Grenaa

Denkmäler und Erinnerungen an den Freiheitskampf und Widerstand im Zweiten Weltkrieg

Wir steuern den Stellplatz von Grenna am Hafen an. Über eine Brücke geht es in das überschaubare aber quirlige Hafengebiet. Der Bootsclub, die Jagdvereinigung und ein paar Restaurants gruppieren sich um den Stellplatz. Umgeben und richtigehend eingerahmt wird das Hafengel-nde von einer Vielzahl kleinerer Ferienwohnungen, die wie Baus-tze aneinander gereiht dastehen. Mich erinnern sie an „Fallerhäuschen“, die ich in der Kindheit so gerne zusammengebaut habe. Dominiert wird das Gelände aber vom großen Gebäude des Kattegatzentrums auf der anderen Seite der Brücke, das wir 2019 mit Willi und Uschi besucht haben.

Wir schnuppern noch am Ankunftstag etwas in die Hafenstadt und besorgen uns frischen Fisch (eingelegte Heringe, geräucherten Lachs und ein Pfeffermakrelenfilet) dazu frisches Weißbrot vom Bäcker und wir haben alle Zutaten zum Abendessen. Den dazugehörigen Weißwein haben wir selber mit.

Die Seepferdchen wurden vom Bildhauer Erik Heidi geschaffen und er wollte mit der Skulptur der Außenwelt zeigen, dass Grenaa in großer Harmonie mit dem Meer steht und außerdem eine stolze Hafenstadt ist.

Am nächsten Tag „satteln“ wir unsere Räder und ab gehts in die Innenstadt, wo wir zwei Adventure Lab mit je 5 Stationen lösen wollen.
Es viele aufregende Skulpturen in Grenaa. Beim ersten Lab werden wir einige davon besuchen.

Der Schweineplatz wurde im September 1991 erneuert und in diesem Zusammenhang wurde beschlossen, eine neue Skulptur zu errichten, die auf dem neuen Schweineplatz stehen sollte.
Die Statue heisst „Opfer“. Bezeichnend ist der Standort der Statue – Der Standort liegt zwischen der Grenaa-Kirche, dem Grenaa-Rathaus und der Djurslands-Bank.
Søren Kanne, geboren 1801, war ein dänischer Kapitän aus Grenaa. Am 15. Februar 1835, als ein Schiff 50 Meter vor dem Strand von Grenaa sank, rettete er ein Besatzungsmitglied. Das Schiff hatte 3 Besatzungsmitglieder an Bord. Einer starb beim Wrack und der andere schwamm an Land, aber der dritte hielt sich am Rand des Wracks fest. Søren Kanne kam dem Mann zu Hilfe, als er mit seinen beiden Pferden zum Wrack ritt, den Mann auf den Rücken seines Pferdes an Land rettete.

Jetzt wollten wir gemütlich einen Kaffee trinken und fanden dieses wunderbare Lokal – Madam Benn’s Kaffestue og Håndværk – in der Storegade (56.413558, 10.87358). Die Einrichtung stammt aus den 1930iger Jahren. Hier gibt es leckere Mehlspeisen und Essen aus Kochbüchern dieser Zeit.
Ausserdem werden hier Menschen beschäftigt, die sonst schwer einen Job finden. Vor diesem Hintergrund wurde der Besitzerin 2022 auch den Behindertenpreis der Gemeinde Norddjurs überreicht.

Gut gestärkt von Kaffee und Kuchen starten wir nun die Tour zum zweiten Lab. Wieder steuerten wir fünf ausgewählte Skulpturen und Denkmäler an. Wir nutzten gleichzeitig die empfohlenen Tradis zu heben.

Nach Kriegsende gründeten TeilnehmerInnen des Widerstandskampfes den Verein PE 2. Der Verein beschloss, für die gefallenen KämpferInnen einen Gedenkstein zu errichten, der am 5. Jahrestag der Befreiung eingeweiht wurde. Mehrere tausend Menschen aus der Bevölkerung nahmen an dieser Veranstaltung teil. Jedes Jahr wird der 4. Mai in Grenaa mit der Kranzniederlegung hier am Stein gefeiert.
In den Stein sind das Datum der Befreiung Dänemarks, der 5. Mai 1945, sowie der Text eingraviert:
Mod fremmed Aag har Folket stridt
Ved fælles Kamp blev landet frit.

Der Stein ist einer von vielen, die in den Nachkriegsjahren im ganzen Land zum Gedenken an die Befreiung und die gefallenen Freiheitskämpfer errichtet wurden. Der Stein wurde im Juni 1946 bei einer Zeremonie in Grenaa Lystanlæg unter Beteiligung von 250 Personen eingeweiht.
Am Donnerstag, den 26. November 2020, wurde dieser Gedenkstein enthüllt, und zwar am 76. Jahrestag der ersten beiden Abwürfe die in Valdemar durchgeführt wurden. Während des Krieges erhielt die Widerstandsbewegung viele Abwürfe von britischen Piloten, die Flugzeuge überflogen in geringer Höhe diesen Ort und normalerweise wurden bei jedem Abwurf 12 Container abgeworfen, dabei handelte es sich um runde Zylinder von ca. 2 Meter Länge und 40 cm im Durchmesser, die per Fallschirm abgeworfen wurden. An der Abwurfstelle stand eine Gruppe Widerstandskämpfer bereit, um schnell alles entgegen zu nehmen und die Behälter und Fallschirme zu verdtecken, was eine schwierige und gefährliche Aufgabe war.

Noch ein paar Impressionen bei unserer Tour

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