Donauwellen reiten

Heute gleiten wir entlang bewaldeter Hügeln südwärts Richtung Donau. Über uns thront das Schloß Marsbach als wir uns der Firma „Zillen-Witti“ in Freizell nähern. Auch dort feierte ein Familienmitglied einen 60er.

Marsbach

In diesen kleinem Donauhafen lagen unterschiedlich große Zillen aneinandergereiht wie schwimmende Zigarren mit Bänken. Ungeduldig und voller Spannung was das kommende Abenteuer bringen stapfen wir sofort zu der für uns vorbereiteten 6-Personen-Zille. Die Besitzerin wollte einen Kapitän/in, der/die Crew anführt und die Unterlagen unterschreibt. Die Jüngste unter uns, eine erprobte Ruderin und mit dem Element Wasser bestens vertraut, meldete sich sofort. Ihre Augen wurden größer, als sie eine Haftungserklärung unterschreiben musste und das Merkblatt, wo ihre Aufgaben aufgelistet waren, sorgfältig durchlesen musste. Damit war es aber nicht getan – es ging zur Probefahrt, die es in sich hatte.

Nicht nur das Bedienen des Motors wurde geübt, sondern auch das Fahren mit der Zille. Es galt sofort rückwärts auszuparken und dann ab in den Strom. Durch das Vorbeifahren zweier großen

Ausflugsschiffe konnte sofort der richtige Umgang mit der Zille beim Queren der Bug- und Heckwellen geübt werden. Wir lieferten die Besitzerin wieder am Hafen und starteten zu unserer Ausflugsfahrt donauabwärts Richtung Schlögener Schlinge.

Das Gasthaus zur Blauen Donau auf der rechten Donauseite kündigte den Donauhafen Schlögen mit Yachthafen, Bootstankstelle, Campingplatz und Hotelanlage an. In der Römerzeit stand hier auch ein Kleinkastell. Eine weitere Herausforderung erwartete hier unsere junge Kapitänin, sie musste

Hotelanlage in Schlögen

beim Navigieren zwei Fähren beobachten und deren Schiffsbewegungen einschätzen, denn beide Boote hatten ihr gegenüber Vorrang. Eine Radfähre verband die gegenüberliegenden Orte Schlögen und Au und transportierte hauptsächlich RadfahrerInnen. Das andere Boot war der Donaubus, der zwischen Au und Grafenau verkehrt. Kurz danach war auch für uns die Gelegenheit mit der Zille die Donauseite zu wechseln.

Die Donau hatte leichtes Hochwasser und war ziemlich braun gefärbt, denn der Inn brachte in Passau riesige Mengen Schmelzwasser aus den Tiroler Alpengebieten mit. Trotzdem „schwebten“ wir gemütlich vorbei an idyllischen Gehöften und steuerbords erhob sich der „Steiner Felsen“ über uns. Am Ende der Schlögener Schlinge beim Gasthof Reisinger drehten wir um und wurden sicher zurück geschippert. Die kräftige Sonne führte zu einigen Freizügigkeiten an Bord, die ich hier nicht nöher kommentieren möchte. Am besten passt – räkelnde Donaunixen, ein Donaubuddha und schnittige Kapitänin.

Nach etwas mehr als zwei Stunden legten wir mit der Zille sicher an. Eine gute Gelegenheit sich die Beine zu vertreten und Flüssigkeit nach zu tanken.

Mittagessen mit Blick auf Passau

Im Restaurant Blaas, wo Sonja und Waltraud aus Wels zu uns stossten, gabs nicht nur gutes Essen, sondern auch einen tollen Ausblick auf Passau.

Herzlichen Dank für diesen tollen Tage an alle OrganisatorInnen.

2 Gedanken zu „Donauwellen reiten

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