Der Jøssingfjord im Zweiten Weltkrieg

Die Gedenkstätten am Jøssingfjord

  1. Im Februar 1940 haben britische Soldaten im Jøssingfjord 299 Kollegen von Ihnen vom Nazi-Schiff Altmark befreit. Brigitte und ich besuchten die Gedenkstätte auf unserer Fahrt nach Farsund.
  2. Kampfhandlung in der Endphase des Zweiten Weltkriegs im Jøssingfjord

Aus dem Wikipedia-Artikel – Am 14. Februar 1940 drang die Altmark mit ihren Kriegsgefangenen nördlich von Trondheim in norwegische Hoheitsgewässer ein. Dass die Altmark unter Deck Kriegsgefangene transportierte, verbarg sie vor den norwegischen Behörden. Der norwegische Militärhistoriker Geirr H. Haarr hielt 2013 das Verschweigen der Gefangenen unter Deck für einen Bruch der Neutralitätsregeln, die Norwegen am 1. September 1939 erlassen hatte. Kapitän Dau von Altmark hatte demnach kein Recht, von Norwegen eine Durchfahrt durch das neutrale Norwegen zu verlangen.

 

Die Fahrt ging aber nicht so schnell wie gedacht, denn es gab Verzögerungen durch die norwegische Kriegsmarine. Am 14. und 15. Februar wurde das Schiff dreimal von zwei verschiedenen norwegischen Torpedobooten, der Trygg und der Snøgg, angehalten und kontrolliert, ohne dass den Kontrolleuren die Anwesenheit der Kriegsgefangenen offenbart wurde. Dau zeigte nur die Brücke und weigerte sich, das Schiff weiter inspizieren zu lassen. Er gab vor, die Altmark sei ein Tankschiff, das in den Diensten der Kriegsmarine (nach Angaben Daus ein Staatsschiff) Dieselöl von Port Arthur nach Deutschland brachte. Die Kapitäne der Torpedoboote akzeptierten diese Auskünfte. Hiermit gab sich der Chef des Zweiten Norwegischen Seeverteidigungsabschnittes in Bergen, Konteradmiral Carsten Tank-Nielsen, nicht zufrieden. Das Schiff kam ihm merkwürdig vor.

Als Tank-Nielsen diese Ereignisse seinem Vorgesetzten, Admiral Diesen, berichtete und dabei auch die Anwesenheit von Gefangenen an Bord der Altmark erwähnte, war dieser mit den Entscheidungen Tank-Nielsens nicht einverstanden. Auch Admiral Diesen hielt die Altmarkfür ein Kriegsschiff. Er hielt es aber für das beste, sie moglichst schnell nach Südnorwegen passieren zu lassen, damit sie – ohne Aufsehen zu erregen – möglichst schnell aus Norwegen heraus sei.

Dank Luftbildern eines Aufklärungsflugzeugs waren sich die Briten seit dem Mittag des 15. Februar sicher, dass die Altmark das Schiff mit den Gefangenen war, nach welchem sie seit dem 17. Dezember 1939 suchten. Sie hatten das Schiff vermutlich aufgrund des lebhaften Funkverkehrs gefunden. Zum Ergreifen der Altmark war die 4. Zerstörerflottille und Kapitän Philip Vian auf der HMS Cossack angesetzt. Am 16. Februar gegen 14:50 Uhr wurde die Altmark von britischen Flugzeugen innerhalb norwegischer Hoheitsgewässer südlich von Stavanger gesichtet.

Jøssingfjord

Mittlerweile war die Altmark schon fast am Ziel angelangt. Der Küstenwasserweg war beendet und die Altmark musste ein kurzes Stück in ungeschützten Gewässern an der Westseite Norwegens fahren, um in den norwegischen Süden zu kommen. Daus Route ging jetzt eine Seemeile außerhalb der Außenküste Norwegens lang nach Süden, aber innerhalb der Drei-Meilen-Zone, die die Hoheitsgrenze bildet. Die Altmark befand sich zu der Zeit in Begleitung von zwei norwegischen Torpedobooten. Gegen 16:00 Uhr kamen auf der Höhe von Egersund von Westen her drei britische Kriegsschiffe der Royal Navy in Sicht.

