Manamansalo ist berühmt für ihre über 80 Kilometer lange Küstenlinie, die weite, feine Sandstrände und bis zu 30 Meter hohe Sandufer im Norden bietet. Das ist für finnische Binnenseen sehr außergewöhnlich.

Sie ist die größte Insel des riesigen Oulujärvi-Sees (dem fünftgrößten See Finnlands) und gehört zum Rokua UNESCO Global Geopark. Sie liegt in der Provinz Kainuu in Mittelfinnland.
Der Oulujärvi-See kann aus gutem Grund als das Meer von Kainuu bezeichnet werden: Er enthält beispielsweise zwei der größten offenen Binnengewässer Finnlands. Das nördlichste davon, Niskanselkä, beherbergt Finnlands einziges Wandergebiet in einem Binnengewässergebiet.

Der Name stammt am wahrscheinlichsten von alten nordsamischen Begriffen ab und bedeutet übersetzt in etwa „Insel der sandigen Wälder, auf der es leicht ist, die Toten zu begraben“.
Laut einer lokalen Volkssage entstand die Insel jedoch ganz anders: Ein wütender Riese soll ein riesiges Stück Land aus einem Nachbarsee gerissen und es in den Oulujärvi-See geschleudert haben.
31 Geocaches konnten wir bei unseren Touren auf der Insel heben. Herzlichen Dank an die Owner für das Auslegen und Warten der Tradis.


Dabei folgten wir manch mystischen Zeichen in den finnischen Wäldern.

Auf der Insel kann man auf einigem der ältesten Grundgesteine der Europäischen Union wandern – es ist fast drei Milliarden Jahre alt.
Hier fand man bei Ausgrabungen Artefakte aus der Steinzeit.

Zur Feier des 400-jährigen Jubiläums der Pfarrei Oulujärvi im Jahr 1959 wurden an der Stelle, an der die erste Kirche in Kainuu stand, eine Freiluftkirche und ein Denkmal errichtet. Die Denkmalkirche wurde von den Architekten Eero Huotari und Tuomas Väyrynen entworfen. Das Denkmal besteht aus einem auf Beton stehenden und mit Kupfer verkleideten Glockenturm, einem Altar, einer Kanzel und Bänken für etwa hundert Personen. Heute wird die Kirche von der Pfarrei Vaala als Freiluftkirche genutzt.

Alter Friedhof
Der erste christliche Friedhof in Kainuu befand sich in der Nähe der Kirche. Er umfasste schätzungsweise 700–900 Gräber und erstreckte sich über eine Fläche von 50 x 60 Metern. Die große Anzahl der Gräber deutet darauf hin, dass der Friedhof bereits vor dem Bau der Kirche oder nach deren Brand genutzt wurde. Der alte Friedhof ist ein Relikt von nationaler Bedeutung und steht unter dem Schutz des finnischen Denkmalschutzgesetzes.

Präsident Kekkonen und Frau Kekkonen treffen am 9. August 1959 in Manamansalo in Vaala zur Einweihungszeremonie der Gedenkkirche ein. (Foto: Pressefotoarchiv JOKA. Kaleva. Finnische Denkmalbehörde)
Antike Funde
Die Kirchenstätte wurde 1989 bei Ausgrabungen untersucht. Die Studie kam zu dem Schluss, dass die Überreste der Kirche wahrscheinlich zerstört worden waren. Archäologische Ausgrabungen wurden 1989 und 1991 auf dem alten Friedhof durchgeführt, wobei acht Einzelgräber und ein Gemeinschaftsgrab geöffnet wurden. Diese Ausgrabungen wurden vom Kainuu-Museum durchgeführt. Die Gräber enthüllten Funde wie Textilreste, Bronzehaken und eine Eisennadel. Einige Einzelfunde wurden im Uferbereich an der Südseite der Kirche gemacht, darunter Bruchstücke von Tongefäßen, verbrannte Knochen und eine Pfeilspitze aus Knochen. Diese Funde lassen uns vermuten, dass das Gebiet eine Siedlungsstätte aus der Steinzeit war.





Hier erleben wir beim Umgang untereinander eine wesentlichen Unterschied zu Helsinki. Während dort ein offener zwischenmenschlicher Umgang selbstverständlich war und man sofort in englisch angesprochen wurde, ist das hier schon schwieriger. Die Menschen grüßen freundlich zurück, aber von ihnen gibt es keinerlei oder nur wenig Konversation. Sie erinnern mich an den Witz zu zwei Fischer, wo der eine den anderen fragt „Wie es ihm geht“ und der andere meint „Tun wir Fischen oder Ratschn?“
Am zweiten Tag besuchten den Särkinen
Der Särkinen ist der größte sogenannte Kesselsee (finnisch: suppalampi) der Insel. Diese Seen entstanden am Ende der letzten Eiszeit, als riesige, im Sand vergrabene Eisblöcke schmolzen und tiefe, trichterförmige Löcher hinterließen.

Auf unserer Runde trafen wir immer wieder auf Angler:innen. Bei einer Kotta konnten wir zwri älteren Männern zusehen. Der erste Auswurf und direkt in Ufernähe (max. 1,5 m Weg vom Ufer) hing ein prächtiges Exemplar an der Angel. Beim zweiten Auswurf folgte ein Fisch seinem Köder. Der Fisch verhedderte sich am Ufergestrüpp und der Finne beförderte ihn mit einem Tritt seiner Fischerstiefel ans Ufer. (Ich habe Zeugen und kein Fischerlatein).




Es war eine ziemlich herausfordernde Fahrt auf den schmalen Waldpfaden am See. Ich machte auch meine erste Eskimorolle mit dem Rad. Auf einer Steigung musste ich stehen bleiben und schon kippte ich zur Seite. Mein Rucksack hatte alles gut abgefedert.
