Eine Radtour im Gebiet von Gilleleje und Hornbæk an der Dänischen Riviera

Wir erreichen Dänemark 🇩🇰 mit der Fähre von Helsingborg nach Helsingør. In weniger als 20 Minuten haben wir den Kattegat überwunden. In Helsingør selbst decken wir uns mit dänischen Kronen ein, denn als mögliche Campingplätze haben wir kleine, ländliche Plätze ins Auge gefasst.
Beim ersten Platz landen wir auf einem Bauernhof, wo ein Platz für Dauercamper*innen umgestaltet worden ist. Wir sehen gar keine Plätze für Tagestouristen wie uns und fahren zur zweiten Adresse. Dort wurde der Campingbetrieb überhaupt eingestellt und auf einer entfernten Wiese sehen wir zwar ein paar Wohnwägen stehen, aber sehr ansprechend wirkte das Ganze nicht. Aller guten Dinge sind drei und wir landen bei Gilleleje Camping im Bregnerødvej. Obwohl wir nach der Öffnungszeit der Rezeption ankommen findet sich jemand, der uns einen Platz zuweist und uns mit den nötigsten Informationen versorgt.
Unser Standplatz hatveine süße Überraschung für uns parat. Herrliche, große, reife Brombeeren, die wir am Morgen mit einem Müsli verspeisen.
Gestärkt durch ein Müsli starten wir eine 🚲 RAD – GEOCACHING -TOUR Richtung Hornbæk. Nach Munkerup finden wir in Dronningmølle den Radweg am Strand.

Diese Begleiter hatten wir bei unserer Radtour bevor wir das Fischerdorf Hornbæk erreichen. Dort ist auch unser erstes Geocachingziel von Lord of Hog – GC3JK6A – Danmark. Im Listing schreibt er über seine 50 Sommer hier im Dorf.

An der Nordküste Seelands lag dieses kleine Fischerdorf Hornbæk. Meine Eltern sind Ende der 40er Jahre hierher gezogen und seitdem verbringen wir jeden Sommer hier. Einer der vielen Gründe war, dass es in Dänemark so billig war. Hier konnten wir also richtig Schweinefleisch, Butter und frischen Fisch schlemmen, ja, das war alles teuer in Schweden. Jetzt haben sich die Zeiten geändert und wir verlassen Schweden mit dem Auto voll mit diesen Dingern, wir haben sogar Toilettenpapier dabei.
Als Kinder hörten wir, dass Tangvej die Straße war, auf der die Bauern Algen sammelten. Der Seetang wurde einst als Dünger für die dänischen Felder verwendet.

Listing des Geocaches

Hornbæk war ursprünglich ein Fischerdorf zwischen Helsingør und Gilleleje, hat sich aber im Laufe der Jahre zu einem „Urlaubs- und Partyort“ entwickelt. Die Stadt wurde unter anderem bekannt für die Sommerrevuen, die im „Hornbæk Badehotel og Kurbad“ (dem heutigen.

Physiologischen Krankenhaus) in der Zeit von 1935 bis 1952 stattfanden. Seitdem hat sich die Stadt zum „berühmten Hornbæk“ und heute zur Stadt entwickelt kann zu Recht als „Dänische Riviera“ bezeichnet werden.
Aber die Stadt zog auch Künstler an, und unter diesen ist bekannt, dass P. S. Krøyer und Holger Drachmann die Stadt frequentierten (Aus der Beschreibung des Adventure Lab).

Holger Drachmann hatte in Kopenhagen enge Beziehungen zum Kreis der Dichter des modernen Durchbruchs um Georg Brandes an. Mit seinen enthusiastischen Huldigungen für die Pariser Kommune und ironischen Angriffen auf die geistige Enge Dänemarks war er dort ein willkommener Gast. Diese Denkmal war eine Station auf dem Rundgang.

Am Hornbæk-Friedhof führt uns der Rundgang zu einem Denkmal aus der Zeit des Ersten Weltkrieges für 58 russische Häftlinge, die durch Vermittlung des Dänischen Roten Kreuzes aus Deutschland nach Dänemark kamen.

Gegen Ende des Rundgangs entdecken wir eine Bäckerei, die auch Brote mit Sauerteig herstellt. Während unserer Reise haben wir ein Glas Sauerteig im Kühlschrank stehen, der von Zeit zu Zeit gefüttert werden muss. Also nichts wie rein und ein Brot für unser Frühstück am nächsten Morgen besorgt.
Am Hafen stärken wir uns mit Fischköstlichkeiten für die nächste Etappe unserer Reise. Wir besuchen den Statuenpark von Rudolph Tegner.

Er war ein dänischer Bildhauer des Symbolismus. 1916 baute er sich ein Haus im Norden von Seeland in Dronningmølle, mitten in der Heidelandschaft („Russland“) nahe Hornbæk, das heute sein Mausoleum und Museum ist (Rudolph Tegners Museum og Statuepark), von Tegner selbst 1938 als Museum mit Skulpturenpark eingerichtet. Dort sind auch seine monumentalen Skulpturen ausgestellt (in Gips und Bronze), die häufig Themen der griechischen Mythologie behandelten. Unter anderem wegen der damals als provozierend wahrgenommenen erotischen Ausstrahlung einiger seiner Skulpturen war er umstritten.

Für mich wirkte die Aufstellung der Statuten inmitten einer Heidelandschaft zuerst eigenartig. Während des Rundgangs hatte man Zeit am Weg zu den einzelnen Aufstellungsorten über die Symbolik der einzelnen Kunstwerke nachzudenken. Neben dem Adventure Lab hoben wir auch den dazugehörigen Bonus – GC8VDRG mit der Symbolik – über 60jähriger im Baum.

Passend zu den Statuten – das Liebesspiel – zweier Schmetterlinge.

Heide- und Dünenlandschaft im Tegnerpark

Nakkehoved – Fyr

Die Leuchttürme wurden 1771-1772 gebaut. Der östliche Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1800 und ist einer der wenigen erhaltenen kohlebefeuerten Leuchttürme der Welt. In Vester Leuchtturm wird die Kulturlandschaft bei Nakkehoved erzählt. Das Lighthouse History Museum erzählt von den ersten Leuchttürmen im Kattegat und Öresund von 1560.

Kristian Faber, Leuchtturmwärter auf Nakkehoved 1824-1845, legte hier einen Garten an. Der Garten wurde berühmt und war ein beliebtes Ausflugsziel für Könige etc., die den wunderschönen Meerblick genossen. Faber starb 1845 und als enger Freund des späteren Königs Frederik 7. erhielt er die Erlaubnis, hier in seinem geliebten Garten, der heute eher ein Wald ist, begraben zu werden.

Wir absolvierten hier den dritten Adventure Lab des Tages inclusive Bonus und einen Tradi von Lunden (GC18G2Q – Nakkehoved – Fyr).

Herzlichen Dank an die Owner der Geocaches für das Auslegen und Warten.

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