Etwa um diese Zeit erhielt Vian vom Marineminister Winston Churchill persönlich den Befehl, die Altmark zu entern und die Gefangenen zu befreien, wenn die Norweger nicht einwilligten, die Altmark in einem gemeinsamen britisch-norwegischen Konvoi mit einer britisch-norwegischen Wache an Bord nach Bergen zu bringen. Daraufhin lief die Cossack um 22:45 in den Fjord ein. Am Eingang wurden sie von Halvorsen auf seinem Torpedoboot Kjell mit Lautsprecher zum Beidrehen aufgefordert. Vian kam dem nach und antwortete per Lautsprecher, dass er den Befehl hätte, 400 Gefangene der Altmark zu befreien. Halvorsen antwortete, dass es diese Gefangenen nicht gebe – das war sein Kenntnisstand – und dass die Regierung Norwegens eine Inspektion nicht erlaube. Daraufhin schlug Vian Halvorsen – immer noch per Lautsprecher – vor, eine gemeinsame norwegisch-britische Inspektion mit Halvorsens Schiff Kjell an Bord der Altmark vorzunehmen. Halvorsen lehnte unter Hinweis auf Instruktionen seiner Regierung ab. Außerdem sei sein Schiff nicht in der Lage, im vereisten Wasser des Fjordes zu manövrieren. Als Vian Halvorsen vorschlug, das Manöver an Bord der Cossack zu beobachten, kam dieser an Bord der Cossack. Zur gleichen Zeit meldete der Befehlshaber der nunmehr vier vor Ort befindlichen norwegischen Marineschiffe, Kapitän Lura von der Fireren, das Eindringen der britischen Cossack in den Fjord an die Admiralität. Von der Admiralität kam wiederum der Befehl zu protestieren, aber keine Gewalt anzuwenden.

Um 23:45 fuhr die Cossack weiter in den Fjord hinein, legte sich längsseits der Altmark und ließ sie von einem Stoßtrupp entern. Halvorsen verließ die Cossack, als eine Schießerei an Bord der Altmark begann. Dabei kamen sieben deutsche Seeleute ums Leben, ein Brite wurde verletzt. Nach der Schießerei wurde einige Deutsche, die versucht hatten, über das Fjordeis an Land zu kommen, aus dem eisigen Wasser gerettet. Einer davon starb. Nach dem Schusswechsel hatten die Briten die verriegelten Laderäume der Altmark entdeckt. Sie brachen sie auf. Der Offizier, der die Enterung geleitet hatte, rief in die Laderäume hinein: „Any Englishmen down here?“ Als das freudig bejaht wurde, rief er angeblich: „Come up then. The Navy ’s ‚ere.“ Die Cossack nahm die 299 Kriegsgefangenen an Bord und brach um bereits um 1:00 Uhr auf, um sie nach Großbritannien zu bringen. Die Deutschen wurden zu ihrem Erstaunen zurückgelassen. Der bei dem Entermanöver auf Grund gelaufene Tanker blieb im Fjord zurück.[


In der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs wurden deutsche Schiffe von Egwrsund in den Jøssingfjord verlegt, um sie vor möglichen Luftangriffen zu schützen. Am frühen Nachmittag des 14. Aprils 1945 fand der Angriff der Allierten statt. Das Wetter war bewölkt mit Regen und Wind. Das Meer war relativ ruhig und die Sichtwar gut.

Die Beaufighter haben den Jøssingfjord von Nordwest über die Vottaskaret-Schlucht die Schiffe im Fjord angegriffen. Während der Kampfhandlungen sind zwei Neuseeländische Flugzeuge im engen Fjord miteinander kollidiert. Eine Besatzungging mit ihrem Flugzeug unter. Die zweite Besatzung, die sich zunächst aus dem Flugzeug retten konnte, verschwand im Rahmen der Kampfhandlungen und konnte enenfalls nicht mehr gerettet werden.

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