Die „Drei Flüsse Stadt“ und ein Irrtum – Teil 2

Am Ilzufer

Bevor wir in die Rundfahrt zum Geocaching einsteigen kramen wir noch ein wenig in der Geschichte von Passau, die meist weniger bekannt ist.
Nach dem Ausbluten Deutschlands in einem grausamen Krieg versuchten ArbeiterInnen, Soldaten und AktivistInnen neue demokratische Strukturen zu schaffen.
Bereits am 7. November 1918 verbreiteten sich in Passau die ersten Gerüchte über die Revolution in München. Am nächsten Tag wurde ein Soldaten- und Arbeiterrat gebildet, der zunächst Gefangene aus dem Oberhaus und dem Amtsgericht befreite. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung stellte man eine 200 Mann starke Bürgerwehr auf. Die Räterepublik dauerte in Passau acht Tage.

Nun zu unserer Geocachingtour – wir folgten dem Radweg D6, der an der Schweizer Grenze bei Basel weit vor der Donauquelle beginnt und diversen Flußläufen folgt.

Insgesamt legten wir 32 km zurück. Bereits unser erster Cache war ein Highlight des Tages. Ein Geocache von stevehome, supported by bibi, kristl & reine85 – Passau Altstadt – Donauschifffahrt/Schanzl (GC4FFRF) mit 402 Favoritenpunkten. An einem Nachmittag wäre die Dose ein guter Hinweis gewesen, aber um 11:18 war es für uns zu früh der Anregung des Caches zu folgen.
Ein paar Kilometer weiter entlockten wir dem Bäckerfelsen (GC8566C) von Priemus sein Geheimnis und loggten um 11:42.
Als nächstes steuern wir die Steinbachbrücke an, die für den Eisenbahnverkehr dient. Die erste Brücke wurde hier 1887 für die Bahnstrecke Passau-Freyung errichtet. Nach der ausschließlichen Nutzung für den Güterverkehr, der Komplettsperre nach Hochwasserschäden, wurde die Bahnstrecke im Sommer 2011 wieder in Betrieb genommen.

Im Hintergrund sichtbar

Wir steuern hier den Cache von Priemus – Steinbachbrücke (GC84WAE) an. Beim Finden der Dose war die kurze Radlerhose nicht hilfreich, den die ersten Dornen sind an den diversen Sträuchern zu spüren. Wir haben uns ins Logbuch um 12:33 eingeloggt.
Zum Heben des Doserl bei An der Au (GC84F1C) von Priemus mussten wir unser Spezialwerkzeug heraus kramen und uns aus Materialien der Natur eine Vorrichtung bauen. Aber um 12:33 hatten wir alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen und konnten uns ins Logbuch eintragen.

Nun war das Kraftwerk Kachlet (GC8567W) an der Reihe. Der Owner Priemus schreibt im Listing:

Das Kachlet, ein mit Felsen und kleinen Inseln übersäter Donauabschnitt vor Passau, behinderte seit jeher den Schiffsverkehr. So entschied man sich, die fast 20 km lange Gefahrenstrecke zu überstauen. Dazu errichtete man von 1922 bis 1927 ein Kraftwerk mit Doppelschleuse. Dies war zugleich der erste Schritt zur Schaffung der Großschifffahrtsstraße Main-Donau-Kanal.
Hier trafen wir das Team Haselmäuse, die ebenfalls den herrlichen Tag zum Geocaching nutzten. Wir verewigten uns im Logbuch um 12:46. Auf der anderen Seite der Donau wartete bereits die Dose Schleuse Kachlet (GC8568X) von Priemus auf uns, wo wir uns um 13:01 ins Logbuch eintragen konnten. Die beiden Kammern der Schleuse haben jeweils eine Breite 24 m und eine nutzbare Länge von 226,5 m. Die Fallhöhe der Schleuse beträgt 9,80 m und die Füllzeit beträgt 35 Minuten.

Nun hatten wir einige Kilometer vor uns. Einmal waren wir etwas unsicher bezüglich der Weiterführung des Radweges und wir fragten einen jungen Radfahrer, der mit dem Rennrad unterwegs war. Er war total nett und begleitete uns ein paar Kilometer damit wir die richtige Abzweigung nach Vilshofen nicht verpassen. Ein sehr sportlicher junger Mann – viermal wöchentlich Fußballtraining und einmal 50 km mit dem Rennrad. Donna Makrella hat sich von ihm anstecken lassen, denn sie legte beim Tempo ziemlich zu, wahrscheinlich um den jungen Mann zu zeigen, dass wir ältere auch nicht so langsam unterwegs sind. Am Abend meinte sie etwas frech, sie hat sich gewundert, dass ich im Gespräch mit ihm nicht ins Schnaufen kam.

Pfarrkirche St. Salvator in Schalding

Nun machten wir uns an das Heben der ABC – Serie entlang des Donauradweges. Die Serie wurde vom Team Quasi ausgelegt. Wir schafften nicht alle Buchstaben, aber bis zum „P“ kamen wir.

  • B – Letterbox – GC7EFQ5 um 13:39
  • C – GC7EFQT um 13:50
  • D – GC7EHH7 um 13:58
  • E – GC7EHHJ um 14:02
  • F – GC7EHJ0 um 14:08
  • G – Letterbox- GC7EHJM um 14:25
  • H- GC7EHKZ um 14:31
  • I – GC7EHMN um 14:34

Jetzt hatten wir Hunger und Durst und wir suchten uns ein Radfahrer- stüberl, wo wir gemütlich eine Jause verzwickten. Nun gings an die Rückfahrt nach Passau.

  • P – GC7EHPW um 15:41
  • O – GC7EHPN um 15:50
  • N – GC7EHPF um 16:04
  • M – GC7EHP8 um 16:09
  • L – GC7EHNV um 16:14
  • K – GC7EHNH um 16:16
  • J – GC7EHN3 um 16:22
  • A – GC7EFG1 um 16:34

Herzlichen Dank an das Team. Den Buchstaben „L“ gibt es in zwei Dosen.

Hier bewacht ein bemooster Löwe die Geschehnisse am Donauufer. Das Radeln entlang eines Flusses macht Spaß. Einerseits bewegen wir uns in der Natur und sehen Vögel und Tiere und der Fluß selbst bietet auch immer wieder Abwechslung. Was uns etwas Sorgen macht, dass manche BenützerInnen die Wege als Abfallspur mißbrauchen. Wie heißt es treffsicher – Wir sind Gäste auf Erden – und sollten sie für unsere Nachkommen gut erhalten und nicht irgentwelchen Gewinnüberlegungen opfern.

Ein weitere sehr alter Wächter des Donauufers.

Zum Abschluß noch eine kleine Beobachtung – WIRD Bayern von AUSSERIRDISCHEN kontrolliert?

 

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