Horn – unsere Wanderung im Taffatal

Für Sonntag nachmittags haben wir uns den Geocachingtrail im Taffatal vorgenommen. Die Wettervorhersage meldet von heiter bis wolkig mit geringer Wahrscheinlichkeit für kurze Regenschauer. Wanderschuhe hervor geholt, Ruchsäcke mit Wasserflaschen und Äpfel ausgestattet und dann geht es ab vom Stellplatz.

Tinicapsi, der/die Owner der Runde schreibt:

Die Taffa ist ein linker Nebenfluss des Kamp, der das westliche Horner Becken und die daran im Westen anschließende Wild entwässert. Der Name leitet sich von slawisch Dabina ab, was soviel wie „Schluchtbach“ bedeutet. Die Taffa mündet in Rosenburg in den Kamp.

Diese Runde führt Euch einen Teil durch das wildromantische Flußtal der Taffa. So nah
der Stadt lädt diese kleine Wanderung ein die Natur zu genießen, die Geschichten der
Gegend zu entdecken und ein paar Caches zu finden.
   

Ausserhalb der Stadt wandern wir an blühenden Blumenwiesen vorbei.
Blick zurück in Richtung ehemalige Hofmühle

Das Horner Taffatal war einst dicht mit Mühlen besiedelt – heute sind diese kaum mehr bekannt oder gar in Vergessenheit geraten. #Taffa 1 erinnert an die ehemals herrschaftliche Hofmühle- Heute befindet sich dort die städtische Kläranlage.

Wir besuchten bereits 2013 das Taffatal. Den Cache „im Taffatal“ haben wir 2013 mit Doris, Astrid und Iris gehoben.
Heute findet man noch Überreste der Spitals- und Ungarmühle. Diese wurde bereits 1395 in die Horner Bürgerspitalsstiftung eingebracht. Über die Jahrhunderte wechselte sie mehrmals die Besitzer und Betreiber. Die letzten Betreiber waren  ab 1905 der Handelsagent und Kaufmann Robert Ungar. Er betrieb hier eine Zinngiesserei und Galvanisierbetrieb – das Hauptaugenmerk lag hier auf der Produktion von Bestecken und Wallfahrts-Devotionalien. Man erzählt, dass hier eine Falschmünzenproduktion ausgehoben wurde. Ein Doppelschilling der mehr Silberanteil hatte, als eine originale Münze. Am Ende des zweiten Weltkrieges fiel das Gebäude in die Hände der sowjetischen Truppen und die Bewohner wurden ausgewiesen. Nach Artilleriebeschuss verfiel die Mühle in Schutt und Asche.

Die Große Taffa entspringt im Gemeindegebiet von Irnfritz südwestlich der Ortschaft Nondorf an der Wild in einer Seehöhe von ca. 520 m ü. A. und weist bis zu ihrer Vereinigung mit der Kleinen Taffa nordöstlich von Frauenhofen eine Fließstrecke von 13 km auf.

Die Kleine Taffa entspringt im Gemeindegebiet von Brunn an der Wild südlich der Ortschaft Wildhäuser in einer Seehöhe von ca. 570 m ü. A. Nach einer Fließstrecke von 19 Kilometern vereinigt sie sich mit der Großen Taffa.

Das Brauhaus liegt an der Taffa und war vom 16. bis ins 19. Jahrhundert ein beliebtes Gasthaus, wo das „Horner Weißbier“ erzeugt wurde. Unter dem Horner Stadtherrn Ferdinand Graf Kurz (Tuchmachersiedlung im Artikel am Vortag) trug in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Biererzeugung mit zur Blüte der Stadt bei.
Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts hatte das Horner Weißbier, das der Pächter des herrschaftlichen Brauhauses namens Faber erstmals braute, einen guten Ruf. Als Horner Pfützl wurde es auch in den Beisln am Wiener Spittelberg und im Komödienbierhaus in Wien ausgeschenkt.

Streifenwanze – Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 8 bis 12 Millimetern.

Wir sichteten das Exemplar am Weg zu Cache #9 und #10. Der Unterlauf der Großen Taffa wurde naturnah gestaltet, einschließlich strömungsberuhigter Bereiche, und so die Strukturvielfalt wesentlich erhöht. In diesem Bereich kann man schön die Natur genießen. 

Die ehemalige Segl-Mühle ist heute ein Irish Tinker Gestüt. Leider konnten wir keine Pferde sehen. Die Gebäude des Gestüts sind dringend renovierungsbedürftig.

In Irland und England wurden die Menschen, die mit ihren Pferdewagen durch die Gegend fuhren, „Tinker“ genannt. Tinker bedeutet Kesselflicker. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Planwagen zu schwer wurden. Kräftigere Pferde wurden gebraucht und die fanden die Kesselflicker auf ihren Reisen: Dort kauften sie die Pferde, die sie besonders preisgünstig erwerben konnten. Oft waren dies Schecken, die bei ihren jeweiligen Rasse- und Zuchtverbänden nicht anerkannt wurden oder unerwünscht waren.

Gegen Ende der Tour öffnete sich das Taffatal und landwirtschaftliche Nutzflächen dominierten unseten Blick. Nach dem Sonnenblumenfeld entdecktrn wir ein Kürbisfeld, wo wir uns nicht sicher waren, ob es um einen Wildeuchs oder um ein wenig kultiviertes Feld handelte.

Nachdem wir dem Laserstrahl ausgewichen waren saugte uns ein „Kaffeeduft“ ins Zentrum von Horn. Wir kamen noch rechtzeitg zurück vor dem Nachmittagsschauer.

Unsere Tour (blaue Runde) – ca. 9,7 km

Hinterlasse einen Kommentar