Auf Römerpfaden im Helenental

Wir nutzen die herbstliche Sonne für eine Wanderung von der Schwechatfurt zum Kleespitzsattel. Der alte Römerweg, der hier verläuft, wurde erst 2018 wieder entdeckt. Die Route liegt hier nachmittags in der Herbstsonne bei 12 Grad Celsius – ideales Herbstwanderwetter.

Die Cholerakapelle wurde anlässlich der Choleraepidemie in den Jahren 1830 und 1831 von den Wiener Bürgern Carl und Elisabeth Boldrino aus Dankbarkeit für ihre Verschonung errichtet. Daneben etablierte sich auch eine Jausenstation. Eine bekannte Persönlichkeit, die hier viel Zeit verbrachte, war Beethoven.
Wir folgten heute dem Geocachingtrail von casoli & Motiphilo – GC8EZXX bei der Cholerakapelle.

Diese Karte stammt aus dem Listing von casoli & Motiphilo

Sanft bergauf führt der Weg zum Kleespitzsattel mit einem Ausblick in das Helenental. Römerrunde #2 Wegweiser GC8F01A haben wir dank der Bezeichnung schnell gefunden.

Vom Wegweiser aus

Der Weg durchs Helenental, der auch schon zur Römerzeit genutzt wurde, ging bis 1827 von der Krainerhütte über den Kleespitzsattel bis zur Schwechatfurt. 1827 wurde auf Initiative des österr. Kaisers Franz I., der Baden ab 1813 als seine Sommerresidenz erwählt hatte, die Wegführung geändert. Die Straße führt seither steigungslos entlang der Schwechat, am Ortseingang von Baden wurde eine weitere Steigung durch den Bau eines Tunnels durch den Urtelstein eliminiert. Später geriet das alte Straßenstück östlich des Kleespitzsattels gemeinsam mit dem markierten Wanderweg in Vergessenheit und wuchs zu. Motiphilo hat ihn somit wiederbelebt.

Bei der dritten Station treffen wir auf ein anderes Geocacher*innen-Duo. Wir warten bei Römerrunde #3 ÖPT – GC8F3FV ab bis sie sich eingetragen hatten.

In der Antike wichen auch im Wienerwald viele Verkehrswege den versumpften Niederungen aus und führten über die Höhen. An vielen dieser Routen bestatteten die Römer ihre Toten, und diese Hügelgräber sind teilweise noch gut erhalten. Von Eichgraben aus lassen sich leicht zwei dieser Tumulus-Gruppen erreichen, die noch immer nicht erforscht sind. Die Gräber stammen aus dem 1. oder 2. nachchristlichen Jahrhundert und weisen auch keltischen Einfluss auf, möglicherweise sind in ihnen Angehörige der heimischen Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Die Rekonstruktion eines solchen Römergrabes befindet sich im Museum in Eichgraben.

Vorbei am Römerrunde #4 Steinschutzwand – GC8F3GJ und Römerrunde #5 Kernzonentafel – GC8F3H4 ziehen wir weiter auf den ehemaligen Spuren der Römer. Nach dem Geocache Römerrunde #6 Abstecher Aussicht – GC8F3HK sehen wir die Arbeiten, die notwendig waren, um die Runde begehbar zu machen.

Römerrunde #7 Markierungsbaum – GC8F3HT ist für uns eine gute Gelegenheit bei den beiden Owner zu bedanken für diese tolle Runde.

Eine der letzten Blüten, die ich heute gesehen habe – Berufkräuter (Erigeron)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s