In einem Artikel lassen sich unsere Erlebnisse in Helsinki gar nicht zusammenfassen. Jetzt einmal zu Kunst und Kultur. Ein grosser Park ist nach ihm benannt. Busreise kommen hier Tourist:innen vorbei, um sich das Denkmal anzusehen.

Jean Sibelius gilt als einer der bedeutendsten Komponisten Finnlands und ist einer der wenigen, die über die Grenzen ihrer Heimat hinaus berühmt wurden. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem durch sein Violinkonzert d-Moll op. 47 sowie seine sinfonischen Dichtungen bekannt, in denen er u. a. Themen aus der finnischen Sagenwelt und Mythologie verarbeitete, wie z. B. aus dem Nationalepos Kalevala.

Das Denkmal wurde von der Künstlerin Eila Hiltunen entworfen und 1967 eingeweiht. Das Denkmal besteht aus über 600 hohlen Stahlröhren, die zusammen wie eine Orgel wirken und die kreative musikalische Schaffenskraft Sibelius symbolisieren Es befindet sich im Sibelius–Park im Stadtteil Töölö.

Wenn man seine Zusammenfassung über seine Lebensgeschichte liest. Ein Mann voll innerer Zerrissenheit, Zweifel und Schaffenskraft.
In Favoriten gibt es bei uns eine Sibeliusszrasse.


Ein schwedischer Finne Johan Ludvig Runeberg schrieb die finnische Nationalhymne. Er schrieb das schwedische Original. Die Übersetzung ins Finnische, die der heute gesungenen Version am nächsten kommt, stammt im Kern von Paavo Cajander aus dem Jahr 1889. Die Melodie dazu komponierte der deutsche Komponist Fredrik Pacius, der damals als Musiklehrer an der Universität Helsinki arbeitete.
Jedes Jahr am 5. Februar feiert ganz Finnland den Runeberg-Tag (Runebergin päivä). An den Häusern wehen die Nationalflaggen, und traditionell isst man im ganzen Land ein bestimmtes Gebäck: das Runeberg-Törtchen (Runebergintorttu).
Seine Frau Fredrika Runeberg stand lange in seinem Schatten, war aber selbst eine hochbegabte Intellektuelle. Sie gilt als eine der ersten finnischen Journalistinnen und schrieb mit „Fru Catharina Boije och hennes döttrar“ einen der ersten historischen Romane Finnlands. Zudem war sie eine Pionierin der finnischen Frauenbewegung.


1988 bei unserer ersten großen Nordlandreise besuchten wir erstmals Helsinki. Eine der ersten Stationen damals war das Olympiastadion und das linke Denkmal von Paavo Nurmi. Er ist einer der dominantesten Athleten der finnischen und olympischen Sportgeschichte. Bekannt als der „Fliegende Finne“, revolutionierte er in den 1920er Jahren den Langstreckenlauf komplett. Bei den Spielen 1920, 1924 und 1928 gewann er insgesamt 9 Gold- und 3 Silbermedaillen. Im Laufe seiner Karriere stellte er 22 offizielle Weltrekorde auf Distanzen zwischen 1500 Metern und 20 Kilometern auf.
Ebenbild entdeckten wir das Denkmal von Lasse Viren. Als einer der berühmtesten „Fliegenden Finnen“ (Flying Finns) prägte er die Leichtathletik in den 1970er Jahren. Virén vollbrachte das seltene Kunststück, bei zwei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen das „Double“ aus 5.000 Meter und 10.000 Meter zu gewinnen. Das legendärste Rennen seiner Karriere waren die 10.000 Meter in München. Nach etwa der Hälfte der Distanz stürzte Virén nach einer Kollision. Er verlor wichtige Meter, rappelte sich jedoch sofort wieder auf, holte das Feld ein und gewann das Rennen am Ende nicht nur, sondern stellte sogar einen neuen Weltrekord (27:38,4 Minuten) auf.

Erbaut wurde das Olympiastadion zwischen 1934 und 1938. Eigentlich sollte es die Olympischen Spiele 1940 beherbergen, die jedoch wegen des Zweiten Weltkriegs abgesagt wurden. Die Spiele wurden schließlich 1952 hier ausgetragen.
Brigitte machte mich auf die interessante Höhe des Turms links vom Stadion aufmerksam. Besonders berühmt ist der weiße Stadionturm an der Südwestecke des Komplexes. Er hat eine ganz besondere, geschichtsträchtige Höhe: Exakt 72,71 Meter. Diese krumme Zahl ist kein Zufall, sondern entspricht zentimetergenau der Siegerweite des finnischen Leichtathleten Matti Järvinen, der bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles die Goldmedaille im Speerwerfen holte.