Freiheit für Kreta

Heute geht die Rundreise mit Bus 320 auf 500 m Seehöhe zum Arkadikloster und den wehrhaften Mönchen. In der Stadt „Freiheit“ – Eleftherna besuchen wir ein kleines archäologisches Museum bevor wir in Rethymno einen ausgedehnten Stadtspaziergang machen. Zum Abschluss besuchen wir den größten Süßwassersee Kretas den Kournas See. Natürlich darf das Geocaching auch nicht fehlen.

Am Morgen weht uns ein lauwarmes Lüfterl entgegen. Im Bus treffen Mitreisende mit diversen Kopfbedeckungen ein. Vom Northland-Outdoorhut, wo darunter ein kurzer, männlicher Pferdeschwanz herausragt, oder ein weißer Schlapphut, wohl geordnet zugehörig zu einem Zeitungsleser, der alleinreisend intensiv die „Inlandseite“ einer Zeitung studiert, bis zum Kopftuch, das leger im üppigen Haar einer Frau platziert ist. Eine rothaarige Frau eine Reihe vor uns hat ihre Sonnenbrillen keck in die Haare gesteckt. Ein seltsames Modeaccessoires für die Haare. Dann verzögert sich die Abfahrt – Blinder Passagier – Alarm – eine Person zuviel im Bus. Ein älterer Herr hat die Busnummern vertauscht. Der Reiseleiter hat gleich einen Spruch auf Lager

Was heute nicht klappt, klappt morgen sowieso nicht!

Ernis

Das Arkadi Kloster

Am Weg zum Arcadi – Kloster, eines der 40 Klöster Kretas fahren wir auf 500 m Seehöhe. Die Fahrt geht vorbei an vielen der Insgesamt 35 Millionen Olivenbäumen. Manchmal meckern Schafe und Ziegen zu uns herüber.

Das Kloster Arkadi, ist eine am Beginn des 13. Jahrhunderts imposante im Festungsstil erbaute Anlage. Das Kloster wurde während des kretischen Aufstandes von 1866 gegen die Osmanen in der ganzen Welt bekannt. In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1866 griff ein osmanisches Heer mit 15.000 Mann das Kloster an, in dem sich 964 Menschen, darunter 325 kampftaugliche Männer, aufhielten.

Nach zwei Tagen des aussichtslosen Widerstandes entschieden die Belagerten, dem Gegner nicht lebend in die Hände fallen zu wollen. Als sich der Kampf am 9. November in den Innenhof des Klosters verlagert hatte, zogen sich die meisten der noch Lebenden, einschließlich der Frauen und Kinder, in das Pulvermagazin zurück, das von einem der Kämpfer gesprengt wurde. Bei der heftigen Explosion kamen bis auf ein überlebendes Mädchen alle darin befindlichen Personen und Dutzende eindringende türkische Soldaten ums Leben. 114 Verteidiger gerieten in Gefangenschaft. Es sollen bei der Belagerung des Klosters Arkadi 1500 Angreifer gestorben sein. Der Abt starb vermutlich in der Endphase des Kampfes. Die oft auch in Form von Illustrationen umgesetzte Überlieferung, er habe selbst das Pulvermagazin entzündet, ist wahrscheinlich unzutreffend.

Erst 1897 wurde Kreta de facto unabhängig, 1913 erfolgte die Vereinigung mit Griechenland. Wir hoben nach der Führung unseren ersten Cache hier – GC1FVMG – Arkadi Urlaubscache von hartblack adopted by jorusol. Beim Heben Achtung auf die kleinen Häufchen, die hier umher liegen.

