Knecht und Magd auf einer Runde

Um die Mittagszeit starten wir in die Stadtgemeinde Mannersdorf. Die Sonne, die uns mittags zur Geocachingrunde animiert hat, verschwindet zwar zusehends, aber die Temperatur ist angenehm und im windgeschützten Wald beginnen wir zu schwitzen. Der im Listing angegebene Parkplatz (N47°58.190′ – E016°36.180′) ist ideal als Ausgangspunkt für die Tour. 

Unsere Tour heute – mit dem „Fremdgehen “ zur Ruine und manchen Umwegen insgesamt fast 9 km. Start um 12:40 – Ankunft zurück um 16:40.

Erste Schneeglöckchen wollen heraus

Also machen wir uns auf den Weg ins Leithagebirge. Als erstes sehen wir ein Tier, das zwar einem Hund ähnlich sieht, aber groß wie ein Pony ist. Die Besitzerin meinte beim vorbeigehen – „er sei harmlos“ – ihr Kommentar dürfte die Antwort auf unsere eher skeptischen Blicke gewesen sein. Also am Fuße der Ausläufer der Alpen der quasi eine Verbindung zu den Ausläufern der Karpaten im Norden bildet machen wir

Wir nähern uns nun dem Goldberg und dem Naturpark Mannersdorfer Wüste. Dieser 106 ha große Naturpark beherbergt das ehemalige Klostergebiet der Unbeschuhten Karmeliter und die Ruine Scharfeneck. Wir fragten uns immer wieder – weshalb die Gegend hier „Wüste“ heißt. In den Geschichtsunterlagen schreiben sie von einer ungenauen Übersetzung des griechischen „eremos“ (Einsiedelei, Wüste, Einöde), die sich im Volksmund durchgesetzt hat.
Oben am Steinbruch angekommen haben wir eine tolle Aussicht. Rund um den Abgrund liegen große Findlinge rund um das Abbaugebiet wie Wächter eines Abgrunds. Welche Geheimnisse der Geschichte werden hier bewacht? In der Mannersdorfer Ortschronik kann man davon einiges Nachlesen. Wir machen hier am

Rande des Abgrunds einige Caches

Dann beachten wir einen Waypoint nicht und stehen auf der falschen Seite der Mauer. Für all jene ca. 10m östlich dieser Koordinaten ist ein Mauerdurchgang, wo man bequem die Seite wechseln kann (N47°57’30.52″ – E016°36’15.26″). Diese 4,5 km lange Mauer umfasste das ehemalige Karmeliterkloster „St. Anna in der Wüste“, das 1783 von Kaiser Joseph II. aufgelöst wurde.

Nun zweigten wir von der Megaknecht Runde ab. Die Burgruine Scharfeneck war unser Ziel. Zwar mussten wir einige Höhenmeter absolvieren, aber zwei Caches warteten auf uns. In der Wüste ca. am halben Weg zur Ruine wurden wir das erstemal fündig. Im Listing wird vor den Wildschweinen gewarnt und man soll deshalb nichts stark riechendes aussetzen. Wir fanden zwei Gäste – Günther der Schreckliche aus Nordrhein-Westfalen und Travel Unicorn Geocoin -, die wir gegen zwei neue Gäste austauschten. Nun warten zwei neue Einwohner auf Besuch – Liver Bird, der nach Liverpool will und Kürbiskernöl – das grüne Gold. Nun gings weiter schnaufend und etwas pfauchend – typische Städter, die noch dazu heute viel zu warm angezogen waren zur Ruine auf den 347m hohen Schloßberg. In den Unterlagen zur Burg kann man sich über die mehr als rauhen und brutalen Sitten der damaligen Zeit informieren.

Ein Johann von Scharpeneck war Kastellan der Burg Landskron und seine Verwandten hochangesehene Gutsbesitzer in verschiednen Teilen Ungarns. 1390 gestattet König Sigismund von Ungarn den Scharfeneckern ihren Besitz an wen immer zu vergeben, “…woferne damit nicht Entfremdung vom ungarischen Territorium verbunden ist.” Mit dem österreichischen Grenzadel lagen sie ständig im Streit. 1396 überfielen die Scharfenecker Deutsch-Altenburg. Kurz darauf fielen die Hundsheimer in Ungarn ein. Die Scharfenecker eigneten sich 1404 Besitzungen der Herrschaft Trautmannsdorf an. 1408 überfällt Stuchs von Trautmannsdorf die Herrschaft Scharfeneck, wofür sich die Scharfenecker 1412 blutig in Edelsthal und Deutsch Haslau rächten.

Der Cache hat 65 FP und wir konnten uns um 15:03 in das Logbuch eintragen. Nun mussten wir uns etwas sputen, denn gegen 16:30 wird es dunkel und wir hatten doch einige Caches noch zu heben.

Knapp nach Sonnenuntergang erreichten wir den Parkplatz wieder. Herzlichen Dank an die Owner besonders an Megaknecht für diese Runde und Vaurath und McNave für die anderen Caches.

 

 

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