
Wir treffen sehr gute Freund:innen in Linz, mit denen wir schon längere Womo-Touren unternommen haben. Heute steht unser Tag unter dem Motto: „Kunst muss raus“ – und wir suchen mit den Einheimischen Plätze, wo sie selten sind.

Dazu nutzen wir diesen Lab. Herzlichen Dank an den Owner für die grossartige Runde.
Wir treffen uns am OK-Platz und bei einem schnellen Kaffee besprechen wir die Tour.
Sonderlinge in Linz

Am Römerberg stehen zwei exakt ausgerichtete und sorgfältig bearbeiten Reihen keilförmiger Steine, die wie exerzierende Soldaten in der Landschaft stehen, wobei sich die Steine der einen Reihe nach oben hin verjüngen, die anderen verbreitern. Nur einer ist anders ausgerichtet.
Der Künstler sieht darin Symbole für die Menschen der gleich ausgerichteten sogenannten „Reih- und Glied Gesellschaft“, die von einem einzigen durchbrochen wird, der dann von den übrigen als „Sonderling“ betrachtet wird.
Jubiläumsbrunnen Schadlergründe

Inmitten einer neuen, zentrumsnahen Wohnanlage, auf den Schadlergründen, die nach einer früher dort angesiedelten Keramikfirma ihren Namen ableitet, hat der Kärntner Künstler Herbert Unterberger seine Brunnenskulptur aufstellen können. Sie besteht aus einem 230 Zentimeter hohen Ensemble von drei ineinander verschränkten Skulpturen aus rosafarbenem portugiesischem Marmor, die in einem dreieckigen steingefassten Wasserbecken stehen1.
Große Weltlochwand

Die Metallwand von Gunter Damisch steht wie ein Miniaturhochhaus aufrecht im Park der Landesgalerie. Auf Grund der vielen Löcher erlaubt sie spannende Durchblicke.

Die „Weltlöcher“ und das netzartige Geflecht sind zentrale Motive bei Damisch. Sie symbolisieren die Vernetzung von Mikro- und Makrokosmos – alles scheint miteinander verbunden, löchrig und doch stabil zu sein. Die Form erinnert an eine Art Hütte oder ein Naturgebilde, das aus dem Boden gewachsen ist.
Das Gespräch – Trialog

Lebensgrosse Figurengruppe (drei Frauen) aus Sandstein. Trotz weitgehender Abstraktion ist die Interaktion zwischen den drei Frauen deutlich erkennbar. Die eine macht einen Schritt vor, um ihre Worte zu unterstreichen, worauf die direkt Angesprochene zurückweicht und die Zuhörende sich staunend an die Brust greift.


Der Künstler weist mit dieser Anordnung auf die Urform jeglicher Kommunikation im öffentlichen Raum hin, die mindestens drei Individuen erfordert und durch Aktion, Reaktion und Teilnahme gekennzeichnet ist.
Peter H. Wahl greift damit auch auf den nicht zu entscheidenden Diskurs zwischen Judentum, Christentum und Islam zurück, der in der Ringparabel seinen Ausdruck findet.
Das andere Buch

Die rundansichtige Metallskulptur präsentiert sich als aufgestelltes, aufgeschlagenes Buch. Auf den Seiten ist der Textblock durch ein dunkleres Material farbig abgesetzt und sowohl von einer stabilisierenden Metallstange als auch von verschiedenen Waffen durchstoßen. Die Skulptur selbst besteht teilweise aus gepresstem, weiterverarbeitetem Kriegsmaterialschrott, weiters kamen Glas und Stahl zum Einsatz.
Theo Blaickner schuf die Skulptur für die Ausstellung „Das andere Buch“ in Wien. In Linz kam sie anfänglich als Leihgabe zur Aufstellung und wurde im Jahr 1998 gemeinsam von der Stadt Linz und dem Land Oberösterreich erworben.
Der Hundertwassrbrunnen
Ausserhalb der Adventure Lab – Tour besuchten wir den Hundertwasserbrunnen. Die derzeitige Baustelle dort nimmt dem Brunnen die Ausstrahlung. Wir hatten ein Riesenglück, den von den drei Personen (incl. Hundertwasser), die Brunnen aufstellten, bekamen wir vom letzten Überlebenden eine Einführung zum Brunnen.


Quellenverzeichnis
- Stadtgeschichte Linz, Denkmäler ↩︎