Amphoren – Vasen – Krüge – Schüsseln oder eine Pithoi

Wenn du zusammen gekauert in einem riesigen Tonkrug sitzt, und es ist dunkel, dann hat man dich wahrscheinlich in der minoischen Zeit auf Kreta beerdigt. Heute konnte wir Amphoren und Krüge bei der archäologischen Ausgrabung in Knosses und im archäologischen Museum in Heraklion bestaunen und besichtigen. Ich will mir gar nicht vorstellen wie KönigInnen und OberpriesterInnen in Olivenöl eingelegt mit Kräutern gewürzt … In jedem Fall seht interessant war die Einführung in die erste Europäische Hochkultur, die uns Christina gab. Edelsteine, Früchte, Wein, Olivenöl fast alles wurde in speziellen Kühlräumen in Krügen aufbewahrt.

Da gibt es Gefäße mit Tier- und Pflanzenmuster. Bei manchen Amphoren und deren Verwendungszweck kann man auf die Stellung des/der ehemaligen BesitzerIn schließen. Da gibt es klassische Vorratskrüge und Gefäße mit der Doppelaxt, dem Machtsymbol der minoischen HerrsccherInnen.

Bevor es aber nach Knossos ging hörten wir einiges aus dem reichen Erfahrungsschatz mit den verschiedenen Nationalutäten von Ersin unserem Reiseleiter.

  • Japaner machen Fotos – sie wissen zwar nicht mehr, wo sie die Fotos gemacht haben – Hauptsache Fotos.
  • Franzosen genießen das Essen und den Wein , und das muss gut sein.
  • Mitteleuropäer haben das Programm in der Hand und haken Punkt für Punkt ab – Hauptsache das Programm

Dann hat er uns einiges über die Mentalität der Südländer erzählt, über ihre Art Dinge anzugehen und über ihre Gelassenheit. Wobei er auch einen Unterschied zwischen den InselbewohnerInnen und den Einwohner am Festland sieht.

Für ein langes Gesicht, ist das Leben viel zu kurz

Ersin

Die Ausgrabungen in Knossos

In der griechischen Mythologie wird Kreta mehrfach in Verbindung mit dem Stier gebracht. Bei der Entführung der phönizischen Prinzessin Europa nahm Zeus die Gestalt eines Stiers an. Um sich gegen seine Brüder in der Thronfolge Kretas durchzusetzen, soll Minos den Gott des Meeres, Poseidon, darum gebeten haben, ihm ein Opfertier zu senden. Poseidon sandte ihm einen weißen Stier. Pasiphae, die Gemahlin von Minos, zeugte mit dem kretischen Stier den Minotaurus – ein Ungeheuer, halb Mensch und halb Stier. Die Bedeutung, die der Stier im minoischen Kult gespielt haben muss, zeigt sich allein im Palast von Knossos auf zwanzig Reliefs und neun Fresken.

Die minoischen Stierspiele, bei denen Jünglinge und Mädchen kultisch über einen Stier springen und ihn damit „überwinden“, könnten in dieser Auffassung wurzeln.
Stier im rekonstruierten Nordeingang im Palast von Knossos
Der Thronsaal von Knossos mit den typischen minoischen Säulen
In den Magazinen waren bis zu 400 teilweise mannshohe Pithoi voll Wein, Olivenöl, Getreide oder Honig mit einem Fassungsvermögen von etwa 78.000 Litern. Im Hintergrund die großen Kulthörner als religiöses Symbol der Minoer.
Rekonstruierte Wandmalerei in Knossos
Schlangengöttin“ oder eine Priesterin bei der Durchführung eines entsprechenden Rituals, aus dem Palast von Knossos
Sarkophag von Haghia Triada: Eine Priesterin opfert eine Flüssigkeit an einem mit Doppeläxten geschmückten Altar. Ihr folgen eine andere Frau und ein Lyraspieler.
Die Bienen von Malia wurden 1930 von den französischen Archäologen Fernand Chapouthier und Pierre Demargne in der Nekropole von Chrysolakkos entdeckt. Der Anhänger hat eine Breite von 4,9 cm und eine Höhe von 4,6 cm. Dargestellt sind zwei Bienen oder Wespen, die an einem Honigtropfen saugen. 

Nach der Ausgrabungsstätte und dem Archäologischen machten wir durch die Stadt Heraklion (Iraklio) noch eine kleine Besichtigungstour. Iraklio ist mit offiziell 173.450 Einwohnern die viertgrößte Stadt Griechenlands und die größte nicht auf dem Festland gelegene Stadt des Landes. Die wirkliche Einwohneranzahl belief sich 2006 wahrscheinlich auf weit über 200.000. Iraklio ist Hauptstadt der Verwaltungsregion („Periferia“) Kreta und des Regionalbezirks Iraklio sowie neben Rethymno einer der beiden Standorte der Universität Kretas.

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