Eleftherna

Das kleine und sehr interessante Antike Eleftherna Museum ist das erste Museum, das sich auf eine archäologische Stätte auf Kreta bezieht, da es sich neben der antiken Stadt Eleftherna befindet. Die drei Säle des Museums beherbergen die gesamte Geschichte von Eleftherna von 3000 v. Chr. Bis 1300 n. Chr. Mit alltäglichen Gegenständen und Kunstwerken. Das Museum verbindet das alte Kreta mit Homers Welt. Seine Originalität ist, dass die Objekte der Dauerausstellung regelmäßig mit neuen und älteren Funden aktualisiert werden, so dass die Öffentlichkeit über die Entdeckungen und den Ausbau der Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände informiert bleibt.

Aussicht vom Garten des Museums

Nach dem Rundgang im Museum heben wir das hiesige Doserl – GC7JXTK – Eleftherna Museum von wind & water.

Rethymno

Die bunten Farben der Hauswände, die Vielfalt der unterschiedlichen Reklametafeln, kleine, schmale Gässchen, die am Ende einen Blick aus das Meer oder die Festungsanlage bieten. Wir erkunden die Stadt vom alten Venezianischen Hafen aus. Im 16. Jahrhundert bauten die Venezianer dort die Fortezza, die heute noch in Teilen vorhandene Festung, wobei sie wohl Reste eines ehemaligen Tempels abrissen. Der Standort, der sich heute im Zentrum der Stadt befindet, wurde von ihnen Paleocastro (‚Alte Festung‘) genannt.

Alter Venezianischer Hafen

Während des Stadtrungangs kommen wir bei GC890KH – Virtually Rethymno von The Cretan Runners vorbei. Der Brunnen wurde 1626 während der venezianischen Herrschaft erbaut. Benannt nach dem venezianischen Gouverneur der Zeit, A. Rimondi, sprudelt es kontinuierlich Wasser aus drei Quellen, die die Form von Löwenköpfen haben und eine

wichtige Wasserquelle für die Bewohner der Altstadt darstellen. Um die Quellen herum befanden sich antike griechische Säulen mit eleganten Enden. Zwischen den Säulen standen auf den beiden erhaltenen Tafeln Liberaliatis und Fonte. Auf den Löwenköpfen in der Mitte des Brunnens ist ein venezianisches Wappen angebracht.

Das größte und schon von weithin das Stadtbild prägende erhalten gebliebene Moscheegebäude ist das der Neratzes- (nach einem Paşa Nerace) oder Gazi-Hussein-Moschee mit seinem schlanken 34,5 Meter aufragenden Minarett und den drei Kuppeln. Heute dient es der Stadt als öffentliches Veranstaltungsgebäude (Odeon). Die ursprünglich venezianische Klosterkirche Santa Maria der Augustinermönche aus dem 16. Jahrhundert wurde 1657 in eine Moschee umgewandelt, das heutige Minarett erst im Jahr 1890 aufgesetzt. 

Alter Venezianischer Hafen

Die Venezianer begannen um 1300 mit den Bauarbeiten. Die den Hafen umgebende Mauer ist ebenfalls venezianischen Ursprungs. In der türkischen Zeit gab es einige Erweiterungen und der Leuchtturm wurde gebaut. Der Hafen liegt in der Nähe der Fortezza. In der Nähe des Hafens heben wir GC2HZA1 – Venetien Harbour Rethynmon von jorusol geloggt.

Kournas See

Kournas: Der einzige natürliche See im Mittelmeer und der südlichste See in Europa, geformt durch das nicht mögliche Ablaufen des Grund- und auch Schmelzwassers aus den Weißen Bergens in den undurchlässigen Gesteinsformationen. Der See liegt herrlich eingeschmiegt zwischen den anliegenden Bergen und der Küste von Georgioupolis. Der See wird ebenfalls von der Quelle Amati im Süden genährt. Die Entfernung vom Meer beträgt 2,5 km, seine Länge maximal 1080 m, die maximale Breite 880 m und die maximale Tiefe ca. 22 m. Der Wasserspiegel des Sees schwankt je nach Jahreszeit.

2 Gedanken zu „Freiheit für Kreta

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