Schloßberg in Graz

Heute fahren wir von der Haltestelle Bad Straßgang mit dem grünen Autobus der Linie 32 in das Zentrum von Graz zum Jakominiplatz. Wiederum sehr warme Temperaturen für einen Oktobertag und das tolle Licht, das vor allem die Parks in farbenprächtige „Collagen“ verzaubert. Über die Herren- und Sackgasse schlendern wir zum Schloßbergplatz, wo wir über die 260 Stufen des Felsensteigs den Uhrturm am Schloßberg erreichen.

Das Grazer Wahrzeichen der Uhrturm am Schloßberg

Zu unserer persönlichen Erkundung des Schloßbergs nutzen wir als Geocacher*innen den Tourist-LAB – Der Grazer Schloßberg von thombeluga. Der Grazer Schlossberg ist ein wuchtiger Fels aus Dolomitgestein und bildet den Kern der historischen Altstadt von Graz. Er liegt direkt am Ufer der Mur und ragt 123 m über den Grazer Hauptplatz.

Über die Stufen de ehemaligen Kriegssteig, der heute Friedenssteig heisst gelangen wir auf den Schlossberg.

Um 1125 wurde auf dem damals nackten Felsen eine romanische Burg errichtet, die Graz ihren Namen gab („gradec“ bedeutet auf Slowenisch „kleine Burg“). Später wurde sie gotisch erweitert und ab 1544 nach Plänen von Domenico dell’Allio zu einer Renaissancefestung ausgebaut. Die Burg ist im Guinness-Buch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten verzeichnet. Am Weg nach oben loggten wir uns im Cache Schlossberg Graz – GC8X50F von GRZ_LOWG ein.

Der Hackher-Löwe wurde zu Ehren des Kommandanten, der die Truppen der Festung bei der Belagerung der Franzosen befehligte.

In den ehemaligen Burggraben wurde um 1578 das Schloßhauptmannshaus gebaut, dessen riesige Kellergewölbe zur Aufnahme von Vorräten bestimmt waren, aber auch als Gefängnis verwendet wurden. Die Gewölbe konnten sogar mit Wagen befahren werden. Eine Einfahrt an der Westseite ist noch sichtbar. 1987 wurde eine von den Architekten Ingrid und Jörg Mayr geplante mobile Überdachung angebracht. Die Kasematten wurden 2009 neuerlich umgebaut. Dabei wurde die Bühne von Westen nach Osten verlegt und verkleinert.

Türkenbrunnen

1554–1558 wurde dieser „Tiefe Brunnen“ 94 Meter bis zum Grundwasser der Mur gegraben, um die Festung auch bei längerer Belagerung ausreichend mit Wasser versorgen zu können. Der Bauplan stammt vom italienischen Baumeister Domenico dell’Allio. Seinen heutigen Namen erhielt der Brunnen erst im 19. Jahrhundert, weil angeblich gefangene Türken an seiner Grabung beteiligt waren. In Wahrheit waren es aber Martolosen von der windischen Grenze.

Bis 1810 stand neben dem Glockenturm die dem Apostel Thomas geweihte Burgkapelle. Es handelte sich um einen romanischen Rundbau, der vermutlich im 12. Jahrhundert errichtet worden war. Von den Sprengungen der Franzosen wurde das Bauwerk verschont, es wurde aber seines kupfernen Daches beraubt. Bedingt durch Witterungseinflüsse verfiel die Kapelle und wurde schließlich teilweise abgetragen. Heute sind nur mehr die Fundamente sichtbar.

Oben am Schlossberg haben wir noch den Geocache – Top Of Dolomite – GCKGD5 von zeith and Gert gehoben.

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