Wie das Wasa meinen Zahn knackte

Fagernes

Der nächste Schadensfall im Urlaub. Während eines Frühstücks – ich habe mir angewöhnt immer auch Knäckebrot zum Bespiel mit dem herrlichen Snøfrisk (Ziegenfrischkäse) zu essen – knackt es bei mir. Ein ordentliches Stück Zahn halte ich da in meinen Händen. Glück im Unglück es ist ein Zahn, der nach einer Wurzelbehandlung keinen Nerv mehr hat und somit nicht schmerzt. Nur so kann ich nicht ein paar Wochen weiter reisen.

Zahnarztstuhl in Fagernes

Ich selbst werde da schnell unrund. Gitti sagt dazu, dass ich brummelig bin. Also auf zu einem Tannlege (Zahnarzt/ärztin). In Haugesund gehen wir zur Touristen-Information. Ich schildere mein Problem und erhoffe mir eine Empfehlung, wo ich zur Behandlung hingehen soll.  Ich habe schon öfters bemerkt, wenn von  Zahnproblemen geredet wird, bekommen viele Menschen einen mitleidenden Blick, auch hier so. Als Tipp gibt sie uns die Adresse einer öffentlichen Zahnklinik. Als wir dort ankommen niemand im Wartezimmer, super denke ich mir. Ich schildere mein Problem „broken tooth“, usw. immer alles auf englisch, was auch nicht immer einfach ist für mich. Sie sagte, sie seien terminlich ausgebucht und falls ich keinen Dentisten in Haugesund finde soll in in 1,5 Stunden wieder kommen und eventuell würde sich ein Arzt meine Bruchstelle ansehen. 

Esefjorden

Also machen wir uns auf die Suche nach einem/einer DentistIn. Am Vorabend habe ich mir im Internet Adressen von ZahnärztInnen aus dem Internet besorgt.  Die klappern wir jetzt ab.  Beim dritten Versuch klappt es. Die Assistentin gibt mir nach kurzer Rücksprache einen Termin um 15:00 am selben Tag.  Zur Überbrückung der 4 Stunden ziehen wir eine Geocachingrunde durch die Heringstadt Haugesund, wo gerade das alljährliche Filmfestival stattfindet. Bei Kaffee und Kuchen werde ich von Gitti in meinem englischen Vokabular für das Gespräch mit der Tannlege fit gemacht. Im Womo dann die letzten Vorbereitungen zum Termin. Ich liebe ja Zahnarzttermine so sehr. Allerdings war ich vor dem Urlaub bei einer Kontrolluntersuchung bei meiner Zahnärztin.

Hier spüre ich noch die Behandlung

Karin (so hieß die Zahnärztin) schaut sich meinen Zahn kurz an und erklärt mir, dass sie mir eine vorläufige Füllung macht, die dann in Österreich weiter bearbeitet werden kann. Genau das wollte ich  – super. Nach 10 Minuten ist alles erledigt – ich zahle NOK 525,- (ca. 55 Euro) und habe ein weißes Zahnersatzstumperl im Mund. Die Behandlung war kompetent und ich wurde nett und freundlich behandelt,

Alle, die bei uns über unser Gesundheitssystem jammern, kann ich nur sagen in Österreich habe ich nicht erlebt, dass ich mit einem Zahnbruch  weder bei einer Zahnklinik noch bei der Zahnärztin abgewiesen wurde, noch musste ich eine solche Behandlung bezahlen.

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