Mit den WWW-Frauen Faulenzen im Waldviertel – Teil II

Unsere heutigen Aktivitäten

  • Ein gemütliches Frühstück
  • Das Waldviertler „Waldland“
  • Stift Zwettl
  • Der Evangelistenweg
  • Das letzte Abendmahl vor dem Heimfahren

Man wacht am Morgen auf – orientiert sich im fremden Zimmer und ach ja wir sind im Faulenzerhotel. Im Bad versuche ich mich soweit zu restaurieren, um unter die Menschen im Frühstücksraum treten zu können. Zähne putzen, um den fahlen Geruch der Naht zu vertreiben. Ein neues Leiberl übergestreift, denn das alte könnte schon muffeln und so schreitet man gemächlichen Schrittes in den Frühstücksraum. Ich denke mir immer „I have bigger fish to fry“ als mich anzupassen.
Diese Beschreibung gilt natürlich nur für mich. Alle anderen am Faulenzerwochenende sind beschwingt, sind mit federnden Schritt und voller Tatendrang zum Frühstück gekommen.
Ei, Müsli, Kaffee oder Tee, natürlich vom Sonnentor, dem fast außerirdischen Kräuterzentrum, Brot und Gebäck in allen Variationen, diverse Marmeladen (Obstaufstriche, wie andere EuropäerInnen zu sagen pflegen), Wurst, Käse, Gemüse und Säfte – die nächste Überforderung – Was soll man nur nehmen?
Im Hávàmal der Wikinger steht zum reichlichen Frühstück:

Nimm morgens
ein reichliches Mahl
und i‘ ausgiebig vor jeder Feier.
Plagt dich der Hunger, kannst du nicht
der Unterhaltung beim Feste folgen.

Mitten im Waldviertel, umgeben von Feldern, Wiesen und Wäldern konnten wir einen Betrieb etablieren, der Kristallisationspunkt für Menschen mit Visionen, Spontanität und Handschlagqualiät geworden ist. so steht es auf der Homepage des Waldlandzentrum in Friedersbach.
Der erste Kristallisationspunkt sind die Euros in der Geldbörse. Entenbrüste, geräucherte Karpfn- und Welsfilets sind so beim Empfang dargeboten, dass sie geradezu in den Einkaufskorb springen. Während wir hier durch breite Palette von Naturprodukten gleiten, ständig auf der Hut nicht noch mehr Kräuter und Tees einzukaufen – warum dieser Shop „Waldland“ heisst – hier rund um den Betrieb steht kein Wald.
Das Waldviertel ist das größte Rapsanbaugebiet Österreichs und das zweitgrößte Ackerbaugebiet Österreichs. Hier gibt es höhere Erträge wie im Weinviertel oder im Alpenvorland. Der Waldanteil liegt im westlichen Waldviertel bei 43%.
Und jetzt wird es fast außerirdisch oder wie die mittelalterliche Mystikerin „Brigitta von Schweden“ meinte hier bedarf es einer Offenbarung. Also das Waldviertel ist Treffpunkt des Moldanubikum mit seinen Paragneisen der Ostronger-, Drosendorfer und Gföhler Einheit mit dem Moravikum. Sie bestehen aus hochmetamorphen Gestein und variszischen Gebirgsbildungen, die sich als Intrusivgestein ins Mühlviertel und bis Tschechien hineinziehen.
Es ist eine Legende, dass Roland Emmerich, der deutsche Regisseur der US-amerikanischen Science-Fiktion Serien „Stargate“ sich Anleitungen im Waldviertel geholt hat. Die naturverbundenen Nox sind ihm nicht im Waldviertel begegnet. Das ist schlicht unmöglich, denn die Nox sind Vegetarier und großteils Veganer, die sich von den Früchten des Waldes, Wurzeln und sonstigen natürlichen Nahrungsmitteln ernähren. Ein krasser Widerspruch zu den Angeboten im Waldland, wo Geräuchertes, frisch geschlachtetes Fleisch vom Hof oder Natur üppigst angeboten wurde. Ach ja noch vermerkt, klaro sind wir mit Essig, Tee, speziellen Kräuter und Säften aus dem Laden marschiert.

Büro- und Stadtmenschen wie wir, sehnen sich geradezu nach frischer, kalter Waldluft, um unsere Lungen durch zu lüften und auf zu tanken. Zum Einstieg ein paar Gedanken von Karl Philipp Moritz, die Handke in einem seiner Bücher verwendete:

„Und einst, da sie an einem warmen aber trüben Morgen vors Tor hinausgingen, sagte Ifland, dies wäre gutes Wetter, davonzugehen – und das Wetter schien auch so reisemäßig, der Himmel so dicht auf der Erde liegend, die Gegenstände umher so dunkel, gleichsam als sollte die Aufmerksamkeit nur auf die Strasse, die man wandern wollte, hingeheftet werden.“

Da waren sie nun fünf Figuren ausgestattet mit allerlei seltsamen Zeug. Elektronischen Orientierungsmaschinen, einem hellgrünen Büchlein mit allerlei seltsamen Codes, andere sind schwarz gewandet mit dem Code 151081 mit dem Hinweis „Rising Cities“ oder eine mit „Kohla-Sticks“ und einem Datenzentrum versteckt unter einer blau-weißen Pudelhaubn mit Quastel. Wieder andere versuchen sich in Tarnkleidung – Blumenmotive in allen Regenbogenfarben – im Herbst leider unbrauchbar als Tarnung, die passt besser im Frühjahr. Wieder andere geben vor „Grün-Weiße“ zu sein und tragen dann violette Reißverschlüsse und violettes Innenfutter. Und dann die Bereifung von Sandalen, Sportschuhe bis zu Wanderschuhen geradezu als müsste man vom Strand ins Hochgebirge wandern. Eine seltsame Truppe, die immer wieder verweilt, Steine umdreht, unter Bänke und Tische schaut, Wurzelstöcke inspiziert und spezielle Nachrichten in geheimen Logbüchern hinterlässt.

Es handelt sich um eine ca. 4 km kurze Cacherunde mit 10 Caches entlang des Evangelistenweges (12). Die Runde führt nur über markierte Wege. Rechne mit etwa 1,5 bis 2 Stunden Gehzeit (mit Suche).

Sobald du dein Cachemobil am Parkplatz abgestellt hast, folge dem Weg nach der Taverne rechts hinauf (Richtung Zwettl-Stadtzentrum). Der Weg führt vorbei an der Muttergottesstatue, dem Regenschirm, einigen Apfelbäumen, dem gemauerten Bildstock, der Neumühle, über die Brücke der Neumühle mit einem Wappen von 1914 bis zur Fußgängerbrücke über den Kamp zurück zum Stift Zwettl.

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