Ehepaar Tomasek eine Hausboottour, die entweder im Juni oder September stattfindet. Wenn der Termin steht könnten wir Ende September eine 14-tägige Fischermentour andenken – was hälst du davon?

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